Verlag 'omniscriptum'

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nucha
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Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von nucha » 29.07.2014, 22:20

Hallo zusammen

Kennt jemand den Verlag 'omniscriptum' in Saarbrücken bzw. wisst ihr, ob die seriös arbeiten? Ich bin vor ein paar Tagen von einem Partnerverlag von denen angeschrieben worden, ob ich die Diss. bei ihnen veröffentlichen wolle. Sieht alles sehr seriös aus, aber ganz geheuer ist mir die Sache doch nicht.

Liebe Grüsse und guten Mut an euch alle!

myfunnyvalentine
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von myfunnyvalentine » 29.07.2014, 23:13

nucha hat geschrieben: Ich bin vor ein paar Tagen von einem Partnerverlag von denen angeschrieben worden, ob ich die Diss. bei ihnen veröffentlichen wolle. Sieht alles sehr seriös aus,
Ich will mal so sagen:

Ich bin vor ein Tagen vom Prinz von Namibia angeschrieben worden, ob ich 2.000.000.000 $ haben möchte – sieht alles sehr seriös aus… 


;) :blume:

nucha
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von nucha » 29.07.2014, 23:55

Habe soeben die Antwort erhalten von einer Professorin, und sie meint: Hände weg von diesem Verlag.
Der Vergleich mit den 2 Mio ist also durchaus treffend. :)

Danke und herzliche Grüsse!

Linchen88
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von Linchen88 » 30.07.2014, 10:26

Hallo zusammen :blume:

Ich stehe noch relativ am Anfang meiner Diss. Woran erkennt man denn einen unseriösen Verlag? Was "macht" ein unseriöser Verlag?

Zwonk
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von Zwonk » 30.07.2014, 18:14

@Linchen88: Einen unseriösen Verlag erkennst Du z.B. daran, daß er ungefragt auf Dich zukommt und nicht nur Deine (noch nicht fertige) Diss, sondern auch noch gleich die Master- und Bachelorarbeit veröffentlichen will. Insgesamt ist das Wort "unseriös" aber etwas mehrdeutig. Man sollte sich vor zwei Arten von Verlagen hüten.

1. Die "unseriösen" der Kategorie 1. Das sind Verlage, die auf irgendwelchen Wegen exorbitante Druckkostenzuschüsse von Dir eintreiben wollen, obwohl sie faktisch nichts tun, als ein von Dir fertig geliefertes PDF auf schlechtem Papier auszudrucken und eine ISBN draufzupappen.

2. Die "unseriösen" der Kategorie 2. Die drucken, wie ihre Kollegen, ein von Dir fertig geliefertes PDF und pappen eine ISBN drauf. Allerdings sind sie spottbillig, erzeugen also lediglich schlecht gemachte Bücher, ohne Dich dafür auch noch bis aufs Blut auszusaugen.

Seriöse Verlage erkennt man daran, daß sie ihre Bücher auch anständig bewerben, daß die wissenschaftlichen Bibliotheken die auch anschaffen, etc. In jedem Fall würde ich, wenn es soweit ist, mit Deinem DV sprechen, der kann Dich auch bei der Verlagssuche beraten. Außerdem kriegst Du ja bei der Arbeit an der Diss vielleicht eine Idee, wo Du veröffentlichen kannst. Ich veröffentliche jetzt z.B. bei einem Verlag, dessen Bücher ich öfter zitiert habe. Außerdem ist das noch ein anderes Kennzeichen für unseriöse Verlage: Bei vielen Veröffentlichungen von denen spürt man wirklich ernste Zweifel, ob man sowas zitieren will.

Linchen88
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von Linchen88 » 30.07.2014, 20:40

Danke für die ausführliche Antwort!

JuliaWittgenstein
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von JuliaWittgenstein » 20.09.2014, 08:25

Guten Morgen zusammen ;-)

ich arbeite für den AV Akademikerverlag (ein OmniScriptum-Partnerverlag) und beantworte gern alle aufgekommenen Fragen.
Es stimmt, dass wir viele Absolventen ansprechen. Wenn der kontaktierte Absolvent Interesse an einer Publikation hat, erhält er die Details zur Veröffentlichung und kann uns das Manuskript unverbindlich zusenden. Erst hier können wir sehen, ob sich die Arbeit tatsächlich zur Publikation eignet. Ist das der Fall, erhält der potentielle Autor ein Angebot zur kostenlosen Publikation. Alle anfallenden Kosten (z.B. für die ISBN und die Listung in allen wichtigen Katalogen) trägt der Verlag. Die Druckqualität war tatsächlich früher ein Problem, ist aber inzwischen sehr hochwertig.
Unser Angebot ist sehr fair, es entstehen dem Autoren keine Kosten (auch keine versteckten). Natürlich wird man mit der Veröffentlichung wissenschaflticher Literatur in der Regel nicht reich, da möchten wir keine Illusionen machen, aber in anderen Verlagen muss man für eine Publikation (z.B. einer Dissertation) als Autor bezahlen (und das oft nicht wenig).
Deshalb ist unser Angebot sehr beliebt, auch wenn unsere Vorgehensweise, aktiv auf potentielle Autoren zuzugehen, ungewöhnlich ist.

Entgegen einigen Stimmen im Netz sind Ihre Arbeiten auch ganz sicher nicht 'verloren', nachdem Sie sie bei uns veröffentlicht haben. Sie haben auch weiterhin das Recht, Ihre Arbeit kostenlos zum Download (z.B. auf dem Uni-Server oder Ihrer privaten Homepage) anzubieten, d.h. Interessenten können sich nicht nur das Inhaltsverzeichnis ansehen, sondern die komplette Arbeit. Keineswegs möchten wir als Verlag Ihnen die Arbeit 'wegnehmen'. In den AGB steht aber auch alles eindeutig drin.
Was Ihnen selbstverständlich auch nach wie vor frei steht, ist Teile Ihrer Arbeit für andere Veröffentlichungen (z.B. Paper oder Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften) zu verwenden.

Ich hoffe, ich konnte etwas für Klarheit sorgen.

Beste Grüße,
Julia Wittgenstein, AV Akademikerverlag

Carsten
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von Carsten » 11.03.2016, 14:49

Zwonk hat geschrieben: exorbitante Druckkostenzuschüsse
Wann genau ist ein Druckkostenzuschuss exorbitant? Bei einer Seitenzahl von 200 Seiten etwa und einem Angebot von 1700 € ?

Sebastian
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Re: Verlag 'omniscriptum'

Beitrag von Sebastian » 11.03.2016, 21:53

Carsten hat geschrieben:Wann genau ist ein Druckkostenzuschuss exorbitant? Bei einer Seitenzahl von 200 Seiten etwa und einem Angebot von 1700 € ?
Außer der Seitenzahl und dem Preis spielen auch die anderen von Zwonk angesprochenen Punkte eine Rolle, d.h. Qualität von Buch und Bindung (Paperback, Softcover oder Leinenband mit Fadenheftung auf säurefreiem Qualitätspapier), Reputation des und Werbung durch den Verlag (kennst jeder Deines Faches den Verlagsnamen, weil er auch Deine Lehrbücher gedruckt hat?), ...
Ein bißchen mehr zum Thema steht auch noch im redaktionellen Teil

Viel Erfolg!

Sebastian

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