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FH-Professur (Maschinenbau) als Pendler (2–4h Bahn): Präsenzzeiten optimieren, Schulferien, Deputatsreduktion?

Verfasst: 03.08.2026, 12:52
von DocMarti
Servus miteinander,

ich bewerbe mich aktuell auf einige FH-Professuren im Bereich Maschinenbau. Da mein Wohnort (süddeutsche Kleinstadt) ortsgebunden ist und es im direkten Umkreis nichts Passendes gibt, werden die künftigen Hochschulen etwas weiter entfernt liegen. Die Fahrzeit mit der Bahn wird sich voraussichtlich zwischen 1 und 4 Stunden pro Richtung bewegen.

Daher treibt mich aktuell die Frage um, wie realistisch und Alltagstauglich ein solches Pendelmodell auf Dauer ist und wie sich die Präsenz vor Ort möglichst effizient strukturieren lässt. Es geht mir nicht darum, Lehre einzusparen, sondern den Alltag als Pendler realistisch und tragfähig zu gestalten.

Mich würden vor allem eure Erfahrungen zu folgenden Punkten interessieren:

- Stundenplan-Komprimierung: Wie viele SWS Lehre an einem Tag sind praxistauglich? Ist ein Modell mit z. B. 2 sehr langen Präsenztagen (inkl. einer Übernachtung vor Ort) realistisch durchzuhalten?
- Format-Optimierung: Wie flexibel zeigen sich eure Studiendekanate bei Blockveranstaltungen, Praktika-Blöcken oder Flipped-Classroom-Modellen, um die Vor-Ort-Tage im Semester zu bündeln?
- Deputatsreduzierung: Welche Stellschrauben (Drittmittel/Forschung, Betreuung von Promotionen/Masterarbeiten, Laborleitung, Selbstverwaltung) nutzen die Pendler unter euch konkret, um die Präsenztage zu reduzieren?
- Forschung: lässt sich so sinnvoll forschen? Vieles ist in meiner Branche ortsunabhängig möglich, und bei entsprechenden Projekten gäbe es dann ggf. auch die Möglichkeit, Doktoranden einzustellen.
- Schulferien (Kinder): wie realisitisch ist es, in den Schulfereien (Ostern, Herbst, Pfingsten) etc. dann überhaupt verreisen zu können? Ist das überhaupt möglich? Liegt es in meinem Ermessen, LVs in dieser Zeit z.B. digital anzubieten, eine Vorlesung entfallen zu lassen, den Stoff nachzuholen, durch entsprechende Hausarbeiten (z.B. CAD-Design, Programmierung) einen Ausgleich zu schaffen? Mit schulpflichtigen Kindern ist das doch sehr relevant.

Gibt es hier Kolleginnen und Kollegen in einer ähnlichen Situation, die von ihren Modellen und "Lessons Learned" berichten können?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und den Austausch!

Viele Grüße

Martin