In diesem Fall sollte man eine gute Antwort auf die Frage parat haben, mit welchem Thema man wieder in die Forschung einsteigen möchte.Simulant hat geschrieben: 21.11.2025, 19:12 Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die "wissenschaftliche Sichtbarkeit" bei mir ein Hauptkriterium gewesen wäre. Es kam keine einzige Frage in diese Richtung und man sagte mir im O-Ton, dass ich am Anfang vor allem Lehre machen werde und bestenfalls in Forschungsprojekten mitarbeiten werde. Aber es lässt sich auch nicht leugnen, dass meine Publikationsliste sehr kurz ist - die klassischen For-Profit-Firmen halten ihr Know-How halt lieber geheim.
FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
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mm42
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Kurze Frage an alle (FH-)Professoren (und ähnliche Personen):
Müsst ihr über den Jahreswechsel an Brückentagen Zwangsurlaub nehmen? Werden euch also diese Tage zwangsweise als Urlaubstage angerechnet, selbst wenn ihr an diesen Tagen überhaupt keinen Urlaub nehmen wollt (zum Beispiel, weil ihr daheim arbeiten wollt)?
Wie ist das bei verbeamteten Professoren?
Vielen Dank für eure Antworten!
Müsst ihr über den Jahreswechsel an Brückentagen Zwangsurlaub nehmen? Werden euch also diese Tage zwangsweise als Urlaubstage angerechnet, selbst wenn ihr an diesen Tagen überhaupt keinen Urlaub nehmen wollt (zum Beispiel, weil ihr daheim arbeiten wollt)?
Wie ist das bei verbeamteten Professoren?
Vielen Dank für eure Antworten!
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Was sind Urlaubstage?Wie ist das bei verbeamteten Professoren?
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Leider nein. Ich bin verbeamteter Prof an einer Dualen Hochschule und bei uns gibt es (dank zweier sich abwechselnder Studentengruppen in Theorie- und Praxisphase) keine vorlesungsfreie Zeit. Ich muss wirklich um jeden Urlaubstag kämpfen.dns hat geschrieben: 04.12.2025, 07:53 Mein Urlaub wird - wie vermutlich bei allen Beamten-Profs - pauschal durch die vorlesungsfreie Zeit abgegolten.
Wie ist das bei den anderen?
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mm42
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Ich bin auch an einer dualen HS mit überlappenden Semestern, aber es gibt bei uns keinen Zwangsurlaub.
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beyond_the_sea
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Ich bin Professorin an einer privaten HAW und ja, ich muss die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zwingend als Urlaubstage nehmen. Das gilt bei uns für alle Angestellten. Finde ich nicht toll, macht aber für mich in der Praxis nicht wirklich einen Unterschied.
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Mein Urlaub wird durch die vorlesungsfreie Zeit abgegolten. Bei uns wird zwischen den Jahren, Weihnachten und Silvester die Heizung heruntergefahren. D.h. wir sollen nicht ins Büro. Ich kann aber, wenn ich möchte.
Bei uns wurde vor kurzem ein "Urlaubs-Mitteilungs-Tool" eingeführt, wo wir eintragen sollen, wann wir Urlaub nehmen, damit
1. andere bescheid wissen und uns nicht im Urlaub stören
2. der Dienstherr seiner Fürsorgepflicht nachkommen kann ("Hey Prof. X, Du hast nur 3 Tage von 30 Tagen Urlaub genommen. Hol Sie das mal bitte nach.")
Ich möchte hier aber mal etwas richtig stellen:
Professoren haben keine festgelegte Arbeitszeit, sondern sie entscheiden anhand ihrer Aufgaben, ob, wann und wie viel sie arbeiten (müssen). Sie entscheiden auch selbstständig, wann sie Urlaub nehmen (zumindest in den meisten Bundesländern). D.h. wenn sie zwischen den Jahren arbeiten möchten, dann tun sie das. Sie benötigen dafür keine "Erlaubnis".
Ihnen steht auch nicht mehr Urlaub zu, als anderen Beamten. D.h. selbst wenn der Urlaub durch die vorlesungsfreie Zeit abgegolten ist, haben Profs. nicht 3 Monate Urlaub im Jahr. Vielmehr müssen sie ihre 30 Tage in die vorlesungsfreie Zeit legen. Der Rest ist normale Arbeitszeit. Für die Buchführung der genommenen und verbleibenden Urlaubstage ist der Prof. selbst verantwortlich.
Das Rektorat kann festlegen, dass die Hochschulgebäude in einer bestimmten Zeit geschlossen bleiben. Der Prof. hat dann kein Recht ins Büro zu gehen. Dann muss er halt zuhause arbeiten, wenn er möchte.
Wer seinen Professorenjob ernst nimmt wird sich eher darüber ärgern, dass sein Urlaub in der Zeit genommen werden muss, wo er am produktivsten an Forschungsprojekten arbeiten kann und dadurch kaum dazu kommt. Aus genau diesem Grund nehmen die wenigsten bei uns ihren gesamten Jahresurlaub, da sie sonst ausser Lehren nichts anderes machen würden.
Bei uns wurde vor kurzem ein "Urlaubs-Mitteilungs-Tool" eingeführt, wo wir eintragen sollen, wann wir Urlaub nehmen, damit
1. andere bescheid wissen und uns nicht im Urlaub stören
2. der Dienstherr seiner Fürsorgepflicht nachkommen kann ("Hey Prof. X, Du hast nur 3 Tage von 30 Tagen Urlaub genommen. Hol Sie das mal bitte nach.")
Ich möchte hier aber mal etwas richtig stellen:
Professoren haben keine festgelegte Arbeitszeit, sondern sie entscheiden anhand ihrer Aufgaben, ob, wann und wie viel sie arbeiten (müssen). Sie entscheiden auch selbstständig, wann sie Urlaub nehmen (zumindest in den meisten Bundesländern). D.h. wenn sie zwischen den Jahren arbeiten möchten, dann tun sie das. Sie benötigen dafür keine "Erlaubnis".
Ihnen steht auch nicht mehr Urlaub zu, als anderen Beamten. D.h. selbst wenn der Urlaub durch die vorlesungsfreie Zeit abgegolten ist, haben Profs. nicht 3 Monate Urlaub im Jahr. Vielmehr müssen sie ihre 30 Tage in die vorlesungsfreie Zeit legen. Der Rest ist normale Arbeitszeit. Für die Buchführung der genommenen und verbleibenden Urlaubstage ist der Prof. selbst verantwortlich.
Das Rektorat kann festlegen, dass die Hochschulgebäude in einer bestimmten Zeit geschlossen bleiben. Der Prof. hat dann kein Recht ins Büro zu gehen. Dann muss er halt zuhause arbeiten, wenn er möchte.
Wer seinen Professorenjob ernst nimmt wird sich eher darüber ärgern, dass sein Urlaub in der Zeit genommen werden muss, wo er am produktivsten an Forschungsprojekten arbeiten kann und dadurch kaum dazu kommt. Aus genau diesem Grund nehmen die wenigsten bei uns ihren gesamten Jahresurlaub, da sie sonst ausser Lehren nichts anderes machen würden.
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Hallo zusammen und ein frohes, neues Jahr!
Ich habe nach monatelangem dankbarem mitlesen beschlossen, auch aktiv zu werden. Vielen Dank für dieses tolle Forum und die ausführlichen Antworten bisher!
Ende letzten Jahres habe ich den Entschluss gefasst, mich auch um eine FH-Professur zu bemühen.
Bisher 4 Bewerbungen abgesendet und noch fast nichts gehört, die Antwortzeit der FHs beträgt wohl wirklich mindestens mehrere Wochen.
Nun kam nach wochenlangem Warten eine erste Antwort von meiner Traum-Hochschule, jedoch deutlich anders als erwartet:
Für die Professur gab es wohl deutlich zu wenig Bewerbungen, daher wird diese erneut ausgeschrieben um einen weiteren Monat. In der Mail wurde mir seitens Personal aber gesagt, dies nicht als negative Bewertung für mich zu sehen, ich sei weiterhin im Rennen, Sie möchten nur einen "größeren Pool an Bewerbern".
Wie seht ihr das? Geht es hier wirklich nur darum, dass die Hochschule die Listenplätze überhaupt füllen kann? Spricht das eher für mich oder gegen mich? Was ist, wenn in der erweiterten Phase erneut wenig Bewerbungen kommen?
Ich hatte schon vermutet, dass es in meiner Ingenieurdisziplin wenig Promovierte gibt, die den Wunsch auf eine Professur haben, aber so wenige hätte ich nicht gedacht.
Vielen Dank vorab für jedes Feedback
Ich habe nach monatelangem dankbarem mitlesen beschlossen, auch aktiv zu werden. Vielen Dank für dieses tolle Forum und die ausführlichen Antworten bisher!
Ende letzten Jahres habe ich den Entschluss gefasst, mich auch um eine FH-Professur zu bemühen.
Bisher 4 Bewerbungen abgesendet und noch fast nichts gehört, die Antwortzeit der FHs beträgt wohl wirklich mindestens mehrere Wochen.
Nun kam nach wochenlangem Warten eine erste Antwort von meiner Traum-Hochschule, jedoch deutlich anders als erwartet:
Für die Professur gab es wohl deutlich zu wenig Bewerbungen, daher wird diese erneut ausgeschrieben um einen weiteren Monat. In der Mail wurde mir seitens Personal aber gesagt, dies nicht als negative Bewertung für mich zu sehen, ich sei weiterhin im Rennen, Sie möchten nur einen "größeren Pool an Bewerbern".
Wie seht ihr das? Geht es hier wirklich nur darum, dass die Hochschule die Listenplätze überhaupt füllen kann? Spricht das eher für mich oder gegen mich? Was ist, wenn in der erweiterten Phase erneut wenig Bewerbungen kommen?
Ich hatte schon vermutet, dass es in meiner Ingenieurdisziplin wenig Promovierte gibt, die den Wunsch auf eine Professur haben, aber so wenige hätte ich nicht gedacht.
Vielen Dank vorab für jedes Feedback
Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch VII - ab 2025
Das sagt über dich erstmal gar nichts aus, jedenfalls nichts Negatives. Es gibt in MINT-Fächern generell zu wenig Bewerber, aus diversen Gründen. Wenn nach der ersten Sichtung klar ist, dass von diesen wenigen Bewerbern ein guter Teil allein aus formalen Kriterien wegfällt (oft: nicht ausreichende Berufserfahrung) und somit ein formal korrekter Dreiervorschlag nicht zu erwarten ist, wird das Verfahren häufig abgebrochen und neu gestartet. Gern mit etwas anderer Denomination, in der Hoffnung dann mehr Bewerbungen zu bekommen. Wie hier schon diskutiert kann das dazu führen, dass die Berufungskommission der FH-Leitung dann abweichend vom Usus nur einen "Einservorschlag" vorlegt, weil es eben nur eine geeignete Person gibt.Wie seht ihr das? Geht es hier wirklich nur darum, dass die Hochschule die Listenplätze überhaupt füllen kann? Spricht das eher für mich oder gegen mich? Was ist, wenn in der erweiterten Phase erneut wenig Bewerbungen kommen?
Das ganze FH-Berufungsverfahren ist seltsam und läuft völlig anders als in der Privatwirtschaft. Es ist eine eigene Welt mit eigenen Regeln, die noch dazu pro Bundesland und Hochschule (und Fakultät) etwas anders sind. Am besten sieht man das wie den Kauf eines Lottoscheins, mit dem Unterschied dass es Monate oder gar Jahre(!) dauert, bis man das Ziehungsresultat bekommt...
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