Word vs. OpenOffice

Anwender-Tipps zur optimalen Benutzung von Microsoft Word in Dissertationen: Literaturverzeichnis, Literaturverwaltung, Textbausteine.

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Nick

Word vs. OpenOffice

Beitrag von Nick »

Hallo allerseits,

ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, weil ich momentan vor der Entscheidung stehe, ob ich in Word oder OO zu schreiben anfange. Ich möchte "böse" Überraschungen, wenn möglich, vermeiden :wink:

In der Suche-Funktion habe ich nur einen älteren Thread aus Anfang 2007 gefunden. Vielleicht gibt es mittlerweile neue Erkenntisse/Erfahrungen.

Word oder Open Office?

Was sind die Vor- und Nachteile? Insbesondere interessiert mich die Sache mit der Dateigröße: Ist OO bei größeren Datenmengen stabiler als Word?

Vielen Dank im Voraus!
VG Nick
Aguti
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Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von Aguti »

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, schreibe ich in OO. Ich mag das Programm, komme gut damit zurecht und habe noch keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Ein Argument für Word könnte sein, dass man an anderer Stelle (Job, Büro) sowieso damit arbeiten muss und dann schon eingearbeitet wäre; auf meine Situation trifft das allerdings nicht zu.
larajus

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von larajus »

Ich habe meine Diss in Word geschrieben, nutze privat auf meinem zweiten PC aber OpenOffice. Generell gibt es wohl keine ernstzunehmenden Unterschiede, möglicherweise aber in der Stabilität. Ob nämlich OO bei hohem Grafikaufkommen und bei hoher Seitenzahl anders reagiert (ggf. aber auch besser) als Word, kann ich leider nicht sagen. Wie mein Vorredner aber würde ich auch sagen, dass Word insofern "besser" ist, als man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass man es von fast jedem PC nutzen kann, und auch ohne größere Schwierigkeiten Textauszüge bspw. an den Doktorvaters verschicken kann ohne vorher umformatieren zu müssen, damit dieser es öffnen und lesen kann. Ansonsten sollten sich beide Programme nicht groß unterscheiden. Es ist wohl auch eine Frage, inwiefern Du Dich mit dem einen oder anderen Programm "sicherer" fühlst.
Frodo

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von Frodo »

Wie wäre es mit LaTeX als Alternative? Ich persönlich meide insbesondere Word, wo immer es möglich ist. (also eigentlich immer!)
katja

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von katja »

larajus hat geschrieben:Ob nämlich OO bei hohem Grafikaufkommen und bei hoher Seitenzahl anders reagiert (ggf. aber auch besser) als Word, kann ich leider nicht sagen.
davon würde ich sowohl bei oo als auch bei word unbedingt abraten! beides sind keine layoutprogramme, wo man grafiken einbinden kann. das geht zwar, schmiert aber zwangsläufig früher oder später ab bzw. dauert das öffnen lange. 3-4 grafiken geht mal, ich hab etwa 200-300 abbildungen und das möcht ich gar nicht erst versuchen.

ein unterschied zwischen beiden ist die möglichkeit der dokumententruktur. in word lass ich mir das am rand anzeigen, ist ne gliederung der arbeit, die man auch navigieren kann, dh ich kann links in der gleiderung klicken, um in der arbeit rumzuspringen. bei meinem derz. seitenumfang von 330 durchaus hilfreich. bei oo hab ich die funktion nicht gefunden.

sonst sind beide eigentlich vergleichbar. weiß nur zb nicht, ob man aus oo auch pdf machen kann aber über pdf drucker sollte auch das gehen.
Aguti
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Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von Aguti »

katja hat geschrieben: weiß nur zb nicht, ob man aus oo auch pdf machen kann aber über pdf drucker sollte auch das gehen.
Doch, doch. OO hat eine integrierte Funktion, um pdfs zu drucken.
Meggy

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von Meggy »

*Frodo zustimmt*

Ansonsten, falls die Wahl zwischen Word und OO fallen MUSS - dann OO. An Word hab ich sehr sehr böse Erinnerungen.
deliliah

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von deliliah »

Um mal einen guten Freun zu zitieren:

"Wenn Word dazu da wäre mit größeren Texten umzugehen, würde es sentence oder book heißen" ;-)

die C't hat mehrere Tests gemacht und Word kam mit einer Seitenzahl von mehr als 100 Seiten nur schwer zurecht. Als dann noch Grafiken dazu kamen, schmierte das Programm stetig ab. OO war da sehr viel stabiler und kam auch noch mit 1000 Seiten Text und Grafiken sehr gut zurecht. Leider kann ich diese Aussage nicht beweisen, da dieser Text schon etwas her ist und ich ihn in dem Archiv nicht mehr finde. sorry (ich weiß, ein ganz schlechter wissenschaftlicher Stil :-) )
Aus eigener Erfahrung würde ich OO eher den Vorzug geben. Problematisch wird es allerdings, wenn man die OO-Formate in doc umwandelt. Dann kann es zu Veränderungen der Formatierung kommen, was eine ziemliche Frickelei ist, dieses wieder gerade zu bügeln. Am Besten fragst du deinen DV ob er auch mit einem PDF klar kommen würde. Dann kannst du beruhigt mit OO arbeiten. Möchte er deine Texte lieber in Word haben, würde ich Word auch nehmen.

LG D
katja

Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von katja »

deliliah hat geschrieben:die C't hat mehrere Tests gemacht und Word kam mit einer Seitenzahl von mehr als 100 Seiten nur schwer zurecht. Als dann noch Grafiken dazu kamen, schmierte das Programm stetig ab.
dazu muss ich sagen, dass das absolut richtig ist. meine magisterarbeit war 120 seiten ca. und da gabs schon probleme. hab meine arbeit jetzt in 4 hauptkapitel gegliedert, die alle max. um die 90 seiten sind. da klappt es gut. alles in eins zu packen würd ich bei word auch nicht wagen!
Koenigsportal
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Re: Word vs. OpenOffice

Beitrag von Koenigsportal »

Ich arbeite seit Jahren mit großen Dokumenten, z.Z. knapp 300 Seiten, mit Word 98. Es gab öfter Probleme (defekte Umbrüche usw.), seit einiger Zeit ist Ruhe. (Möglicherweise stand das in Zusammenhang mit einem Festplatten-Defekt; ich weiß aber nicht, ob das wirklich einen Einfluss haben könnte).
Beim Hin- und Herübertragen meines Dokuments von einem Rechner auf einen anderen und von '98 auf '04 und umgekehrt, hat mir das Programm sämtliche automatische Querverweise nicht wiedergegeben :evil: , weil - vermute ich - irgendwelche Makro (?)-Einstellungen fehlten. Da ich auch keine Lösung in Erfahrung bringen konnte, um das automatisch rückgängig zu machen, habe ich sie am Ende alle neu eingetippt! :(

Insgesamt hat mich das Programm in allen Versionen von '95 bis 2004 nicht überzeugt, und ich weiß nicht, ob ich wirklich noch mal eine große Arbeit darin anlegen würde. Am meisten nervt einfach, dass das Programm irgendein dubioses Eigenleben führt, dass sich mir (und befreundeten Word-Nutzern) nicht erschließt. Es nervt, dass Word ständig 'mitdenkt'. Hier gilt echt der Spruch: Viele Köche verderben den Brei, bzw. bei einer Diss. wird der Text, wenn man Pech hat, zu einem solchen.
Weil mich, abgesehen von den üblichen Computer-Zickereien, die Word-Probleme eine zeitlang in den Wahnsinn getrieben haben :x und ich darüber sehr viel kostbare Diss.-Zeit und -Nerven verplempert habe, :cry: :evil: :twisted: nutze ich das Programm gar nicht erst mehr mit all dem Schnick-Schnack wie automatisches Generieren eines Inhaltsverz. etc. Das wird jetzt einfach 'zu Fuß' erledigt, als separates Dokument. Ebenso das Literaturverz. Beim Register-Erstellen werde ich aber wohl noch mal in die Tiefen von Word einsteigen müssen, graus.....

OO kenne ich nicht (gibt es das auch für Mac?).
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