Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

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zombie777
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Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von zombie777 » 03.10.2014, 17:21

Ich weiß, dass es an jedem Institut anders aussieht, aber ich promoviere extern und werde keine Gelegenheit mehr haben, jemanden an meinem Institut zu fragen. Ich suche also ein paar Tipps. Es gibt bestimmt Gemeinsamkeiten.

Was soll ich zur Disputation mitbringen? Kaffee? Wasser? Kuchen? Sekt? Soll ich das auf den Tisch der Kommission stellen oder eher auf einen anderen Tisch draußen und nach der Disputation die Kommission einladen? (Das Problem ist: im Disputationsraum gibt es keinen zusätzlichen Tisch, wo ich das stellen könnte, draußen auch nicht wirklich...).

Und der Sekt? Soll ich es nach der Verteidigung öffnen und der Kommission Gläser reichen oder schon vor der Verteidigung ein paar Gläser mit Sekt vorbereiten und irgendwo abstellen (wie gesagt, schwierig, weil es keinen Platz dafür gibt)?

Könnten Ihr mir bitte ein paar Tipps geben? :?

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DoneXY
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von DoneXY » 03.10.2014, 17:42

Es fällt mir schwer zu glauben, dass Du niemanden an Deinem Insitut die Frage stellen kannst, was dort üblich ist. DM/DV oder Sekretariat, irgendwer wird kurzfristig telefonisch zu erreichen sein.

Bei mir war es so: An meinem Fachbereich werden die Rigorosen mehrerer Promovierenden an einem Tag erledigt. Da Rigorosen und Disputationen öffentlich sind, ist es nicht üblich, dort anzustoßen.

Üblich ist es an meinem Institut, anschließend im Sekretariat des DV mit Sekt anzustoßen. Der Sekt lag schon im Kühlschrank. Ich weiß nicht, wie er dahin gekommen ist. Da zwischen der Abgabe meiner Diss und der Benotung und dann bis zum Rigorosum extrem viel Zeit vergangen ist, hatte ich absolut keine Lust, mit irgendwem anzustoßen. Ich habe mich gleich veranschiedet.

Hätte ich mit jemanden feiern wollen, hätte ich das planen müssen. Für alle Beteiligten war der Tag meines Rigorosums ein normaler Arbeitstag. Da kann ich nicht erwarten, dass sie sich Zeit offen halten, weil evtl. es Kaffee und Kuchen oder Sekt gibt.

zombie777
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von zombie777 » 03.10.2014, 17:48

DoneXY hat geschrieben:Es fällt mir schwer zu glauben, dass Du niemanden an Deinem Insitut die Frage stellen kannst, was dort üblich ist.
Ich habe ein paar generelle Informationen bekommen. Ich weiß, dass Sekt in der Tat üblich ist. Aber ich habe meine Disputation am Vormittag. Sekt am Vormittag? Wenn Kaffee dann auf dem Tisch der Kommission gestellt?

DoneXY
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von DoneXY » 03.10.2014, 18:10

In D. wird zu den beklopptesten Zeiten Sekt getrunken. Mein Rigo war auch vormittags.

Bara
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von Bara » 03.10.2014, 18:30

Bei uns gibt es einen "Sektempfang" unmittelbar nach der Dispu. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wer den Sekt und die Gläser besorgt. :D Sollte ich vielleicht mal machen. Werde das Thema aufmerksam verfolgen.

Sapphirine
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von Sapphirine » 03.10.2014, 18:42

Da ich nicht in D promoviert habe, kann ich Dir zu den Details leider nichts sagen finde es aber schon etwas armseelig, daß die Uni nicht mal an diesem einen Tag Wasser, Kaffee und eine Flasche Sekt bereitstellen kann (bei uns gab's Mittag- und Abendessen bis zu einem gewissen Satz von der Uni bezahlt....).
Wenn Sekt üblich ist, dann würde ich das an Deiner Stelle auch so machen aber vorher schon einschenken ist keine gute Idee (weil sich ja die Kohlensäure verflüchtigt). Gibt es nicht wenigstens eine Sektretärin am Institut, die den Sekt kaltstellen könnte? Wasser während der Dispu sollte eigentlich schon sein - wird nicht mal das bereit gestellt?
Kaffee und Kuchen würde ich an Deiner Stelle lassen, vor allem wenn Du das alles selbst mitbringen mußt und wenn es sonst nicht gemacht wird, dann fällt es bestimmt nicht weiter auf.

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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von Eva » 04.10.2014, 11:40

@zombie777: Es ist doch in allererster Linie DEIN Anlass, DU bist derjenige, der Grund zum Feiern hat - und das gestaltest du so, wie es dir am besten gefällt, also an dem Ort, in der Form und mit den Leuten, mit denen du das feiern möchtest! Gerade wenn du extern und mit sehr großer Entfernung zu dem Lehrstuhl (offenbar ja nicht nur räumlich) promoviert hast, gibt es doch vielleicht gar keine große Beziehung zu diesen Leuten dort, oder? Warum dir also den Stress machen, vermeintliche Üblichkeiten zu erfüllen und deren Erwartungen zu erfüllen, wenn du das vielleichst selbst gar nicht möchtest? Ich habe aus deinem Post nicht ganz herauslesen können, ob du eigentlich auch selbst anstoßen möchtest, ist das denn so? Dann mach es trotzdem so, wie es für dich am stressfreiesten zu machen ist.

Meine Dispu fand auch 700 km von meinem Wohnort entfernt, ich hatte wenig bis keine Anbindung an die Uni und musste am nächsten Tag wieder arbeiten, d.h. nach der Prüfung noch zurückfahren. Vorbereitet hatte ich ergo nichts, habe mich nach der Prüfung von den Prüfern aber noch in eine Kneipe schleifen lassen, "weil man doch üblicherweise noch anstößt". Dort durfte ich mich erst blöd anreden lassen ("Brauchen Sie den Doktortitel beruflich denn überhaupt?" :shock: :evil: ) und wurde von den Profs dann links liegen gelassen, die sich uni-internen Themen zuwandten und mit mir gar nicht mehr sprachen. Ergo: Für mich eine sehr ärgerliche Erfahrung und reine Zeitverschwendung; ich musste einen Zug später nehmen und war erst nach Mitternacht zuhause. Insofern: Überleg dir, was DU willst, du bist diesen Leuten keine Party schuldig, wenn dir das nur Stress macht.

Meggy
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von Meggy » 04.10.2014, 19:30

Stimme im Prinzip @Eva zu - mach es so wie DU es willst, es ist DEIN Anlass :wink:
Bei uns wird üblicherweise ein kleiner Sektempfang gegeben, der aber vom Prüfling (und / oder dessen Familie) organisiert wird - vom Institut/LSt wird NIX bereit gestellt, und NEIN, nichtmal Wasser für die Prüfer (ist bei uns aber da auch üblich dass jeder, auch die Profs, sein Getränk falls nötig selbst mitbringt, in der Prüfung selbst). Ich habe das "übliche" etwas gebrochen, insofern dass es bei mir keinen Sekt gab, sondern einen speziellen Wein (von unserem befreundeten Winzer eigens dafür gekeltert :heart: ) und von der SchwieMa organisiert sehr leckere Baguette/Brote mit Gerupftem, "Winzercreme" (eine Art Käse/Quarkcreme mit Nüssen, passt halt gut zu Wein) und Wurst. Kam insg. sehr gut an, aber bei uns ist es auch für alle OK, wenn es jeder so macht wie er es will - vom teuren piekfeinen Partyservice bis zu einem Blech selbstgebackenem Obstkuchen und Tütenchips hatten wir echt schon alles :wink:

CD45
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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von CD45 » 06.10.2014, 00:36

Ich kenne es so, dass Sekt und Snacks im Verantwortungsbereich des DV liegen. Das heisst nicht, dass er es selbst besorgt, aber er beauftragt zumindest jemanden damit. Je nach DV habe ich von "nur Sekt" bis "riesen Buffet" alles gesehen. Und am Abend wurde oft ins Restaurant gegangen. (Wobei das Restaurant eigentlich immer von den Doktoranden geplant wurde, und der DV meist nur die Rechnung von sich, den Pruefern und des Doktoranden bezahlt, und der rest zahlt fuer sich selbst)

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Re: Disputation - Kaffee, Sekt und Kuchen?

Beitrag von flip » 06.10.2014, 11:48

Also bei so etwas dürfte es keine allgemeine Regel geben und ich verstehe au du nicht, warum man seinen Betreuer nicht einfach fragt.
Es gibt auch ein paar externe Doktoranden bei uns, aber ich habe noch nie einen Empfang dafür miterlebt. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich hingehen würde. Schließlich muss ich denjenigen ja auch kennen.
Es gab auch schon andere interne Doktoranden, die sich nie im Büro blicken lassen haben, zu denen ist dann auch keiner gekommen. Wenn halt die Verbindung nicht da ist, dann versucht man sie auch nicht für diese 30min herzustellen.

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