Professor meint, ich sollte nicht promovieren?!

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Professor meint, ich sollte nicht promovieren?!

Beitrag von Y-GABA » 23.08.2016, 09:42

Hallo alle zusammen,

ich bin im letzten Semester meines Masterabschlusses. Im Rahmen des Masterprogrammes müssen wir Module wählen, in denen wir auch Berichte schreiben müssen. Das kennt ich sicherlich auch alle.

Nun hat sich der Professor meines letzten Moduls nach der Korrektur meines Berichtes Gedanken zu meiner Person gemacht und mir mitgeteilt, dass eine Promotion auf keinen Fall für mich in Frage kommen würde, da mir die wissenschaftlichen Grundlagen der "Immunologie" fehlen würden und ich als Doktorand nicht geeignet wäre. Als Doktorand müsse man alle Fragestellungen alleine bearbeiten etc.
Ich fühle mich angegriffen und mache mir Gedanken, ob vielleicht an seiner Aussage etwas dran sei.
Ich muss dazu sagen, dass mir das noch nie passiert ist. Bisher waren alle Professoren und Betreuer mit meiner Leistung zufrieden.
Was meint ihr dazu? Sollte ich mir die Kritik zu Herzen nehmen und auf eine Promotion doch lieber verzichten?

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Re: Professor meint, ich sollte nicht promovieren?!

Beitrag von flip » 23.08.2016, 10:49

Das heißt dann wohl, dass du nicht bei ihm promovieren sollst und dir später gegebenenfalls die Grundlagen der Immunologie selbst aneignen musst.

In welchem Bereich willst du denn promovieren?

Paulchen
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Re: Professor meint, ich sollte nicht promovieren?!

Beitrag von Paulchen » 23.08.2016, 11:06

Es kommt ein wenig drauf an, was für einen Ruf dieser Professor hat. Wenn es ein harter Hund ist und du ansonsten immer sehr gute Leistungen gebracht hast, dann steht einer Promotion sicher nichts im Weg. Ist das allerdings kein harter Hund, sondern ein umgänglicher netter Kerl, der auch zu gut bewertet, sieht es anders aus. Bevor man an eine Dissertation denkt, sollte man zunächst bei sich selber anfangen: Meiner Meinung nach kommt es immer darauf an, ob man a) Spaß an seinem Thema hat, b) dass man während des Studiums schon sehr gute Leistungen gebracht hat und c) dass man Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten hat. Meiner Erfahrung nach gehen diese drei Kriterien Hand in Hand. Zudem sollte man als Doktorand eine gewisse Frusttoleranz mitbringen. Bringt man diese Eigenschaften nicht mit, wird es schwierig mit der Diss.
Es stellt sich auch noch die Frage, ob du bei besagtem Professor promovieren wolltest. Wenn das nicht der Fall ist, kann es dir eigentlich auch egal sein - sofern du von anderen Professoren nicht ähnliches hörst, wenn es um eine Diss. geht.

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