kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

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MisterQ
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kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von MisterQ » 17.09.2009, 17:41

Hallo zusammen,

wie schon einmal mitgeteilt hat mir mein DV vorgeschlagen eine kumulative Dissertation zu verfassen.
Entsprechend meines geplanten Aufbaus passt das auch soweit gut in meinen Plan.
Ich frage mich momentan nur, wie das ganze vom "reinen" Aufwand her zu bewerten ist.
Ich muss paper einreichen in peer reviewed journals (mind. 1mal als Erstautor) und brauche eine über alle paper reichende Zusammenfassung.

Ich frage mich jetzt wie das praktisch aussieht? Die Paper müssen ja i.d.R. sehr präzise formuliert sein, aber vom Umfang her vielleicht 5-6 Seiten pro Stück.
Die Zusammenfassung und Einordnung in das Gesamtthema vielleicht max. 30
Ist es das dann tatsächlich gewesen, oder unterschätze ich hier irgendwas gewaltig? ;-)

Besten Dank!

MQ
Zuletzt geändert von Sebastian am 18.09.2009, 08:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Für die Suchmaschine und die automatischen Links hier mal den Doppelbegriff "kumuliert - kumulativ eingesetzt.

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Frodo
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Re: Aufwand kumulative Diss

Beitrag von Frodo » 18.09.2009, 08:02

Die Paper müssen ja i.d.R. sehr präzise formuliert sein, aber vom Umfang her vielleicht 5-6 Seiten pro Stück.
Meinst du nicht, 5-6 Seiten für ein Paper sind eher wenig? Die meisten Papers, die mir in die Hände fallen, haben zwischen 20 und 30 Seiten, und dies immer noch ohne grosse "Einfhrungsarbeiten" wie bei einer herkömmlichen Diss. Ich denke, der Aufwand einer kummulativen Diss wird wohl in etwa demjenigen einer "normalen" Diss entsprechen.

Grüsse, Frodo

MisterQ
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von MisterQ » 18.09.2009, 12:53

Hallo Frodo,

danke für Deine Antwort.
Mir fehlt zugegebenermaßen die Erfahrung mit Publikationen, deswegen war das ein Schätzwert wenn ich mir den Umfang von mit meinem Thema vergleichbaren Artikel in Peer reviewed journals anschaue.
Du schreibst von Paper, die dir in die Hände fallen haben einen Umfang von 20-30 Seiten.
Wie läuft das in der Praxis ab? Wird da nach Einsendung unheimlich gekürzt, abgeändert etc?

Weil für das tatsächliche Abgabe der Arbeit muss ich doch typischerweise die "abgedruckten" Artikel beipacken?

LG,

MQ

PS: und versteh mich bitte nicht falsch... ich will definitiv nicht behaupten der Aufwand wäre geringer. Meine Frage zielte lediglich darauf ab, dass der Umfang des geschriebenen Text deutlich weniger ist.

holladiewaldfee
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von holladiewaldfee » 18.09.2009, 13:39

Hallo MisterQ,

ich schreibe eine solche Diss und gehe davon aus, dass der Umfang (in Seiten) deutlich geringer ist als bei einer "herkoemmlichen" Diss. Zum Zeitaufwand kann ich (noch) nichts sagen, ich habe aber einen 3-Jahres-Vertrag (Vollzeit-Diss) und hoffe, damit hinzukommen.

Habe gerade mal die (kumulative) Diss meines Betreuers (Bioinformatik) zur Hand genommen:

- 15 Seiten Hintergrund
- 10 Seiten Methoden
- 34 Seiten Papers (er hatte allerdings 5 statt 3)

Die Laenge der Papers haengt natuerlich stark vom Fach ab.

HTH!

holladiewaldfee!

AGH
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von AGH » 18.09.2009, 18:57

Ich glaube, der Umfang des geschriebenen Textes ist bei der kumulativen Diss weniger, zumindest bei vielen Studienrichtungen. Allerdings auch nicht sooo viel kuerzer, wenn man ueberlegt, dass eine gedruckte Seite ja deutlich mehr ist als eine Manuskriptseite bzw. eine Seite einer Monographie. (Weiss da jemand den Umrechnungsfaktor? Wie viele Manuskriptseiten sind wie viele gedruckte Seiten in papers?)
Was nicht zu unterschaetzen ist, ist die Wartezeit und die Abhaengigkeit, die man in Kauf nehmen muss, wenn man kumulativ dissertiert. Es dauert ja mitunter sehr, seehr, seeehr lang, bis ein Artikel (der erst einmal erarbeitet und geschrieben werden muss) angenommen und veroeffentlicht wird! Ich finde, das ist noch einmal extra Druck, der auf einem lastet... . Aber auch das mag themenabhaengig sein.

Liebe Gruesse!
AGH

Frodo
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von Frodo » 19.09.2009, 00:28

MisterQ hat geschrieben: Du schreibst von Paper, die dir in die Hände fallen haben einen Umfang von 20-30 Seiten.
Wie läuft das in der Praxis ab? Wird da nach Einsendung unheimlich gekürzt, abgeändert etc?
Ich meinte damit Papers, die ich lese und nicht welche, die ich selber schreibe. Kann im Übrigen auch nicht wirklich behaupten, ich hätte grosse Ahnung von der Praxis. :D Aber ich vermute stark, dass nicht alles gedruckt wird, was an Arbeit dahinter steckt. In einem Paper verzichtet man wohl eher auf Dinge, die nicht zwingend sind und man in einer "herkömmlichen" Diss einfach in den Anhang stellen oder lediglich zur besseren Verständlichkeit wiedergeben würde.
MisterQ hat geschrieben:PS: und versteh mich bitte nicht falsch... ich will definitiv nicht behaupten der Aufwand wäre geringer. Meine Frage zielte lediglich darauf ab, dass der Umfang des geschriebenen Text deutlich weniger ist.
Keine Angst, habe ich auch überhaupt nicht so verstanden. Auf den ersten Blick hin liegt die Vermutung doch nahe, dass eine kummulative Diss weniger Aufwand sein könnte.

Grüsse, Frodo

Akka81
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von Akka81 » 19.09.2009, 08:31

Hallo zusammen,

also ich habe mir die eine oder andere kumulative Diss angesehen und dort sind die Artikel auch eher 20-30 Seiten, manchmal noch länger. Wie die nun aussahen in den Journals kann ich dir nicht sagen, habe das nie verfolgt...

Etwas OT noch eine Frage an MisterQ: Hast du eine Liste/Link zur Klassifizierung der Peer reviewed journals?

Danke

Akka

HKPRO
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von HKPRO » 28.09.2009, 18:43

Meines Wissens nach hat Holladie... den Sachverhalt sehr gut eingeschätzt und wiedergegeben.
So kenne ich das auch.

Mein Rat:
Hole Dir an Deiner Uni (vom DV oder in der Bib.) Muster dazu und richte Dich danach.

Meiner Erfahrung nach ist diese Art wesenlich kürzer als eine neue Dis komplett zu fertigen.

AGH
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Re: kumulative (kumulierte) Diss: Aufwand

Beitrag von AGH » 28.09.2009, 21:57

Meine Erfahrung sagt, dass eine kumulative Diss - was die Dauer und Seiten des Schreibens betrifft - vermutlich kuerzer ist als die "klassische" Diss, dass aber die Zeitspanne bis zum Einreichen der Diss bei der kumulativen Diss laenger ist. Das mag auch vom Fach/Thema/der Methode abhaengen.
Wenn die Ergebnisse da sind, braucht man bei der "klassischen" Diss nur noch alles zusammenschreiben (den Ergebnisteil und die Diskussion, der Rest kann ja schon stehen).
Wenn die Ergebnisse da sind und man kumulativ dissertiert, muss man auch alles zusammenschreiben PLUS bei einem Journal einreichen, ueberarbeiten, nochmals beim Journal einreichen, auf die Veroeffentlichung warten, das ganze an der Uni einreichen. Bei mir haette das zirka ein Jahr (optimistisch bis realistisch) laenger gedauert als die klassische Variante.

Liebe Gruesse!
AGH

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