65% Promotionsstelle DFG Fragen

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Alexlein
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65% Promotionsstelle DFG Fragen

Beitrag von Alexlein » 28.04.2016, 09:38

Hallo, ihr Lieben

ich bin noch so richtig grün hinter den Ohren, was das ganze Promovieren "bedeutet".
Jemand hatte mir gesagt, man würde bezahlt, UM zu promovieren, besonders da es durch Drittmittel
finanziert ist (Kolleg-Forschergruppe des DFG).
Jetzt habe ich hier im Forum gelesen, dass jemand geschrieben hat, er würde die 50% für Arbeit
am Institut bezahlt und die sonstigen 50% könne er fürs Promovieren nutzen.
Was denn nun? Bedeutet das, eine 65% -Stelle ist von Nachteil?

Außerdem: Ich hatte schon gelesen, dass DFG-Leute eher weniger an Aufgaben im Institut wie Lehre
oder Zuarbeiten gebunden sind, da sie eben drittmittelfinanziert sind und auch nicht DEN DV/DIE DM
haben. Was ist denn eigentlich besser, nur aus Interesse? Welche Promotion hat mehr "Sinn", "Prestige"?
Die unmittelbare am Lehrstuhl oder die vom DFG?

Danke für eure Antworten!!

daherrdoggda
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Re: 65% Promotionsstelle DFG Fragen

Beitrag von daherrdoggda » 29.04.2016, 08:54

Man wird genau für das Gegenteil bezahlt, die Promotion selbst ist als Privatvergnügen der Grund für die vielen Teilzeitstellen mit voller Arbeitszeit plus Überstunden ;)

Institutsarbeit und Promotionsarbeit lassen sich kaum trennen, beides gehört die meiste Zeit zusammen. Das Institut gewinnt dich als billige Arbeitskraft und du gewinnst die Möglichkeiten der dortigen Ausstattung etc.

65% sind mehr als die immer noch weit verbreiteten 50, also schonmal mehr Vorteil als Nachteil, kommt aber aufs Fach an. In Mangelfächern gibts ja offenbar sogar 100%...

DV und DM muss jeder haben, irgendjemand muss das ganze ja zumindest auf dem Papier mal betreuen.

Wichtig ist am Ende nur, ob die Promotion abgeschlossen wurde, wie gut sie ausfiel, wie viel man publiziert und auf Kongressen vorgestellt hat. Woher das Geld kam ist nur bei besonders umkämpften Stipendien wichtig, die dann den Lebenslauf schmücken können. Ob DFG oder Institut wird aber ziemlich nachrangig sein, erstmal müssen die vorher genannten Punkte am Ende passen.

Doc-Wolfi
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Re: 65% Promotionsstelle DFG Fragen

Beitrag von Doc-Wolfi » 29.04.2016, 11:26

Das kommt darauf an...
Wenn die Arbeit, für die man bezahlt wird, mit der Promotionsarbeit übereinstimmt, hat man Glück gehabt. Bei Drittmittelprojekten ist das oft der Fall. Manche Doktoranden werden aber tatsächlich nur für die Lehre und andere Dienstleistungen für das Institut bezahlt und nicht für die Dissertation. Das hängt davon ab, was vereinbart war und welche Art der Stelle es ist.
Wolfi

LittleMonkey
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Re: 65% Promotionsstelle DFG Fragen

Beitrag von LittleMonkey » 01.05.2016, 15:55

In meinem Arbeitsvertrag ist das sogar exakt geregelt. Dort steht, dass, obwohl ich 65% bezahlt werde, 50% meiner Zeit für die Doktorarbeit vorgesehen sind. Ich weiß leider nicht, ob das überall so genau festgehalten wird, aber zumindest bei mir sind die 65% also von Vorteil. Ich muss offiziell nicht mehr Institutsarbeit als bei einer 50%-Stelle leisten, weil die 50% Arbeitszeit ja trotzdem fest im Arbeitsvertrag verankert sind, aber ich habe mehr Geld in der Tasche. (Real arbeite ich sogar mehr an meiner Doktorarbeit, als nur 50% meiner Zeit.)
Ich kenne es so, dass das auch von der DFG so gewünscht ist (also 65% Bezahlung aber nur 50% Arbeitszeit). Die Realität sieht natürlich leider nicht immer so aus...

Ich habe kaum Aufgaben neben meiner Doktorarbeit, mein Freund (50% Stelle) steckt in ein paar anderen Projekten der Abteilung mit drin, die so direkt erstmal nichts mit seiner "eigentlichen" Promotion zu tun haben. Bei einem anderen Kumpel (50% Stelle) frage ich mich bei seinen Schilderungen manchmal, wie er bei dem Workload überhaupt noch Zeit für das eigene Projekt findet und warum er das mitmacht...
Eine weitere Frage ist dann ja auch immer, wie viel man von den Nebenarbeiten hat. Bei mir ist zur Zeit nicht abzusehen, dass eine meiner Aufgaben mal eine Publikation oder so abwerfen wird, soviel ich weiß kann mein Freund mit etwas Glück zumindest eins seiner Nebenprojekte dann auch als solches in die Promotion einbinden.

Ich glaube unabhängig von der Bezahlung, kann man da einfach "Glück oder Pech" haben.

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