FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Fragen und Antworten rund um die Professur an Fachhochschule (FH) bzw. Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)
DocMarti
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Re: FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Beitrag von DocMarti »

Danke nochmal für die weiteren Rückmeldungen. Dann muss ich wohl warten bis in meiner Nähe eine passende Stelle ausgeschrieben wird.

Mir ging es jedoch keinewegs darum, möglichst viel Freizeit zu haben, sondern im Prinzip darum, die vor-Ort-Zeit auf 3 Tage zu begrenzen (durch einen angepassten Stundenplan, möglichst viele Vorlesungen/Labore an diesen Tagen, Online- oder Block-Seminare falls das möglich ist. Am Ende ist das natürlich mit Übernachtungen vor Ort verbunden da ein Pendeln bei einer größeren Distanz keinen Sinn mehr macht.

Beste Grüße

Martin
woosai
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Re: FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Beitrag von woosai »

vieles wurde schon genannt, ich möchte noch einmal auf die (akademische Selbst-)Verwaltung zurückkommen:
Das sollte nicht unterschätzt werden, für mich fallen da auch die ganzen sonstigen Aktivitäten drunter: Girls day, Jury bei Jugend forscht, Tag der offenen Tür, Weihnachtsvorlesung, Lange Nacht der Wissenschaft, Semesterbegrüßung, Fakultätsretreat, Pate für Gymnasien/Berufsschulen - um nur ein paar zu nennen. Und die Tätigkeiten werden eher mehr. D.h. selbst wenn du nur 15 Wochen Vorlesung hast, hast du gefühlt jede zweite Woche einen Termin, der außerhalb deiner gewünschten drei Tage liegt.

Ein letzter Punkt: Die Fakultät hat Mittel und Wege um dich auf Linie zu bringen. Wir hatten ein paar Kollegen, die unmittelbar nach ihrer Berufung nur das absolute Minimum gemacht haben. Der eine "durfte" recht schnell unseren ersten internationalen Studiengang aufbauen, der andere hat öfters neue Vorlesungen bekommen bis er es verstanden hat. An einer mir bekannten Fakultät werden bewusst die Vorlesungen auf vier Tage gelegt, um die "Vier-Tage-Präsenz" Regel zu forcieren, egal ob du direkt neben der Hochschule wohnst oder quer durch die Republik reisen musst.
mashdoc
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Re: FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Beitrag von mashdoc »

woosai hat geschrieben: 26.08.2026, 08:58 Der eine "durfte" recht schnell unseren ersten internationalen Studiengang aufbauen
Auf die Gefahr hin, dass so ein enorm wichtiges Projekt aufgrund von Lustlosigkeit in die Hose geht. Das bringt doch keinem etwas.
Jucy23
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Re: FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Beitrag von Jucy23 »

Vermutlich kommt es auch sehr auf die Lage und Kultur der Hochschule an. „Meine“ liegt eher ländlich und ich habe einige Kolleg*innen, die von weiter weg pendeln. Natürlich wird auch von diesen Personen Engagement in der Selbstverwaltung erwartet, genauso wie ein gewisses Maß an Präsenz an der Hochschule. Aber dass diesen Personen bei der Lehrplanung oder anderen Dingen extra das Leben schwer gemacht wird, um mehr Präsenz zu erzwingen, habe ich noch nie erlebt. In so einem Umfeld würde ich auch nicht arbeiten wollen, auch wenn ich selbst nah wohne und öfter vor Ort bin als andere.
lordsnyder
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Re: FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Beitrag von lordsnyder »

Also ich würde auch kein Arbeitsumfeld auf Dauer akzeptieren wollen, wo Leute unfreiwillig durch Schikane "auf Linie gebracht werden". Bisher habe ich davon auch nichts an den mir bekannten Hochschulen glücklicherweise mitbekommen.

Außerdem kann der- bzw. diejenige die übertragenen Aufgaben schlecht erledigen, so dass man sicherlich nicht wieder fragt. Dagegen gibt es im Hochschulbereich kaum Sanktionsmöglichkeiten.

Kollegen, die von weiter weg pendeln, machen teilweise im Semester einen Block von Praktikas, z.B. gibt es dann doppelte Slots, die nur in einer Hälfte des Semesters stattfinden. Das funktioniert aber nur, wenn (I) die Stundenplanung mitmacht und (II) die Studis das akzeptieren.
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