Re: Anekdoten über Abgänge
Verfasst: 05.05.2024, 20:50
Fairerweise sind jedoch die 4-5 Monate Semesterferien mit zu berücksichtigen bei der Pendelei
So zumindest rede ich es mir schon.
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Hmm wie gesagt, bei uns klappt das auch nur so flexibel im Wahlpflicht-Bereich. Und da steht es einem frei, Module zu streichen oder neu zu entwickeln. Oder was ich auch gern mache: mit Prüfungsformen spielen, denn nicht immer passt ne Klausur, manchmal aber schon... Das ist aber manchmal erst klar nach dem ersten Durchlauf. Und dann passe ich es fürs nächste Mal an.Cybarb hat geschrieben: 04.05.2024, 20:55
Es war aber unmöglich, zu sagen: Ich finde Thema XYZ total spannend, es fügt sich super in den Studiengang ein, also biete ich das im kommenden Semester an. Dazu hätte ich schon ein komplett neues Modul erfinden und dafür ein anderes aus dem Studienplan werfen müssen - was mir nur als Studiengangsverantwortlicher möglich gewesen wäre, und das war ich nicht. Und auch dann hätte das vermutlich von irgendeinem Gremium abgesegnet werden müssen.
Pendelst Du täglich diese 4h?! Wow..DrNo hat geschrieben: 05.05.2024, 17:02 Sehr interessante Beiträge bislang. Mich wundert es, dass die Pendelei bislang nocht nicht als Ursache für einen Abgang genannt wurde. Ich hatte die damit verbundene Belastung definitiv unterschätzt auch wenn ich häufig den Zug nehme und die Zeit zum Arbeiten nutze. Von Haustür zu Haustür sind es bei mir 4h.
Nein das ist ein Missverständnis. Täglich würde ich mir das nicht antun, zumal eine Strecke 4h sind.neuling2018 hat geschrieben: 19.05.2024, 14:26Pendelst Du täglich diese 4h?! Wow..DrNo hat geschrieben: 05.05.2024, 17:02 Sehr interessante Beiträge bislang. Mich wundert es, dass die Pendelei bislang nocht nicht als Ursache für einen Abgang genannt wurde. Ich hatte die damit verbundene Belastung definitiv unterschätzt auch wenn ich häufig den Zug nehme und die Zeit zum Arbeiten nutze. Von Haustür zu Haustür sind es bei mir 4h.
Oh, das klingt nach meiner FH.Cybarb hat geschrieben: 04.05.2024, 09:45 Na, dann erzähle ich mal die Anekdote von meinem eigenen Abgang.![]()
Hintergrund:
- kleine, private und noch recht junge FH mit einem starken fachlichen Fokus
- Erst- (und vielleicht auch Letzt-)Berufung
- Profil eindeutig wissenschaftlich, weniger praktisch ausgerichtet, allerdings wurde ich für ein Fach berufen, das seiner Natur nach sehr theorielastig ist
Meine persönliche Motivation für die Professur (großstädtische, staatliche FH) war Freiheit und ein gewisses Maß an "Scheißdrauf, ich mache es wie ich es für richtig halte". Ich wollte keinen klassischen Chef mehr über mir. Das war mir auch einen spürbaren Einkommensverlust wert. Ich arbeite kaum weniger als zuvor, aber viel selbstbestimmter. Ich habe viel privatwirtschaftliche Praxis (mehr als ca. 90% der Fakultät, konservativ geschätzt) und auch genug Führungserfahrung, dafür nach der Diss kaum wissenschaftlich gearbeitet. Andere haben ein anderes Profil, das macht die Vielfalt aus und ist gut. Im Kollegium besteht ein stilles Verständnis, dass man jeden so arbeiten lässt, wie er will - weil man ja selbst diese Freiheit will. Zum Glück. Evaluationen gibt es, sie werden besprochen, aber das ist allenfalls eine Art "Peer Review" mit Betonung auf "Peer".