Große Verzweiflung - Weitermachen ohne Unterstützung?
Verfasst: 19.02.2026, 11:56
Liebes Forum,
ich brauche eure Hilfe, da ich gerade sehr verzweifelt bin und nicht weiß, was ich machen soll. Ich promoviere seit 3 Jahren berufsbegleitend und stehe eigentlich 3-4 Monate vor Abgabe. Das Thema ist sehr aktuell und auch relativ begrenzt. Direkt zu Beginn meiner Promotion habe ich online gesehen, dass an einer anderen Uni dasselbe Promotionsthema läuft. Ich habe das direkt mit meinem Doktorvater besprochen und von ihm das Feedback erhalten, ich solle mir keine Sorgen machen, das wäre bei aktuellen Themen gar nicht selten und kein Problem. Sollte die andere Arbeit vor meiner veröffentlicht werden, muss ich eben darauf Bezug nehmen und mich darauf beziehen. Jetzt ist dieser Fall eingetreten, vor ein paar Wochen wurde die andere Doktorarbeit veröffentlicht.
Mein Doktorvater hat sich diese Arbeit angeschaut und ist dann zu dem Ergebnis gekommen, dass es für meine Doktorarbeit nun nicht mehr reicht und riet mir aufzuhören. Es würde am wissenschaftlichen Mehrwert fehlen, den man für eine Doktorarbeit braucht. Meine Doktorarbeit sei nun nicht mehr annahmefähig. Tatsächlich ist es so, dass die andere Arbeit sehr ähnlich zu meiner ist und auch zu denselben Ergebnissen kommt. Ich war bzw. bin am Boden zerstört, habe das Ganze aber nicht auf mir sitzen lassen, nochmal das Gespräch gesucht und darauf hingewiesen, dass ich die letzten 3 Jahre nicht einfach "wegwerfen" möchte. Ich habe außerdem den "Mehrwert" meiner Arbeit aufgezeigt, der meiner Meinung nach immer noch existiert. Daraufhin kam dann die Rückmeldung, dass ich meine Arbeit in einer bestimmten Art und Weise umstellen bzw. verändern könnte. Dies würde aber bestimmt nochmal 1-2 Jahre in Anspruch nehmen, wäre aber die einzige Möglichkeit, noch einen Mehrwert zu erlangen. Würde ich mich dafür entscheiden, könne er mir aber auch nicht garantieren, dass es am Ende reicht (so ungefähr der Wortlaut). Ich habe dann noch um ein Gespräch gebeten, das wurde leider ignoriert. Insgesamt fühle ich mich nicht (mehr) unterstützt. Es gab dann noch einige weitere Aussagen, die ich sehr unfair fand, hier aber nicht weiter vertiefen möchte.
Ich habe außerdem noch darum gebeten, ob man sich für mich informieren könnte, ob das neue abgewandelte Thema schon an einem anderen Lehrstuhl läuft, da ich, wenn ich mich entscheide weiterzumachen und es in 6 Monaten wieder eine neue Arbeit gibt, an demselben Punkt stehe. Dies wurde aber abgelehnt, da dies akademisch nicht vorgesehen sei.
Ich weiß wirklich nicht weiter, ich fühle mich von meinem Doktorvater aktuell nicht mehr unterstützt. Wenn ich weitermache, gibt es keine Garantie, dass es am Ende reicht, was die Entscheidung sehr schwer macht. Außerdem weiß ich nicht, ob ich noch die Zeit habe, das Thema umzustellen, da es gut sein kann, dass das abgewandelte Thema aufgrund der Aktualität schon irgendwo läuft. Ich habe mir auch überlegt, die einschlägigen Lehrstühle selbst anzuschreiben und nachzufragen, ob diese derzeit ein solchen Promotionsvorhaben begleiten.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass mir langsam die Puste und Energie ausgeht, um weiterzumachen und nochmal in die Recherche zu gehen und meine Arbeit umzustellen...erst recht nicht mit diesem "Support".
Was würdet ihr machen? Wart ihr schon mal in einer ähnlichen Situation? Würdet ihr über einen Uniwechsel nachdenken? Ist sowas überhaupt möglich?
Ich bin über jede Rückmeldung dankbar und freue mich über den Austausch <3
ich brauche eure Hilfe, da ich gerade sehr verzweifelt bin und nicht weiß, was ich machen soll. Ich promoviere seit 3 Jahren berufsbegleitend und stehe eigentlich 3-4 Monate vor Abgabe. Das Thema ist sehr aktuell und auch relativ begrenzt. Direkt zu Beginn meiner Promotion habe ich online gesehen, dass an einer anderen Uni dasselbe Promotionsthema läuft. Ich habe das direkt mit meinem Doktorvater besprochen und von ihm das Feedback erhalten, ich solle mir keine Sorgen machen, das wäre bei aktuellen Themen gar nicht selten und kein Problem. Sollte die andere Arbeit vor meiner veröffentlicht werden, muss ich eben darauf Bezug nehmen und mich darauf beziehen. Jetzt ist dieser Fall eingetreten, vor ein paar Wochen wurde die andere Doktorarbeit veröffentlicht.
Mein Doktorvater hat sich diese Arbeit angeschaut und ist dann zu dem Ergebnis gekommen, dass es für meine Doktorarbeit nun nicht mehr reicht und riet mir aufzuhören. Es würde am wissenschaftlichen Mehrwert fehlen, den man für eine Doktorarbeit braucht. Meine Doktorarbeit sei nun nicht mehr annahmefähig. Tatsächlich ist es so, dass die andere Arbeit sehr ähnlich zu meiner ist und auch zu denselben Ergebnissen kommt. Ich war bzw. bin am Boden zerstört, habe das Ganze aber nicht auf mir sitzen lassen, nochmal das Gespräch gesucht und darauf hingewiesen, dass ich die letzten 3 Jahre nicht einfach "wegwerfen" möchte. Ich habe außerdem den "Mehrwert" meiner Arbeit aufgezeigt, der meiner Meinung nach immer noch existiert. Daraufhin kam dann die Rückmeldung, dass ich meine Arbeit in einer bestimmten Art und Weise umstellen bzw. verändern könnte. Dies würde aber bestimmt nochmal 1-2 Jahre in Anspruch nehmen, wäre aber die einzige Möglichkeit, noch einen Mehrwert zu erlangen. Würde ich mich dafür entscheiden, könne er mir aber auch nicht garantieren, dass es am Ende reicht (so ungefähr der Wortlaut). Ich habe dann noch um ein Gespräch gebeten, das wurde leider ignoriert. Insgesamt fühle ich mich nicht (mehr) unterstützt. Es gab dann noch einige weitere Aussagen, die ich sehr unfair fand, hier aber nicht weiter vertiefen möchte.
Ich habe außerdem noch darum gebeten, ob man sich für mich informieren könnte, ob das neue abgewandelte Thema schon an einem anderen Lehrstuhl läuft, da ich, wenn ich mich entscheide weiterzumachen und es in 6 Monaten wieder eine neue Arbeit gibt, an demselben Punkt stehe. Dies wurde aber abgelehnt, da dies akademisch nicht vorgesehen sei.
Ich weiß wirklich nicht weiter, ich fühle mich von meinem Doktorvater aktuell nicht mehr unterstützt. Wenn ich weitermache, gibt es keine Garantie, dass es am Ende reicht, was die Entscheidung sehr schwer macht. Außerdem weiß ich nicht, ob ich noch die Zeit habe, das Thema umzustellen, da es gut sein kann, dass das abgewandelte Thema aufgrund der Aktualität schon irgendwo läuft. Ich habe mir auch überlegt, die einschlägigen Lehrstühle selbst anzuschreiben und nachzufragen, ob diese derzeit ein solchen Promotionsvorhaben begleiten.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass mir langsam die Puste und Energie ausgeht, um weiterzumachen und nochmal in die Recherche zu gehen und meine Arbeit umzustellen...erst recht nicht mit diesem "Support".
Was würdet ihr machen? Wart ihr schon mal in einer ähnlichen Situation? Würdet ihr über einen Uniwechsel nachdenken? Ist sowas überhaupt möglich?
Ich bin über jede Rückmeldung dankbar und freue mich über den Austausch <3