Anrede als Professor "abstellen"

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dr_superman
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Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von dr_superman » 14.12.2019, 00:28

Es tut mir leid, wenn das schon mal gefragt worden ist, von mir aber nicht gefunden.
Ich war heute beim Zahnarzt, einem "Doppel-Dr.."
Meine Patientenkarte zeichnet mich als einfachen "Dr." aus, mein Beruf auf dem Anamnesebogen als "Professor" (ganz frisch, Junior-Prof. W2).
Vor -und Nachname habe ich ohne Titel angegeben, nur auf der letzten Seite, "Name lesbar ausgeschrieben" als "Dr. Kal-El Superman".
Nun war der gute Doppel-Dr. total begeistert und hat mich ständig mit "Professor Doktor (!) Superman" angesprochen.
Wie stelle ich das nun beim nächsten Male ab als Professor?
Er ist männlich, ich weiblich und wir sind circa gleich alt. "Lieber Herr Müller, wir bleiben doch einfach bei den Nachnamen?" So?

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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von Zwonk » 14.12.2019, 10:36

@dr_supermann: Wenn ich mit "Dr." angesprochen werde sage ich immer "nur Herr Zwonk bitte" - das hat bisher immer funktioniert.

Cybarb
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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von Cybarb » 14.12.2019, 12:44

Das käme für mich ein bisschen darauf an, wie gut du den Zahnarzt schon kennst. (Anamnesebögen füllt man ja immer mal wieder aus, daher wird das für mich aus deinem Beitrag nicht klar.)

Kennst du ihn lange oder schon recht gut, finde ich deinen Satz ok, weil er vertraulicher wirkt und auf ein bestehendes, gutes Arzt-Patient-Verhältnis hindeutet.
Kennst du ihn weniger gut, würde ich Zwonks knappen, sachlichen und trotzdem höflichen Hinweis bevorzugen.

Im Übrigen: Es gibt leider grundlos servile Menschen, die gar nicht anders können. Von denen wird man trotz der Bitte, den Dr. wegzulassen, konsequent weiter als "Herr Dr. Cybarb" angesprochen. Nur kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Dr. Dr. Zahnarzt zu dieser Gruppe gehört. Vielleicht freut er sich auch einfach wie ein Schneekönig, dass endlich mal ein "Kollege aus der Bildungselite" auf seinem Stuhl sitzt...

flip
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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von flip » 14.12.2019, 13:29

Jaja, von wegen "Kollege". ;-) Professor = Beamter = PKV. :D

Gewöhne ich dich daran und lern für die Zukunft daraus.

Ich habe auch keine Lust dass ich beim Arzt immer als "Dr. Flip" durch die Räume gerufen werde, weil... WARUM? Im Gegensatz allerdings zu anderen Patienten, wie ich immer wieder feststelle.
Also taucht der Doc. nirgends auf. Niemand zwingt dich zu sagen, dass du Professor bist oder welche akademischen Weihen du erlangt hast. Beim nächsten Mal gibst du einfach "Beamter" an.

Ich hatte neulich beruflich bedingt mit einem Geschäftsführer zu tun, der es ganz toll fand, dass ich seinem Unternehmen helfe. Nach dem Hinweis, dass er den Doktor auch weglassen kann, kam sofort "Nein nein, Sie haben doch so viel Arbeit in die Sache gesteckt". Tja, da wusste ich dann auch nicht mehr weiter.
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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von caipirinha11085 » 28.12.2019, 12:32

Man kann auch einfach gar nichts angeben, wenn man den Beruf nicht nicht preisgeben möchte. Vielleicht hilft aber auch der Gedanke, dass es nicht außergewöhnlich ist, wenn der Arzt das Gespräch auf den Beruf bringt. Der Patient nach dir war vielleicht Ingenieur, und dein Arzt hat vielleicht eine Tochter/Tante/besten Kumpel, die/der auch Ingenieur ist, was er dem Patienten möglicherweise in derselben Breite berichtet hat, wie er sich bei dir auf den Prof fokussiert hat.
Ich hatte neulich beruflich bedingt mit einem Geschäftsführer zu tun, der es ganz toll fand, dass ich seinem Unternehmen helfe. Nach dem Hinweis, dass er den Doktor auch weglassen kann, kam sofort "Nein nein, Sie haben doch so viel Arbeit in die Sache gesteckt". Tja, da wusste ich dann auch nicht mehr weiter.
Das finde ich nicht verwunderlich. Die Person war vielleicht stolz darauf, dass ein Herr Dr. sein Unternehmen berät und sieht das als Qualitätsmerkmal, das er auch bezahlt.

Zusammengefasst: Menschen, die auf die Anrede bestehen, machen das oft für sich selbst, nicht für euch. Ich denke, man kann diese Anrede-Geschichte genauso lösen, wie die Duzen/Siezen-Frage - und zwar angepasst an de jeweilige Situation, wie es gerade am Besten passt.

Noch eine Randnotiz: Wenn jemand seinen Namen "ausgeschrieben" als "Dr. XY" angibt, werte ich das als eindeutiges Indiz, dass die Person mit dem Dr. angesprochen werden möchte.

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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von Nomen Nescio » 28.12.2019, 14:06

caipirinha11085 hat geschrieben:
28.12.2019, 12:32
Noch eine Randnotiz: Wenn jemand seinen Namen "ausgeschrieben" als "Dr. XY" angibt, werte ich das als eindeutiges Indiz, dass die Person mit dem Dr. angesprochen werden möchte.
THIS(!), verschärft dadurch, dass unter Beruf "Professor" angegeben wird. "Beamter/Angestellter" oder generisch aus dem Fachbereich gebildeter Beruf hätte es auch getan. Wer sich Ski anschnallt und auf die Piste geht, sollte sich nicht über Schnee beschweren. ;)
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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von praktikum » 29.12.2019, 01:01

1. Die Krankenkasse kommt normalerweise nicht von selber auf die Idee, den Dr. Grad auf die Karte zu drucken. Dazu muss man ihr das schon - normalerweise - schon mitteilen. Aber vielleicht hast Du die Kasse gerade gewechselt.
2. Wenn der Arzt nicht auf die persönlichen Angaben reagieren soll, dann hält man sich im Detail damit zurück. Jetzt im Nachhinein die Reaktion darauf abzusprechen erscheint bei Anderen immer inkonsequent oder sogar dispektierlich. Ich würde da gar nichts tun!

Bei den Fragebögen beim Arzt geht es nur darum, ob jemand z.B. mit schädlichen Substanzen in Kontakt kommt, Bediener schwerer Maschinen ist oder in Bereichen arbeitet, bei denen eine Ansteckung Dritter vermieden werden muss, usw.. Haltungsschäden (ständiges Sitzen, Stehen, Tragen) durch die Tätigkeit könnten eventuell von Interesse sein, aber da interessieren Details ebenfalls nicht.

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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von flip » 29.12.2019, 18:21

praktikum hat geschrieben:
29.12.2019, 01:01
1. Die Krankenkasse kommt normalerweise nicht von selber auf die Idee, den Dr. Grad auf die Karte zu drucken. Dazu muss man ihr das schon - normalerweise - schon mitteilen. Aber vielleicht hast Du die Kasse gerade gewechselt.
Die meisten PKVs haben keine Karten. Du darfst also bei jedem (neuen) Arztbesuch nach Lust und Laune mit Titeln und Berufen um dich werfen.

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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von Nomen Nescio » 29.12.2019, 20:13

flip hat geschrieben:
29.12.2019, 18:21
praktikum hat geschrieben:
29.12.2019, 01:01
1. Die Krankenkasse kommt normalerweise nicht von selber auf die Idee, den Dr. Grad auf die Karte zu drucken. Dazu muss man ihr das schon - normalerweise - schon mitteilen. Aber vielleicht hast Du die Kasse gerade gewechselt.
Die meisten PKVs haben keine Karten. Du darfst also bei jedem (neuen) Arztbesuch nach Lust und Laune mit Titeln und Berufen um dich werfen.
Wahrscheinlich braucht dort auch niemand seine/ihre Promotionsurkunde vorzulegen. (Sry, ich wäre dran erstickt. :lol: )
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Re: Anrede als Professor "abstellen"

Beitrag von dr_superman » 02.01.2020, 17:01

.. An was genau?

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