Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

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Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

Beitrag von LottiFrotti » 22.01.2016, 13:25

Mich treibt seit einigen Wochen eine Idee um, zu der ich gerne eure Meinungen hören würde! Und zwar:

Angenommen, eine Frau hat eine Arbeitsstelle außerhalb der Wissenschaft und promoviert extern und wird schwanger. Sie entscheidet sich dazu, 3 Jahre Elternzeit zu nehmen. Im ersten Jahr der Elternzeit erhält sie Elterngeld und bewirbt sich auf Promotionsstipendien bei Stiftungen. Ist es dann möglich, dass sie bei einer erfolgreichen Bewerbung in Jahr 2 und 3 nach der Geburt ein Stipendium erhält, obwohl sie (eben einkommensfrei) in Elternzeit ist? Danach kann sie in Jahr 4 wieder, hoffentlich promoviert, in ihren ursprünglichen Job einsteigen...

Hat jemand Erfahrungen damit, ist das möglich? Oder würde die Stipendienbewerbung abgelehnt?

LG LottiFrotti

Twinkies
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Re: Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

Beitrag von Twinkies » 22.01.2016, 19:21

Hallo LottiFrotti,

ich kann es nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit sagen, halte es aber für ziemlich ausgeschlossen. Du bekommst kein Stipendium, solange du dich in einer Vollzeit-Anstellung woanders befindest (und auch während der Elternzeit bist du ja in einem Anstellungsverhältnis mit deinem Arbeitgeber). Bei Teilzeitstellen ist es (bei manchen) Stipendiengebern möglich, ein Stipendium zu bekommen, dabei wird allerdings die Teilzeitstelle angerechnet, was bedeutet, dass sich die Stipendienhöhe natürlich verringert.
Vielleicht weiß die Frauenbeauftragte deiner Uni etwas über solche Konstellationen...
Und dann wäre noch zu klären, ob das arbeitsrechtlich überhaupt ginge, also von Seiten deines Arbeitgebers.
Sorry, ich kann dazu leider keine konkreten verbindlichen Auskünfte geben, aber ich denke, sowas müsstest du sowohl mit deinem Arbeitgeber klären, sowie bei Stipendiengebern nachfragen.
Ich kann mir allerdings absolut nicht vorstellen, dass sowas geht.

Amalia
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Re: Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

Beitrag von Amalia » 22.01.2016, 23:11

Liebe Lotti,
ich finden die Idee charmant. Aber ich habe noch nie etwas davon gehört und sehe zwei Schwierigkeiten:

1.) Die meisten Stipendien richten sich mehr oder weniger explizit an Absolventen (ohne Berufserfahrung). Bei der Studienstiftung z.B. darf der Abschluss nicht länger als 3 Jahre zurückliegen (früher sogar nur 12Monate).
2.) Die klassischen Stipendiengeber möchten Ihre Stipendiaten von Anfang an begleiten, d.h. sie nehmen in der Regel keine Doktoranden, die schon länger „rumdoktoren“. Ausnahme sind explizite Abschlussstipendien, die aber nur für wenige Monate, max. 1 Jahr gezahlt werden.

Hast Du mal versucht, Deine Frage direkt an eine Förderinstitution zu stellen?

Ich würde mich freuen, wenn Du hier über Deine Erkenntnisse berichtest.
Alles Gute!
A.

LottiFrotti
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Re: Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

Beitrag von LottiFrotti » 24.01.2016, 13:34

Danke für Eure Rückmeldungen! Ich berichte, falls ich etwas herausgefunden habe. Ich bin ebenso wie ihr eher skeptisch, da müssen ja erst einmal viele Zufälle zusammenspielen damit es überhaupt zu so einer Konstellation kommt. Und ob das dann rechtens ist, ist dann ja noch ein ganz anderes Thema... Mal sehen :)

Penguin
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Re: Familienplanung, externe Promotion und Stipendium

Beitrag von Penguin » 25.01.2016, 01:34

Hi!

Ich bin nicht auf dem Laufenden was die Stipendien angeht, aber wenn du waehrend der Elternzeit woanders arbeiten moechtest, dann brauchst du dafuer von deinem Arbeitgeber eine Erlaubnis. Ob das nur fuer "richtiges" arbeiten gilt oder auch fuer die Promotion, das kann ich dir aber leider nicht sagen. Ausserdem musst du beachten, dass man innerhalb der Elternzeit nur max 30 Stunden die Woche arbeiten darf. Ich vermute, dass du daher auch nur ein Stipendium mit 30 Std maximal annehmen darfst.

Ich drueck dir die Daumen!

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