Erstbetreuung in anderer Stadt (weit weg) - sinnvoll?

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Namawie
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Erstbetreuung in anderer Stadt (weit weg) - sinnvoll?

Beitrag von Namawie »

Liebes Forum,

ich lebe in NRW und möchte auch unbedingt hier bleiben. Es gibt einen Prof in X (anderes Bundesland) der "die Person" in Deutschland auf dem Gebiet ist, in dem ich promovieren möchte. Ich habe ihn auch schon angefragt und er hat grundsätzlich Interesse gezeigt.

Denkt ihr, sowas ist überhaupt sinnvoll? In X muss man zwei Semester eingeschrieben gewesen sein, um dort promovieren zu können. Ich könnte mich also zwei Semester dort einschreiben, aber in NRW bleiben. Aber ... muss man nicht auch Kolloquien besuchen und Seminare belegen? Der Prof hat gesagt, dass er eigentlich keine Dissen mehr betreut, daher würde ich davon ausgehen, dass ich jetzt sowieso nicht so den großen Kontakt zu anderen Promovend*innen von ihm hätte. Außerdem bin ich durch meine Stelle als WiMi auch akademisch gut eingebunden und beraten, habe Zugang zur Bibliothek usw.

Und wo soll ich eine Zweibetreuung suchen? Ist es wichtig, an welcher Uni diese Person ist?

Ich hoffe, ihr könnte mir ein wenig weiterhelfen. :)
Zuletzt geändert von Sebastian am 04.11.2023, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Im Zuge der Freigabe hatte ich den konkreten Ortsnamen durch das X ersetzt.
Grounded
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Re: Erstbetreuung in anderer Stadt (weit weg) - sinnvoll?

Beitrag von Grounded »

Namawie hat geschrieben: 03.11.2023, 11:11
Denkt ihr, sowas ist überhaupt sinnvoll? In X muss man zwei Semester eingeschrieben gewesen sein, um dort promovieren zu können. Ich könnte mich also zwei Semester dort einschreiben, aber in NRW bleiben.
Ich habe auf diese Weise promoviert. Erst einmal spricht nichts dagagen. Wie kommst du darauf, dass das nicht sinnvoll sein könnte? Dein Beitrag liest sich so, als ob du noch mehr Vorannahmen zu möglichen Problemen hast. Daher wäre es sicherlich hilfreich, wenn du sie explizieren würdest.
Namawie hat geschrieben: 03.11.2023, 11:11 Der Prof hat gesagt, dass er eigentlich keine Dissen mehr betreut
Ein solche Äußerung wäre für mich schon Grund genug, mir eine andere Betreuungsperson zu suchen. Wenn du Pech hast, kümmert er sich nicht oder wenig um deine Anliegen.
Sebastian
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Re: Erstbetreuung in anderer Stadt (weit weg) - sinnvoll?

Beitrag von Sebastian »

Grounded hat geschrieben: 04.11.2023, 15:53
Namawie hat geschrieben: 03.11.2023, 11:11 Der Prof hat gesagt, dass er eigentlich keine Dissen mehr betreut
Ein solche Äußerung wäre für mich schon Grund genug, mir eine andere Betreuungsperson zu suchen. Wenn du Pech hast, kümmert er sich nicht oder wenig um deine Anliegen.
Das ist mit der durch dieses Forum etwas einseitig eingefärbten Sicht wirklich ein Alarmsignal. Vor allem, wenn sein Interesse mit Zeitablauf weiter sinkt und/oder Du für Dein Projekt aus irgendwelchen Gründen einmal länger brauchst, als er oder Du es annehmen.
Potentieller Störfaktoren, die in diesem Forum alle schon vorgekommen sind*, sind dabei:
  • Prof setzt seine Prioritäten zunehmend anders/außerhalb der Wissenschaft und braucht lange für Rückmeldungen etc
  • Prof's dienstliche Kontakte, z.B. zu potentiellen Zweitgutachtern erkalten (über Zeitablauf und/oder über persönliche Animositäten, die Zweitgutachter nach seiner Emeritierung und 'Entmachtung' voll ausleben können)
  • Prof wird krank oder stirbt gar und Du mußt schauen, wo Du bleibst
Sebastian

* z.B.
Imprimatur verweigert
Kompliziertes Verhältnis...
Abbruch vor mündlicher Verteidigung
Namawie
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Re: Erstbetreuung in anderer Stadt (weit weg) - sinnvoll?

Beitrag von Namawie »

Vielen Dank erstmal, dass ihr euch die Zeit für mein Anliegen nehmt. :)
Grounded hat geschrieben: 04.11.2023, 15:53 Wie kommst du darauf, dass das nicht sinnvoll sein könnte? Dein Beitrag liest sich so, als ob du noch mehr Vorannahmen zu möglichen Problemen hast.
Es ist vielleicht ... eher ein Bauchgefühl? Ich habe Angst, dass mir das irgendwelche Probleme machen könnte. Dass ich an irgendwelchen Veranstaltungen oder gar Veranstaltungsreihen teilnehmen muss oder soll und dann durch ganz Deutschland fahren muss (ihr kennt ja auch die Bahnpreise...). Es fühlt sich komisch an, an einer Uni eingeschrieben zu sein, die so weit weg ist. Ich fühle mich dann vielleicht auch etwas "abgeschieden"?
Grounded hat geschrieben: 04.11.2023, 15:53 Ich habe auf diese Weise promoviert.
Das macht mir natürlich Mut. Würdest du mir mehr darüber erzählen?

Sebastian hat geschrieben: 04.11.2023, 18:38 Grounded hat geschrieben: ↑04.11.2023, 15:53

Namawie hat geschrieben: ↑03.11.2023, 11:11
Der Prof hat gesagt, dass er eigentlich keine Dissen mehr betreut

Ein solche Äußerung wäre für mich schon Grund genug, mir eine andere Betreuungsperson zu suchen. Wenn du Pech hast, kümmert er sich nicht oder wenig um deine Anliegen.

Das ist mit der durch dieses Forum etwas einseitig eingefärbten Sicht wirklich ein Alarmsignal.
Danke, auch für die Links zu den anderen Threads. So hatte ich das bisher noch nicht gesehen. Er hat zu "meinem" Thema vor einigen Jahrzehnten geforscht und einige Grundlagen in dem Bereich gelegt. Leider ist seitdem auf dem Gebiet nicht mehr viel geforscht worden. Deshalb sagte er, dass er zwar eigentlich nicht mehr betreut, für sein "Lieblingsthema" eine Ausnahme machen würde.
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