Das Zitieren von Sekundärquellen

Fragen aus der laufenden Arbeit an der Dissertation.
Literatursuche, Motivationsprobleme, Lehrtätigkeit, Ärger mit dem Prof u.v.m.
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trey

Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von trey »

Hallo erstmal,

ich hab zwar die Suche bemüht, aber irgendwie keine Antwort auf meine Frage gefunden. Ich schreibe eine Diplomarbeit. Dabei musste ich jedoch des öfteren auf Sekundärquellen zurück greifen. Als Beispiel: in einem Bericht der Zeitung Stern, werden die Ergebnisse einer Studie des Marktforschungsunternehmens XY, verarbeitet. Natürlich habe ich dann versucht bei dem Marktforschungsunternehmen XY diese Studie zu finden. Dies ist jedoch leichter gesagt, als getan. Fast bei allen werden entweder nur Links zu den entsprechenden Publikationen in den Zeitschriften angegeben oder pdf Files die jeweils den Zeitungsartikel enthalten. Um an die Studie zu kommen muss man sogar manchmal tief in die Tasche greifen ( wo ich auch volles Verständnis für habe). Jetzt hab ich mit meinem Prof gesprochen und dieser meinte ich soll dann "Zitiert in" schreiben. Nur hab ich das irgendwie nicht ganz verstanden.

soll ich dann in der Fußnote folgendes schreiben: Vgl. Studie zur Nachfrage der Kunden des Marktforschungsunternehmens XY (2010), zitiert in Stern (2010) bzw. zitiert von Müller (2010) ?

Ich bedanke mich schon mal für eure Hilfe.

gruß

Trey

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Taavi

Re: Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von Taavi »

Hallo Trey,

du hast es selbst schon ganz richtig gemacht!
Erst belegst du die Primärquelle (um die geht es dir ja) und dann die Sekundärquelle, in deinem Fall die jeweilige Zeitschrift.
Beispiel: Vgl. Studie zur Marktforschung, 2010. Zitiert nach (oder in, wenn es kein wörtliches Zitat ist): Autor, Titel. In: Stern, Heft XY, Oktober 2011, S. 90-94. Je nachdem, welche Zitierweise du verwendest.

Viel Erfolg bei deiner Diplomarbeit!
trey

Re: Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von trey »

ok thx für die schnelle Antwort :)
Dr. Natalie Struve

Re: Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von Dr. Natalie Struve »

... aber bitte wirklich nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Grundsätzlich sollte man nämlich IMMER selbst reingucken; schon deshalb, weil viel öfter als erwartet da gar nicht steht, was die Sekundärquelle so behauptet. (Ich habe z. B. bei der Arbeit an meiner Diss praktisch in jedem Werk zum Presserecht die gleiche Äußerung aus der Erstauflage eines Standardwerks zitiert gefunden – nur da stand sie eben nie...) Außerdem ist das leichtherzige (!) Zitieren nach Sekundärquellen nicht besonders wissenschaftlich.
trey

Re: Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von trey »

ja klar. nur ist das nicht grad einfach an die studien zu kommen. manchmal hat man glück und man hat die studie in ner verkürzten version auf der seite. aber meist soll man sich kostenpflichtig anmelden und zudem noch 400 euro für eine studie zahlen.


und was mich noch interessieren würde. wenn in einer Zeitung ein Interview steht. Frage und Antwort mäßig. wenn ich da was zitiere. zitiere ich dann den der interviewt wurde oder den der das interview geführt hat? danke
algol
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Re: Das Zitieren von Sekundärquellen

Beitrag von algol »

@trey: Hast Du mal versucht, die Studien über die Bibliothek zu bekommen? ggf. Fernleihe.
Da kann man eigentlich ziemlich viel kriegen.

Bei einer Diplomarbeit ist aber klar, dass Du in dem Rahmen nicht alles bekommen kannst. Von daher ist das weniger streng als bei einer Dissertation.
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