FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch IV - ab 2021

Fragen und Antworten rund um die FH-Professur
Zeiteisen
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FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch IV - ab 2021

Beitrag von Zeiteisen »

Abgeteilt aus dem Thread für 2020...
mantor hat geschrieben: 29.12.2020, 19:43
Zeiteisen hat geschrieben: 29.12.2020, 12:57 Danke echolot für deine Meinung.

Da ist sicherlich was Wahres dran. Eine W3 an der Uni strebe ich gar nicht so sehr an. Es geht mir eher um eine W2 an der Uni die im Vergleich zur FH doch mehr Möglichkeiten zu bieten scheint. Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass Berufungszulagen zwischen 8-11 % des Grundgehalts an der Uni keine Seltenheit darstellen. An der FH dagegen gibt es häufig nur eine Pauschale von 200-300 Euro. Da es sich hier um monatliche Gehälter handelt ist das natürlich auf das Jahr gesehen eine Menge Holz. Das finde ich entsprechend schade. Sicherlich kann man vom FH Gehalt sehr gut leben, aber mit 2-3 Kindern in einer Metropole wie München oder Hamburg sieht das schon etwas anders aus. Da wäre es sicherlich für den Hauskauf von Vorteil, wenn man nochmals 300-500€ mehr im Monat verdienen könnte. Soviel eben zur Gesamtsituation.
Die Infos zu den Berufungszulagen müsste man allerdings im Einzelfall prüfen. Wenn es der erste Ruf auf eine W2 oder auch eine W3 ist, gibt es üblicherweise nur wenig Verhandlungsspielraum, auch wenn die entsprechenden Verbände einem im Beratungsgespräch oft damit kommen. Zulagen von zehn Prozent kenne ich eigentlich nur aus Berufungsverhandlungen, bei denen man jemanden von einer anderen Uni abwirbt, einen auswärtigen Ruf abwehren möchte oder aber wenn der Bewerber schon ein Projekt und damit verbunden Geld mitbringt. Ausnahmen mag es geben ...
Da ist bestimmt was dran. Klar rufen die Verbände immer bisschen mehr auf. Was mir aber aufgefallen ist, dass das durchschnittliche W2 Gehalt schon deutlich höher liegt als das eigentliche Grundgehalt. Hierüber führt der Hochschulverband ja auch Statistiken.
Zuletzt geändert von Sebastian am 15.05.2021, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thread zum Jahreswechsel geteilt.

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Grounded
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Grounded »

Zeiteisen hat geschrieben: 01.01.2021, 13:06 Da ist bestimmt was dran. Klar rufen die Verbände immer bisschen mehr auf. Was mir aber aufgefallen ist, dass das durchschnittliche W2 Gehalt schon deutlich höher liegt als das eigentliche Grundgehalt. Hierüber führt der Hochschulverband ja auch Statistiken.
Das wird wohl u. a. an den Leistungszulagen (Bspw. für Drittmittelprojekte) liegen.
Zeiteisen
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Zeiteisen »

Grounded hat geschrieben: 01.01.2021, 14:58
Zeiteisen hat geschrieben: 01.01.2021, 13:06 Da ist bestimmt was dran. Klar rufen die Verbände immer bisschen mehr auf. Was mir aber aufgefallen ist, dass das durchschnittliche W2 Gehalt schon deutlich höher liegt als das eigentliche Grundgehalt. Hierüber führt der Hochschulverband ja auch Statistiken.
Das wird wohl u. a. an den Leistungszulagen (Bspw. für Drittmittelprojekte) liegen.
Wahrscheinlich ja. Aber auch hier scheint es an der Uni der Fall zu sein, dass es mehr honoriert wird. Gerade bei den Forschungsprofessuren an den FHs sollte sich das einwerben von Drittmitteln doch auch mehr lohnen.
kruemelix
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von kruemelix »

als bisher stiller Mitleser, bei dem es langsam konkreter wird, habe ich eine recht spezielle Frage an die FH-Professoren die sich vielleicht hier och aufhalten: Wie sah es mit der Anrechnung ruhegehaltsfähiger Vordienstzeiten bzw. Ausbildungszeiten bei euch aus? Wieviele Jahre wurden angerechnet und gab es Spielraum bei der Berufungsverhandlung?

Insbesondere in BW blicke ich da nicht ganz durch. Auf der einen Seite habe ich auf der Seite des HLB (https://www.hlb.de/ziel-professur/infob ... versorgung) den Passus zur "Trennung der Alterssicherungssysteme" gefunden, welcher meinem Verständnis nach etwaige Anrechnungnen privatwirtschaftlicher Tätigkeiten nichtig macht. Auf der anderen Seite habe ich folgendes Dokument gefunden (https://www.kvbw.de/pb/site/KVBW-2017-p ... 7_2018.pdf), gemäß dem meinem Verständnis nach die folgenden Dinge anrechenbar wären
- Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im öD (bis max. 5 jahre)
- Studium bis 855 Tage
Sehe ich das richtig?
Zeiteisen
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Zeiteisen »

Wie lange gewähren FHs nach Ruferteilung Bedenkzeit? Sind es mehr als vier Wochen oder kommt dies eher selten vor? Danke
Jucy23
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Jucy23 »

Hallo,
mit der Ruferteilung kam bei mir die Einladung zur Berufungsverhandlung (ca. 3 Wochen später) und dann der Vertrag (ca. 4 Wochen später). Die Zeit bis zur eigenen Unterschrift wäre als Bedenkzeit also zur Verfügung gewesen. Oder meinst du etwas anderes als „offizielle Bedenkzeit“?
LG jucy
abc
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von abc »

Wie lange gewähren FHs nach Ruferteilung Bedenkzeit?
Bei mir waren es 6 Wochen nach dem Gespräch.

Es gibt da auch ein paar Details zu beachten, siehe https://www.hlb.de/ziel-professur/infob ... rufannahme
Zeiteisen
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Zeiteisen »

Besten Dank euch. Das reicht mir erstmal als Info. Auch die Seiten des hlb sind sehr hilfreich.
Bulu
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von Bulu »

Hallo zusammen,

hier sind wirklich viele tolle Tipps versammelt - danke dafür!

In der kommenden Woche habe ich meine erste Probelehrveranstaltung, für eine (FH-)Professur im technisch-gestalterischen Bereich. Diese ist an einer staatlichen Hochschule angesiedelt. Was die beiden Vorträge angeht fühle ich mich gut aufgestellt und freue mich darauf.

Nun probiere ich mich noch etwas besser auf das anschließende Gespräch mit der Kommision vorzubereiten. Eine mögliche Frage wäre, welche Ausstattung für Lehre/Forschung ich mir vorstelle. Zu der Professur gehört die Betreuung von 2 Laboren.

Hat jemand Erfahrung oder einen Tipp, welche Beträge da realisitisch sind (von - bis)? Werden diese Budgets pro Jahr oder pro Semester bewilligt?
Es geht besonders um die Weiterentwicklung der technischen Ausstattung in den Laboren, was ja meistens eher teuer ist....

Gibt es sonst typische Fragen in den persönlichen Gesprächen, auf die ich in jedem Fall eine Antwort bereithalten sollte?

Vielen Dank für die Hilfe! :)
abc
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch III - ab 2020

Beitrag von abc »

Disclaimer: Ich hatte in meinen Gesprächen dazu nichts und bin auch in einem anderen Fachgebiet.

Insgesamt glaube ich nicht, dass es darum geht zu sagen: "Ich will X Euro haben dafür" sondern eher darum, dass Du einen Plan oder Ideen präsentierst, was Du machen willst. Am besten mit realistischem Zeithorizont für die Realisierung und Idee für Projektanträge. Es kommt vielleicht auf das Fachgebiet an aber bei uns wird Ausstattung und Weiterentwicklung viel über Anträge gemacht.

Weißt Du wie die Labore momentan ausgestattet sind?

Vielleicht kannst Du noch ein paar Fördermöglichkeiten recherchieren die infrage kommen. Du musst ja keinen fertigen Antrag präsentieren, aber zu wissen was es so gibt und was da realistisch beantragt werden kann, das sollte gut ankommen.
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