Genaue Arbeitsweise?

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Agnes_von_Prag
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Genaue Arbeitsweise?

Beitrag von Agnes_von_Prag » 20.12.2014, 14:28

Liebe Doktoranden!
Ich möchte einen neuen Thread erstellen und zwar über eure Arbeitsweise. Ich bin eigentlich ein ziemlich systematischer Typ, aber ertappe mich immer wieder, dass ich aufgrund meines flotten Arbeitstempo Flüchtigkeits-, Tippfehler mache und ich hab gerade bei meiner Diss unglaubliche Angst davor, dass es daran scheitert. Habt ihr einige Tipps für mich?? Ich arbeite mit Citavi und versuche dort Artikel zuerst in Stichworten kurz wiederzugeben und dann wichtige Passagen wortwörtlich abzutippen, damit ich nicht hinterher direkte Zitate für meine eigenen Formulierungen halte. Das hat den Nachteil, dass ich ziemlich langsam bin und ich überlege, ob es nicht besser wäre, mir nur noch zu notieren, wo was steht. Andererseits weiß ich aber, dass ich dann beim Schreiben sehr viel Aufwand für das Suchen verwende, wo ich eigentlich am liebsten im Schreibfluss arbeite und keine Zeit mehr dafür verwenden möchten mich durch meine Ordner zu wühlen.
Wie habt ihrs denn so mit der Genauigkeit? Liest ihr euch die Artikel mehrmals durch, wie oft kontrolliert ihr das ganze? Entschuldigung die dummen Fragen, aber ich schätze, es geht euch wahrscheinlich ähnlich.
Liebe Grüße
Agnes

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Hella
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Re: Genaue Arbeitsweise?

Beitrag von Hella » 21.12.2014, 20:12

Ich arbeite auch schon seit meinem Studium mit Citavi und nutze dort die verschiedenen Wissenselemente, weil man in denen auch suchen kann, sprich alle Wissenselemente zu einem bestimmten Stichwort anzeigen. Das funktioniert mit dem Abstract-Feld ja leider nicht. Dementsprechend nutze ich das Abstrakt-Feld für den Aufbau des Buches/Aufsatzes, Argumentationsstruktur, Allgemeines etc. Alles was an Inhalt /Argumenten, Zitaten u.ä. interessant ist, bringe ich in die Wissenselemente und verschlagworte mir diese. Bei meinen Hausarbeiten hatte ich von Anfang an ja schon meine Gliederung recht fest im Kopf und habe die Kategorien nach meinen Gliederungspunkten organisiert, so dass ich nur noch Punkt für Punkt durchgehen mußte. Da ich jetzt auch noch ziemlich am Anfang meiner Diss bin, habe ich mich bei den Kategorien noch sehr zurückgehalten und nur "Methodik" Thema 1" "Thema 2" "Quelle Archiv 1"reingeschrieben.

Ansonsten habe ich mir einen Grobleitfaden geschrieben, sprich welches Unterthema ich mit welcher Frage bearbeiten möchte, welche Quellen ich suche und was für Inhalte da drin stehen sollten.

Papierturm
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Re: Genaue Arbeitsweise?

Beitrag von Papierturm » 21.12.2014, 23:53

In gewisser Weise ist / war bei mir der gewählte Nick Programm. Da ich für meinen Geschmack schon mehr als genug am Bildschirm arbeitete (Beruf + Promotion), habe ich mir alles Interessante ausgedruckt, handschriftliche Notizen dazu gemacht und dann überwiegend mit den handschriftlichen Notizen gearbeitet. Allerdings habe ich eine empirische Arbeit mit einigen Besonderheiten, daher konnte ich den theoretischen Teil der bisherigen Forschung auf einem recht hohen Syntheselevel darstellen. Ansonsten hätte ich wohl auch systematischer gearbeitet statt Papiertürme zu bauen.

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Re: Genaue Arbeitsweise?

Beitrag von chily » 26.12.2014, 13:18

Mir persönlich ist es auch sehr wichtig, dass ich meinen Schreibfluss möglichst wenig unterbrechen muss. Ich habe deswegen in Citavi fast alle Zitate wörtlich abgetippt, nur weniges zusammengefasst (eigentlich nur das, was ich wahrscheinlich eh nie brauchen werde, aber zu 5 Prozent vielleicht doch). Ich achte beim Abtippen schon darauf, keine Fehler zu machen, und werde bei der Endkorrektur jedes Zitat nochmal genau nachschlagen, das reicht. Da ich Zitate in mein Word-Dokument dann immer aus Citavi übernehme und nie nochmal abtippe, habe ich auch keine große Angst davor, mal die Fußnote zu vergessen (wenn ich indirekt zitiere, kopiere ich mir auch erst die wörtliche Passage in Citavi, habe dann schon die entsprechende Fußnote an der richtigen Stelle und den Originaltext nochmal direkt vor Augen, und ändere dann einfach den Originaltext in meine eigenen Worte.
Aufsätze lese ich eigentlich nie zweimal, einmal konzentriert muss reichen. Das Abtippen kostet mich gefühlt nicht allzuviel meiner wertvollen Zeit, denn ich tippe erstens schnell und zweitens habe ich das Gefühl, die wichtigen Stellen dann gleich besser im Kopf zu haben, wenn ich sie einmal geschrieben habe.
Meine Zitate werden mit der Gliederungsfunktion von Citavi gleich alle in die passenden Kapitel eingeordnet. Mit der Zwischenüberschriftenfunktion teile ich sie dann in diesem Kapitel nochmal in Sinnabschnitte/Themen ein und bevor ich jeden dieser Abschnitte beginne, werden diese Zitate alle in die exakte Reihenfolge gebracht, in der ich sie (meinem roten Faden folgend) brauchen werde. Das hat den Vorteil, dass ich vor dem Schreiben den Ablauf nicht nur grob, sondern schon sehr detailliert vor Augen habe; und die Zitate in der richtigen Reihenfolge helfen mir bei dieser Visualisierung bzw. "bewahren" sie für mich.

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