Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

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Wolfgang

Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

Beitrag von Wolfgang »

Hallo zusammen,

ich bin gerade am Bewerben für Doktorandenstellen und sehe oft, dass die Arbeitgeber sich über Erfahrungen im Bereich Drittmittel-Anträge freuen würden. Jetzt überlege ich da mal ein Seminar oder einen Workshop zu belegen. Könnte im Zweifel mal die nötige Nasenlänge Vorsprung bringen in einem Auswahlverfahren.
Eine komplette Ausbildung zum "EU-Fundraiser" muss es jetzt nicht gleich sein, eher was maximal zwei drei Tage dauerndes.

Natürlich kann man sich trefflich darüber ärgern und streiten, dass man als Wissenschaftler solche fachfremden Fähigkeiten mitbringen muss, aber hilft ja nix. :wink:

Ich hab im Bereich Werbung/Öffentlichkeitsarbeit durchaus Erfahrung und daher hier keine großen Berührungsängste.

Für Tipps und Hinweise auf Fortbildungen, Webinare o. Ä. wäre ich dankbar!
Eine gutes Buch zum Thema lesen hilft natürlich auch, lässt sich aber schwer in der Bewerbung darstellen. :?

Schönen Gruß

Wolfgang
Zuletzt geändert von Sebastian am 05.07.2016, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Betreff für die SuMa ergänzt

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MadAndEvil
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Re: Bewerbungschancen verbessern, Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung

Beitrag von MadAndEvil »

Meinst du wirklich, für den Arbeitgeber spielt es irgendeine Rolle, ob du einen Fortbildungskurs absolviert hast? Ich würde eher denken, man erwartet praktische Erfahrung in diesem Bereich. Bei uns an der Uni gibt es zwar solche Kurse (gibt's an deiner bestimmt auch), aber erst für Postdocs. Ich habe im Rahmen eines Forschungsmanagementprogramms Workshops zur Antragsstellung besucht, mit der Information konnte ich allerdings wenig anfangen, bis ich in ein Antragsstellungverfahren involviert wurde. Schau dir doch mal die Leitfaden der DFG und der EU für die Antragstellung. Vielleicht hilft dir das schon mal weiter.
LG
Doc-Wolfi

Re: Bewerbungschancen verbessern, Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung

Beitrag von Doc-Wolfi »

Ja, die aktive Mitwirkung an einem Antrag ist definitiv die bessere Qualifikation. Bei diesen Schulungen bekommt man sowieso quasi die Informationen vorgelesen, die auch auf der Webseite des Geldgebers oder der Ausschreibung stehen.
Viele Grüße, Wolfi
Wolfgang

Re: Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

Beitrag von Wolfgang »

Danke für eure Beiträge!
Klar, echte Praxiserfahrung wäre besser, aber zuerst muss ich ja mal eine entsprechende Stelle bekommen. ;-)
Es ist/wäre auch wirklich nur als kleiner Pluspunkt gedacht. Der zumindest die ernsthafte Bereitschaft signalisiert sich mit sowas rumzuschlagen.
Mal gucken was meine alte Uni so anbietet.
flip
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Re: Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

Beitrag von flip »

Wolfgang hat geschrieben:Danke für eure Beiträge!
Es ist/wäre auch wirklich nur als kleiner Pluspunkt gedacht. Der zumindest die ernsthafte Bereitschaft signalisiert sich mit sowas rumzuschlagen.
Mal gucken was meine alte Uni so anbietet.
Wenn du es eh nicht lassen kannst, warum fragst du dann hier nach?
Solche Seminare sind für Leute gedacht, die es tatsächlich benötigen. Also Post-Docs. Als Student lernst du dort erst einmal garnichts, weil du überhaupt keine Erfahrung mit wissenschaftlichen Publikationen hast (außer deiner Masterarbeit vielleicht).

Mag sein, dass du jetzt jeden Strohhalm auf dem Weg zur Diss ergreifen willst, aber du solltest realistisch bleiben und das tun, was dir wirklich hilft.
Paulchen
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Re: Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

Beitrag von Paulchen »

Ich kann flip nur zustimmen. Ich war schon in mehreren Kommissionen auch bei der Einstellung von WissMA beteiligt und unterhalb der PostDoc-Ebene hat noch niemand danach gefragt, ob man so eine Fortbildung gemacht hat, oder nicht. Entweder man hat schon selber Drittmittel eingeworben oder eben nicht. So ein Kurs wird, denke ich, keinem Promovenden helfen. Ich habe übrigens selber nie an einem solchen Kurs teilgenommen und schon erfolgreich Drittmittel eingeworben. Wenn man in einem guten Umfeld arbeitet, lernt man auch, wie man Drittmittel einwirbt. Helfen kann das sicher ab der PostDoc-Zeit, wenn man in Richtung Professur weitergehen möchte und größere Anträge stellen können sollte. Für mich kommt es gerade bei Doktoranden in erster Linie auf das Thema einer möglichen Diss und die Leistungen im Studium an. Dann muss es beim Vorstellungsgespräch auch noch menschlich passen.
Doc-Wolfi

Re: Bewerbungschancen verbessern durch Fortbildung zu Drittmittel-Einwerbung?

Beitrag von Doc-Wolfi »

Paulchen hat geschrieben:Helfen kann das sicher ab der PostDoc-Zeit, wenn man in Richtung Professur weitergehen möchte und größere Anträge stellen können sollte.
Das ist zu vorsichtig formuliert. Da die Unis die Budgets für die Lehrstühle immer weiter zusammenkürzen, wird Drittmitteleinwerbung unbedingt von Profs erwartet. Und wenn er das vor der Berufung noch nicht gemacht hat, dann sieht es duster aus.
Viele Grüße,
Wolfi
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