PhD in Berlin (Charité)

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-julie-

PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von -julie- »

Hallo alle zusammen!

Ich wollte fragen, ob jemand von euch Erfahrung mit einem PhD an der Charité hat? Ich weiß, sie zählt zu den größten Unikliniken Europas und hat einen guten Ruf, aber wie seht ihr das? Zu Beginn war ich fest entschlossen nach meinem Masterabschluss den PhD zu machen. Aber jetzt, nachdem ich mit vielen Leuten geredet habe, scheint es immer beliebter zu werden, gleich einen normalen Job anzunehmen. Viele behaupten, dass es mittlerweile schwierig geworden ist, mit einem PhD-Abschluss einen Job zu finden bzw. hat man die gleichen Karrierechancen mit und ohne PhD und muss nicht noch 4 Jahre "Ausbildung" dran hängen. Ich weiß, am Ende muss ich selbst entscheiden, da nur ich weiß was ich will und was meine Ziele sind, aber ich bin trotzdem neugierig auf die Meinung anderer. Vielleicht war ja jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir ein ausschlaggebendes Argument bringen. ;)
Danke schon einmal und liebe Grüße!

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Green Goddess

Re: PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von Green Goddess »

Es ist dein gutes Recht, deine Ziele und mögl. Beweggründe für dich zu behalten. Du solltest dir dann aber klargemacht haben, dass dies ein ziemlicher Motivationskiller bzgl. Ratschlägen bzw Meinungsäusserungen ist. Wozu eine Meinung äussern, wenn nicht gesagt wird, wozu? Das hatten wir ja bereits vor anderthalb Wochen.
Wenn dein Ziel nach Approbation die Niederlassung ist, wirst du als Med automatisch Fr. Dr., ob du eine im qualitativen worst case mittelmässige Seminararbeit nicht ins Tutorenpostfach geworfen, sondern samt "pol. Führungszeugnis" im Promotionsbüro abgegeben hast oder auch nicht. Und eine bessere Ärztin wirst du auch nicht sein, wenn du nach stundenlangen Studien herausgefunden hast, dass bei Bluttransporten der Dauer des Transports und dem Aufrechterhalten der Kühlkette durchaus Bedeutung zukommt, nur um einen der Klassiker von Dr. med. Arbeiten zu erwähnen. ;)
Wenn dein Ziel die medizinische Forschung ist, sollte ein PhD von der Charite einen anderen Stellenwert haben als Dr. Med. oder "war aus welchen Gründen auch immer nicht interessiert, ein belangloses paper zu tippen".
Meinung habe ich ansonsten nicht dazu. (s.o.) ;)

Oh, wenn du dich unbedingt in den Wahnsinn treiben lassen willst, dann hör auf jedes Cafeteria Gerücht, ... oder frag im Internet. :lol:
flip
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Re: PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von flip »

Ich glaube nicht, dass es hier um Medizin geht. Klingt eher nach Biologie oder Psychologie.
Aber jetzt, nachdem ich mit vielen Leuten geredet habe, scheint es immer beliebter zu werden, gleich einen normalen Job anzunehmen. Viele behaupten, dass es mittlerweile schwierig geworden ist, mit einem PhD-Abschluss einen Job zu finden bzw. hat man die gleichen Karrierechancen mit und ohne PhD und muss nicht noch 4 Jahre "Ausbildung" dran hängen.
Der Satz ergibt keinen Sinn. Das würde bedeutet, dass es früher normal war, zu promovieren. Verrate uns doch erst einmal, um welches Fach es geht.
-julie-

Re: PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von -julie- »

Danke trotzdem für die Antwort! ;)
Und nein es geht nicht um Medizin, ich habe Molekulare Biotechnologie studiert.
Für mich war der größte Unterschied zwischen PhD und Fixstellung immer der Gedanke, dass man als PhD Student mehr Freiheiten hat, was die Projektplanung und Durchführung der Experimente betrifft. Man kann halt auch seine eigenen Ideen einbringen und arbeitet nicht nur für jemanden, wie es hauptsächlich bei der Fixanstellung als medizinische Technikerin wäre. Klar hängt das auch vom Team ab, manche lassen einen weniger seine eigenen Ideen einbringen, andere freuen sich über neue Ansätze.
Ein weiterer Punkt war das Gehalt und die Aufstiegschancen... wo ich mir gedacht habe, dass PhD einfach besser ist. Danach kann man noch den Post-Doc machen und auch danach gibt es noch Beförderungsmöglichkeiten. Während bei einer Fixanstellung man die ersten Jahre wahrscheinlich das gleiche Gehalt bekommt und relativ bald auf der Karriereleiter stehen bleibt.
Ein anderer Punkt, der für die Charité spricht, wäre die Auslandserfahrung, die sich im Lebenslauf immer gut macht. Wobei ich nicht weiß, ob ein Umzug von Österreich nach Deutschland als große Auslandserfahrung zählt. :wink:
Das Labor in Österreich wäre wirklich gut ausgestattet mit den modernsten Gerätschaften, während ich von der Charité anderes gehört habe. (eher noch alte Geräte, die mehr Zeit in Anspruch nehmen)
Deshalb wollte ich einfach eure Meinung bzgl. der Charité hören, ob der Ruf vielleicht doch nicht mehr so gut ist, wie er einmal war. Natürlich habe ich im Internet ebenfalls recherchiert, aber da teilen sich die Meinungen. Ich hoffe ihr könnt meine Sichtweise jetzt ein bisschen besser verstehen. :P
Green Goddess

Re: PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von Green Goddess »

-julie- hat geschrieben:...Ein anderer Punkt, der für die Charité spricht, wäre die Auslandserfahrung, die sich im Lebenslauf immer gut macht. Wobei ich nicht weiß, ob ein Umzug von Österreich nach Deutschland als große Auslandserfahrung zählt. ...
Falls dein zukünftiger Arbeitgeber in Deutschland sitzt, zählt das nicht so viel, fürchte ich. ;) (Inkompetent, über den Ruf der Charite zu urteilen^^)
FerdiFuchs
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Re: PhD in Berlin (Charité)

Beitrag von FerdiFuchs »

-julie- hat geschrieben:Für mich war der größte Unterschied zwischen PhD und Fixstellung immer der Gedanke, dass man als PhD Student mehr Freiheiten hat, was die Projektplanung und Durchführung der Experimente betrifft. Man kann halt auch seine eigenen Ideen einbringen und arbeitet nicht nur für jemanden, wie es hauptsächlich bei der Fixanstellung als medizinische Technikerin wäre. Klar hängt das auch vom Team ab, manche lassen einen weniger seine eigenen Ideen einbringen, andere freuen sich über neue Ansätze.
Wenn dieser Aspekt für dich der wichtigste Anreiz am Promovieren ist (es wäre tatsächlich ein sehr schöner, intrinsisch motivierter Anreiz), dann solltest du statt Meinungen zur Charité lieber Meinungen zu den konkreten Gruppen einholen, die für dich in Frage kommen. Empfohlen wird in diesem Fall, dass man mal Kontakt zu aktuellen oder ehemaligen Mitgliedern der Gruppe aufnimmt und sich nach den Gegebenheiten erkundigt.
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