Erste Kontaktaufnahme mit Prof. bei Externer Promotion

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Erste Kontaktaufnahme mit Prof. bei Externer Promotion

Beitrag von marco » 17.11.2014, 16:31

Hallo zusammen,

ich selber strebe eine externe Promotion neben dem Beruf an und habe einen großen Konzern als Kooperationspartner für mein Forschungsvorhaben gewonnen, aber es fehlt mir ein Doktorvater.

Dafür habe ich ein Forschungsexposé angefertigt und bereits einige mögliche Doktorväter nach Forschungsschwerpunkt ausgesucht. Nun möchte ich jeden einzelnen anschreiben und nach einem persönlichen Gesprächstermin bitten, mein Forschungsvorhaben kurz darstellen, 2-3 Sätze zu meiner Person und ein Exposé anbieten.

Habt ihr bereits Erfahrung mit Anschreiben. Habt ihr ein paar Muster-Sätze für mich, die gut bei den Professoren angekommen sind? So könnte ich mir ein Bild machen was wichtig ist für solch eine Mail.

Vielen Dank und viele Grüße
marco

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barbara
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Re: Erste Kontaktaufnahme mit Prof. bei Externer Promotion

Beitrag von barbara » 17.11.2014, 20:09

"Mustersätze" ....?????

Ich habe nur einmal in meinem Leben einen DV gesucht - also keine statistisch relevante Erfahrung. Aber meine LEBENSERFAHRUNG sagt mir: Auf keinen Fall Mustersätze!!!! Was soll das?

Schreib, wer Du bist, was Du machst, was Du machen willst.

--> Ich bin Diplom-Meterologe, arbeite derzeit im Petrus-Konzern als Regenmacher und möchte eine Dissertation im Themenbereich "Kontakteffekte zwischen Wischerblatt und Frontscheibe in der Nano-Dimension" beginnen.

Das reicht doch!!! Zu kurz? Dann noch:

Auf Sie/Ihren Lehrstuhl bin ich durch Vitamin B/ Ihre Arbeiten zu nassen Socken.....aufmerksam geworden. (Vitamin B ist wirkungsvoller).

Alles andere wie "bereits im Kindergarten war ich bestrebt, die Verflüssigung von Sandburgen durch Regeneinfluß zu beobachten und zu beschreiben" sind überflüssig, jedenfalls dann, wenn bisher nur ein Studium absolviert wurde. Im Lebenslauf dann Noten und ausführlich die bisherigen Arbeiten,ggf Veröffentlichungen. Ausnahme (wie bei mir alter Schachtel): längere Berufstätigkeit, da ist eine Erklärung, warum man wieder wissenschaftlich arbeiten will, ganz gut.

Per Post, per mail. Oder ruf an. Oder fahre vorbei zur Sprechstundenzeit. EGAL! Die Vorlieben der Profs sind unterschiedlich, Du hast keinen Einfluss darauf. Wenn Du gerade dem eine mail schickst, der Briefpapier aus handgeschöpftem Bütten bevorzugt - dann hast Du eben Pech gehabt.

Der erste Kontakt sehr kurz halten und gleich mit Terminvorschlag (ich könnte am xx.xx. bei Ihnen sein). Terminvorschlag deshalb, weil sich damit ein endloses Hin-und her in der Abstimmung gleich erledigt und Du den Adressaten zwingst, entweder Dir abzusagen, einen anderen Termin vorzuschlagen oder anderweitig konkret zu werden, z.B zu bitten, irgendwas nachzureichen (Zeitplan, Expose etc).

Ich habe mit verschiedensten Professoren Termine vereinbart (Projekte, Fachfragen, Austausch etc..zweimal Frage nach DV, einmal nach 2. Gutachter) und nie Terminabsagen erhalten. Eine halbe Stunde hat jeder Zeit, wenn er nicht vorher aufwendig administrativ tätig werden muss. Mach einen konkreten, unaufwendigen Vorschlag. Aus meiner Erfahrung ist es einfacher, ein kurzes Gespräch mit einem Prof einzufädeln als einen Handwerker für eine dringende Reparatur ins Haus zu bekommen :-).

Und dann, wenn ihr euch gegenübersitzt, dann erst entscheidet sich, was genau draus wird!

Viel Glück!

marco
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Re: Erste Kontaktaufnahme mit Prof. bei Externer Promotion

Beitrag von marco » 18.11.2014, 09:28

Hallo Barbara,

das sind doch genau die Kniffe, die ich meinte. Einen direkten Terminvorschlag zu unterbreiten ist doch einfach genial. Ich dachte immer das könnte bei allen zu forsch sein. Aber eigentlich und gerade wenn man durch ehemalige Professoren den Kontakt genannt bekommen hat, ist ein Terminvorschlag einfach genial.

Danke für die Tipps. Mit Mustersätzen meinte ich, wie man anfangen kann. Bei mir besteht ja noch die Problematik, dass ich im Beruf stehe und das auch zum direkten Forschungsvorhaben in Verbindung steht. Daher habe ich direkt 3 Sätze mehr. Aber wie du schon sagst, den richtigen Nerv kannst du garnicht treffen. Entweder präferiert der Prof. Mails, Briefe oder du musst direkt vorbei schauen.

Vielen Dank Barbara

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