DV Hohes H-Index Vorteil oder Nachteil

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DV Hohes H-Index Vorteil oder Nachteil

Beitrag von feelfine » 28.09.2014, 21:46

Hallo,
Seit ein paar Jahren denke ich darüber nach sich zu promovieren. Ich habe mein Master schon vor ein paar Jahren gemacht und seitdem arbeite ich Vollzeit. Ich habe auch zwei Kinder. Ich möchte gern nebenberuflich promovieren. Ich weiß, dass die meistens scheitern aber wenn ich es nicht mal versuche werde ich es immer bereuen. Ich habe meine Optionen untersucht und habe mich entschieden auf eine Promotion in Ausland. Dazu fand ich eine Graduierte Kollege ( 3 Jahren Studienzeit + 1 Jahr für Dissertation ). Ich hatte auch schon eine erste Zusage und einen DV gefunden. Das Thema haben wir durchdiskutiert und ich finde es interessant aber nicht gerade spannend. Nach meine Beurteilung kann ich es ohne große Risiko schaffen (Ich schätze da die Erfolgschanchen auf ca. 70%). Das Nachteil sind die Kosten (vor allem Reisekosten) und niedriege Bekanntgrad von diese Uni (obwohl der Uni hat richtig gute Positon in Internationalen Ranking und hohe Niveau). Da ich dieses Jahr noch nicht ernst anfangen wollte, habe ich mich Zeit für Recherche und Literatur Sammeln gelassen.
Während Recherchen bin ich auf eine noch nicht publizierte FOrschung zu dem Thema gestoßen. Ich wollte meine Forschung nicht dupplizieren, also habe ich den entsprechenden Institut angeschrieben mit der Frage wie weit sind die Forschungen und was wurde genau untersucht. Aus diesen Mail hat sich eine Interessante Diskussion entwickelt und irgendwann kamen wir mit dem Prof. zu den Idee eine external PhD bei seinem Institut anzufangen. Da diese Kooperation viel lockerer wäre musste ich da nicht so oft fahren. Der Prof. scheint richtig nett zu sein, der antwortet seine Emails auch am Wochenende und spät Abends. Und das Thema das ich bei ihm untersuchen könnte wurde richtig spannend und sehr eng mit meinen Arbeit und Beruf verbunden. Der Prof ist auch von Ausland, aber sein Uni ist viel bekannter als der erste. Der Prof. selbst ist ein echte Experte in der Bereich, hat ein H-Index über 100 Points und eigentlich kennt jeden in diese Gebiet.
Und jetzt meine Frage soll ich die zweite Option als bessere sehen. Ich bin echt gespannt auf der Forschung, die Thema liegt mir sehr gut, aber ich werde meine Arbeit nicht aufgeben. Ich kann mir vorstellen dass die zweite Option viel großere Risiko mit sich bringt. Die große Name der DV bringt mir auch nicht wenn ich meine Doktor am Ende doch nicht schaffe. Habt ihr Erfahrungen mit solche Situationen. Ich bin schön bischen älter und könnte mir weitere Karriere an der Uni nicht vorstellen. Auf eine Seite freue ich mich auf diese Möglichkeit, auf andere habe ich Angst vo Versagern und dann werde ich wahrscheinlich das PhD nie wieder probieren. Was soll ich denn wählen?

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Hermaion
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Re: DV Hohes H-Index Vorteil oder Nachteil

Beitrag von Hermaion » 03.10.2014, 08:06

Wofür willst du die Doktorarbeit schreiben? Ich mein, wenn du jetzt nicht in der Wissenschaft bleiben willst und sonst auch keine weiteren Vorteile siehst, würde ich die Zeit (meine persönliche Meinung) in die Familie stecken. Falls dich diese Herausforderung aber so sehr reizt, dann würde ich definitiv bei dem H-Index Gott schreiben wollen. Seine Erfahrungen, Denkweisen und wohl Verbindungen dürften hier ausschlaggebend sein, sofern er wirklich nett ist.

bienah
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Re: DV Hohes H-Index Vorteil oder Nachteil

Beitrag von bienah » 03.10.2014, 09:06

Bedenke auch, dass es viele Vorteile hat, in eine Struktur eingebunden zu sein. So wirst du während deines Doktorats etwas geleitet und hast Austausch mit anderen Doktoranden. Gerade bei einem 100% Job und Familie wirst du im Alltag oftmals auf wenig Verständnis und Unterstützung für dein Vorhaben stossen und da ist es wichtig, noch in irgendeiner Form mit Gleichgesinnten zusammenzutreffen. Überschätze auch nicht den EInfluss eines "renommierten" Betreuers. Wenn du sowieso nicht vor Ort bist und von seinen Connections keinen direkten Nutzen ziehst bzw. später nicht im Uni-Betrieb bleiben willst, bringt es dir m.E. eigentlich nichts. Auch dass er jetzt interessiert ist und schnell auf Emails antwortet, heisst nicht, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.

Grundsätzlich schliesse ich mich meinem Vorschreiber aber an: Was ist der Grund für deine Promotionswünsche?

feelfine
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Re: DV Hohes H-Index Vorteil oder Nachteil

Beitrag von feelfine » 03.10.2014, 19:12

Danke für Eure Antworten.
Warum will ich mich promovieren. Es gibt dafür zwei Hauptgrunden (und jede Menge kleinere Grunden):
1. Ich will es für mich machen. Ich weiß es klingt komisch. Aber als ich mein Master gemacht habe, dann wollte ich noch mehr, ich wollte es vertiefen weiter gehen. Ich hatte so ein Gefühl als ob es nicht genug wäre. Da hatte ich eine Möglichkeit sich zu promovieren neben Halbtagjobs. Es war super spannend, der Thema war da, DV war super und von meine Idee begeistert. Mein Kind war noch sehr klein aber ich wollte zuerst während Elternzeit so viel wie möglich schaffen und dann neben meinen Arbeit es weiter machen. Naja es hat aber nicht so geklappt. Mein Kind mit 8 Wochen war erste mal in Krankenhaus geliefert, dann folgten mehrere Krankenhaus Aufenthalte. Ich konnte nicht arbeiten aber um diese Zeit irgendwie zu nutzen habe ich ein zweites Master gemacht. Promotion und 2 Jahre Krankenhaus wären nicht möglich. Aber ich habe mein zweites Studium als seeliches Urlaub von diese schlimme Situation betrachtet. Das Abschluss machte ich schon wenn ich wieder zurück in der Arbeit war. Mein Kind ist jetzt voll gesund. Ich bedaure jetzt nicht meine Entscheidung diese Promotion nicht zu machen. Es gab einfach die Sachen die wichtiger waren dann. Aber es bleibt in mir für immer dieses Gefühl ich konnte es machen, aber es ging nicht. Deswegen ist mein Mann auch so voll dafür, dass ich es nochmal probiere. Der meint ich werde es für immer bedauern.
2. Ein ganz wichtiges Grund ist natürlich mein Arbeit. Als Frau/Berater/Mutter/Ausländerin gerade in Technologischen Bereich hat man nicht ganz so einfach. Was mir vor allem fehlt ist eine runde Lebenslauf (ja ich hatte viele Pausen). Ich hatte in meinen eigenen Land relativ schnell Karriere gemacht und dann habe ich mich in einen Deutschen verliebt und bin nach Deutschland ausgewandert. Dann habe ich wieder ein Studium in Deutschland gemacht, KInder gekriegt etc. Die Karriere mit zwei Kinder ist sowieso jetzt fraglich, aber ich möchte gern bischen ernster genommen werden und auch anspruchsvolle Projekte zu machen. Die werde ich nächste paar Jahren nicht machen können, allein deswegen weil meine Kinder noch relativ klein sind und ich nicht so flexibel bin wie meine Kollegen. Ich würde also diese paar Jahre nutzen um kleinere Projekte zu machen aber dafür auch mein PhD zu machen. Dann wenn die Kinder älter sind, könnte ich gleich in großere Projekte einsteigen. Ich will auch das Thema von meine Dissertation nutzen und damit meine Projekte noch verbessern. Das theorethische passt in diesen Fall richtig gut dazu was ich mache.
Und jetzt nochmal zu meine Dilemma: Ich will es probieren, ich werde es immer bereuen wenn ich es jetzt nicht mache.Also die Frage ist nicht ob ich promovieren soll, aber eher auf welche Weise soll ich es machen. Die Frage ist nur: Graduertienkolleg oder Extern bei bekannten Professor. Ich habe jetzt mit ex. Studenten von dem Professor gesprochen. Er soll genau so nett sein, wie ich es gehofft habe. Er ist hilfsbereit, findet immer Zeit für seine Studenten und lässt die nicht allein. Der ist schon anspruchsvoll, aber dafür betreut richtig gut. Ein kleines Problem: er hat noch nie ein externer Student gehabt, bis jetzt war es nicht möglich es bei ihm in diese Form zu machen. Deswegen hat er auch wenig Erfahrung mit diese Form von Betreuung. Die Dissertation soll bei ihm mindestens 5 Jahre dauern. Graduertienkolleg bietet mir Sistematik und ziemlich große Chance für Erfolg. Alle PhD Studenten machen es nebenberuflich, also es hängt nur von mir und nicht von externen Bedingungen ob ich es schaffe oder nicht. In meine Firma ist der Prof. nicht bekannt. Die kennen sich in diese Bereich nicht so gut, natürlich wenn ich darüber erzählen werde und es auch betone wie gut er ist, wird es ein gutes Eindruck machen. Ich habe in meine Firma eine kleine Vorgespräch mit einen von Geschäftsfürhern und ich habe das Gefühl gehabt, der hätte schon gern ein MA mit Dr. Titel, aber für ihm wäre wichtiger, dass ich es so schnell wie möglich mache als das Thema oder der DV. Ich habe aber auch von meine Branche schon was anderes gehört ... Wenn ich meine Firma für mein Projekt nicht begeistern kann, dann gäbe es vielleicht Möglichkeit es irgendwo anders zu machen. Aber das will ich zuerst nicht überlegen.

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