FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

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flip
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von flip » 13.08.2018, 15:49

Zum direkten Vergleich kannst du auf der ÖD-Seite einfach das ungefähre Bruttogehalt eines Angestellten zurate ziehen.
Also bspw. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/re ... kf=&stkl=1

Das liegt etwas niedriger, da du auch die VBL-Abgabe noch hast, berücksichtigt aber nicht die Jahressonderzahlung, die ein Beamter nicht hat. Sofern es die denn bei Professoren gibt. Ich habe keine Ahnung, wie angestellte Professoren überhaupt eingestuft werden.

Von den Beamtennettogehältern einfach ~350-450€ für die PKV abziehen. Dann hast du einen groben Vergleich.

Nomen Nescio
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Nomen Nescio » 13.08.2018, 16:02

flip hat geschrieben:
13.08.2018, 15:49
Von den Beamtennettogehältern einfach ~350-450€ für die PKV abziehen. Dann hast du einen groben Vergleich.
PKV sollte grösstenteils steuerlich absetzbar sein, das müsste noch rein- bzw rausgerechnet werden, sind halt je nach pers. Steuersatz 150-200€.
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Phia123 » 15.08.2018, 12:57

Ich habe noch eine Frage zur Anrede in den Anschreiben bei der Bewerbung. Als Ansprechpartnerin ist eine Sekretärin angegeben, leider kein anderer Name. Nun hatte ich bei ihr angerufen um eventuell noch einen Namen herauszugeben an den ich das Schreiben richten kann und weil ich sowieso noch andere Fragen hatte. Sie hat mir leider keinen weiteren Namen nennen können/wollen. Ich überlege jetzt den Dekan oder den Präsidenten mit anzusprechen. Wie macht ihr das und würdet ihr eher den Präsidenten oder den Dekan ansprechen?

Ich überlege es so zu lösen:
"Sehr geehrter Herr Dekan/Präsident Professor XY,
sehr geehrte Damen und Herren,"

spirograph
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von spirograph » 16.08.2018, 17:48

Hi,

na, stand in der Ausschreibung nicht an wen das Ganze gesendet werden soll, wer das überhaupt ausschreibt? Muss ja die Sekretärin von irgendwem sein, der ggf. da mitmischt oder auftraggebend ist. Bei totalem incognito dann eben mitm Präsi/Dekan/Rektor kommen und nochn Damen u Herren dransetzen. Muss ja auch irgendne Fachrichtung/Fakultät da wichtig sein, weil die das ausschreibt; davon den Dekan/in eben mitanreden. Dieses Anschreiben lesen ja viele, wenn man das an den Obervogel da richtet, den Präsi/Kanzler noch mit und an Damen/Herren sind da alle abgedeckt. Safe dann. Wallah.

Viel Glück UND Erfolg! :-)

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Phia123 » 16.08.2018, 18:39

Die angegebene Sekretärin ist die Leiterin des Prüfungsamts. Darüber kann ich leider nichts ableiten.
Den zu meinem Institut passenden Dekan und auch den Präsidenten habe ich schon mit Namen gefunden. Du meinst ich sollte es dann an den Dekan + den Präsidenten + Damen und Herren richten?
Hmmm, stimmt eigentlich. Wenn ichs nur an den Dekan + Damen und Herren richte fühlt sich der Präsident vielleicht übergangen...
Dann nehme ich die safe Variante...

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von spirograph » 17.08.2018, 12:04

Phia123 hat geschrieben:
16.08.2018, 18:39
Du meinst ich sollte es dann an den Dekan + den Präsidenten + Damen und Herren richten?
Japp. Safe und alle mit dabei im Ringelpietz mit Anfassen.... :)

Hoffentlich klappt´s für Dich! :-)

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von xa » 19.08.2018, 18:05

Als jemand der auf beiden Seiten der Bk war: gerne an den Dekan und natürlich die werten miglieder der bk. Das sind vermutlich die einzigen, die sich deine Unterlagen genau anschauen.

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von ips » 30.08.2018, 13:16

Hallo zusammen,

nach langer Zeit des passiven Mitlesen wollte ich jetzt auch mal meine Erfahrungen mitteilen. Ich hab mit magna meine Promotion beendet, die ich komplett parallel zu meinem 40h Job gemacht habe, parallel habe ich auch noch an meinem Lehrstuhl gearbeitet und da etwas Lehrerfahrung (einige Kurse gegeben, Klausuren erstellt und korrigiert, etc) gesammelt. Mein Doktorvater hatte irgendwann die Idee, dass eine W2-Professur was für mich wäre, ich selber wäre wohl nie darauf gekommen.
Kurs nach dem Ende meiner Doktorarbeit (Anfang 2018) kam auch eine Stelle, die passen würde, allerdings gute 600km entfernt. Ich habe mich trotzdem beworben, und bin auch zum Vorsingen eingeladen worden. Das war Anfang Juli... lt. meinen internen Infos (ich kenne einen aus der BK) habe ich nen Platz unter den ersten 3 sicher, der Rest ist Glück und Können (ok. verm. Glück). Beim vorsingen hat mir die BK gesagt, dass man im September plant, dass Thema abzuschließen, es wird also demnächst spannend.
Das Vorsingen war fair, auch wenn nur quasi die BK dabei war (insgesamt 6 Mann / Frau), war also etwas schwer, dort eine Lehrprobe abzugeben.

Parallel (bei einem Spiel mit geringen Gewinnchancen muss man halt mehr spielen, um zu gewinnen) habe ich mich auf insgesamt 4 weitere Stellen beworben (quer durch Deutschland: HE, BY, NI). Hier ist aktuell noch gar nix, lt. den Vorsitzenden der BK (zwei habe ich angerufen), plant man, im Oktober mit dem Vorsingen weiter zu machen, leider habe ich von den Stellen nichts bisher gehört. Bei einigen war im Mai / Juni Ende der Bewerbung, bei den letzten Beiden auch erst im August. Es ist also wohl noch alles voll im Rahmen.

Soweit meine Erfahrungen bisher.

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von ips » 07.09.2018, 12:59

Schon wieder ich,

Ich habe gestern von meinem Doktorvater die Info gekriegt, dass er ein Gutachten schreiben soll. Das Ganze verschiebt sich also noch etwas, da die Gutachten ja jetzt erst angefordert wurden. September wird es wohl nix.

Parallel habe ich heute die Info gekriegt, dass ich auch zum Vorsingen an einer anderen HS eingeladen bin. Ist erst Ende Oktober, daher könnte es , wenn es gut läuft tatsächlich zwei mögliche Stellen geben... oder halt keine, je nachdem.

Eine Frage hätte ich jetzt: wie sieht es mit Kündigung / Wechsel der HS aus? Also ich gehe erst zur einen, dann kommt das ok von der anderen? Die zweite ist nämlich nicht 600 km weg, sondern nur 300. inhaltlich sind beide ähnlich.

Danke schon mal im Voraus

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Jack24 » 14.09.2018, 16:57

ips hat geschrieben:
07.09.2018, 12:59
Schon wieder ich,

Ich habe gestern von meinem Doktorvater die Info gekriegt, dass er ein Gutachten schreiben soll. Das Ganze verschiebt sich also noch etwas, da die Gutachten ja jetzt erst angefordert wurden. September wird es wohl nix.

Parallel habe ich heute die Info gekriegt, dass ich auch zum Vorsingen an einer anderen HS eingeladen bin. Ist erst Ende Oktober, daher könnte es , wenn es gut läuft tatsächlich zwei mögliche Stellen geben... oder halt keine, je nachdem.

Eine Frage hätte ich jetzt: wie sieht es mit Kündigung / Wechsel der HS aus? Also ich gehe erst zur einen, dann kommt das ok von der anderen? Die zweite ist nämlich nicht 600 km weg, sondern nur 300. inhaltlich sind beide ähnlich.

Danke schon mal im Voraus
Ich finde es merkwürdig, dass Dein Doktorvater zu Dir in einem Berufungsverfahren ein Gutachten schreiben soll. Das ist ein Paradebeispiel für Befangenheit, was in der Form eigentlich nicht vorkommen dürfte. Ich habe allerdings selber schon Doktor- und Habilväter in Berufungskomissionen sitzen sehen, wo dann ihre eigenen Leute Kandidaten waren und auch berufen wurden. In anderen Fällen traten Mitglieder aus der Berufungskomission zurück, sobald sich herausstellte, dass sich ihre eigenen Schüler beworben hatten und eingeladen werden sollten.

Zur anderen Frage: Jede Kommission wird daran interessiert sein, dass der/die Neue auch tatsächlich vor Ort sesshaft wird. Eine HS gegenüber der anderen vorzuziehen, weil die 300 km näher ist, erschließt sich mir nicht. Da sind andere Faktoren sicher wichtiger.

Im besten Fall überlappen sich die beiden Berufungsverhandlungen, so dass man sich das beste Ergebnis aussuchen kann. Im schlechtesten Fall zieht man nach einem Jahr erneut um.

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