Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

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pamparampa
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von pamparampa » 11.09.2014, 15:32

Marmotinho hat geschrieben:
Pamparampa, da bin ich anderer Meinung: Ich hätte bzw. könnte meiner Meinung nach keinen Einspruch einlegen, wenn ein anderer meine Quellen benutzt. Ich habe doch kein Recht auf diese Quellen oder die Auswahl der Quellen. Wenn der andere alles etwas anders umschreibt, dann ist das auch kein Problem (jedenfalls aus plagiat-Sicht). Es geht doch in einer Dissertation um die Verarbeitung der Information zu etwas Neuem.
Ja, zu etwas neuem. Und wenn du alle Quellen von jemandem übernimmst und du zitierst sie um identische Thesen zu beweisen, die eine andere Person mit denselben Quellen bewiesen hat, ist das eindeutig nichts Neues sondern ein Plagiat.

Die Frage von Schneller21 ist nicht genau und es ist möglich, dass wir seine Frage unterschiedlich interpretieren und beide Recht haben.

Wie viele Quellen sind das? (Er schreibt nur "alle Quellen"). 5? 20? 40?
Wie viele Quellen wird er/sie in seiner Diss haben? Nur die, die in dem Pubmed-Artikel zitiert wurden? So stelle ich mir es vor, weil er schreibt, dass er sonst keine Quellen gefunden hat - und die Übernahme von allen Quellen, ohne andere Quellen zu analysieren ist eindeutig ein Plagiat.

Natürlich kann er ein paar Quellen übernehmen. Oder alle Quellen aus dem Artikel, wenn alle Quellen aus dem Artikel nur eine kleine Minderheit aller Quellen in seiner Arbeit darstellen werden. Aber wenn der Pubmed-Artikel 40 Quellen zitiert und Schneller21 nur diese 40 Quellen in seiner Diss verwenden will -> ein Plagiat.

Außerdem muss er die Quellen selbst analysieren.

Es überrascht mich, dass manche offensichtlich keine Ahnung haben was Plagiat ist. :fire:

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Zwonk
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von Zwonk » 11.09.2014, 15:40

Ich habe den Threadersteller so verstanden: Threadersteller liest einen Artikel aus seinem Fachgebiet, guckt durch die Literaturliste und sieht, daß da eine Menge spannende Aufsätze drin sind. Die holt er sich, liest sie und verarbeitet sie dann für seine Arbeit. Daran kann ich nichts Schlimmes dran finden. Habe ich auch so gemacht.

Wenn allerdings ein anderer Autor eine These anhand der Quellen entwickelt und der Threadersteller will eigentlich diese These haben, gibt sie als seine aus und tut so, als hätte er die selbst aus der Literatur hergeleitet, dann wäre das nach meinem Verständnis ein Plagiat - trotz Quellenangabe.

Marmotinho
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von Marmotinho » 11.09.2014, 15:43

... ich denke die Frage ist mittlerweile ausreichend beantwortet.

Oder gibt es noch eine offene (Nach-)Frage schneller21?

pamparampa
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von pamparampa » 11.09.2014, 15:48

Zwonk hat geschrieben:Ich habe den Threadersteller so verstanden: Threadersteller liest einen Artikel aus seinem Fachgebiet, guckt durch die Literaturliste und sieht, daß da eine Menge spannende Aufsätze drin sind. Die holt er sich, liest sie und verarbeitet sie dann für seine Arbeit. Daran kann ich nichts Schlimmes dran finden.
Ich auch nicht, habe auch so gemacht.

Aber "c) Ich habe stundenlang auf pubmed recherchiert und bin nicht wirklich auf super gute Quellen gekommen. Jetzt habe ich einfach mal so die Quellen eines Papers überflogen und JEDE einzelen Quelle passt PERFEKT zu meiner Dissertation. Darf ich alle diese Quellen (wirklich ALLE) dieses Papers auch in meiner Dissertation benutzen?"

Wenn jede einzelne Quelle aus diesem Artikel zu der Diss von Schneller21 passt, bedeutet das ja, dass sein Thema und das Thema des Artikels gleich oder super ähnlich sein müssen. Und dann noch alle Quellen zu übernehmen, möglicherweise ohne eigene Quellen zu haben... Extrem problematisch.

Amalia
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von Amalia » 11.09.2014, 16:13

Ein Plagiat und Geschreibsel, das aus wissenschaftlicher Perspektive wertlos ist, da es keine neuen Erkenntnisse bringt, sind aber schon zwei verschiedene Dinge! Gemeinsam ist ihnen nur, dass man für beides keinen Dr.-Titel bekommen sollte. (Auch wenn es schon mehr als einmal vorgekommen sein sollte, dass jemand für die Lektüre und korrekte Wiedergabe von 3-4 Büchern ohne eigenständige Forschungsleistung promoviert wurde.)

DoneXY
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von DoneXY » 11.09.2014, 16:43

pamparampa hat geschrieben:Es überrascht mich, dass manche offensichtlich keine Ahnung haben was Plagiat ist. :fire:
Ich habe den Eindruck, um Dein Ego zu streicheln, schiebst Du anderen Dummheiten unter.
pamparampa hat geschrieben:Außerdem muss er die Quellen selbst analysieren.
Natürlich muss er sie selber rezipieren. Die Frage des Threadstellers kann sich doch unmöglich darauf beziehen, welche und wieviel Quellen er willkürlich ins Literaturverzeichnis übernehmen kann.

schneller21
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von schneller21 » 11.09.2014, 19:37

Puhhhh! Sorry, ich war den ganzen Tag unterwegs, hier gings ja ganz schön ab! Hab mir mal alles durchgelesen.
Also, irgendhjemand meinte, ich will blind die Quellen übernehmen ohne sie gelesen zu haben und sie einfach in die Arbeit einfügen: Natürlich nicht! Sonst würde ich mir ja nicht so viele Gedanken machen, wenn ich so plump wär, und nicht extra ncoh nachfragen ob ich das darf.
mir gehts schlichtweg hier drum:
mein thema ist dem thema des papers(!), nicht der dissertation(!) des autors sehr ähnlich, er hat so und so viele einflussfaktoren auf eine bestimmte sache untersucht und das ganze in einer klinischen studie. ich wiederum entwickle eine klinische studie, die seiner sehr ähnlich ist, zwei zentrale einflussfaktoren wieder umfasst und zusätzlich eine völlig neue. ich weiß jetzt nicht, ob es dann ok ist, seine quellen zu benutzen jemand hat es hier schon gesagt: ich will kein ''strukturplagiat'', weil ich quasi ja fast das gleiche mache wie er, aber eben halt auch was neues dazu. aber wenn ich seine quellen überneme (übrigens nicht alle, aber 80 % der quellen, also..ähh 32 /40 quellen von ihm, dann schreit das doch fast nach plagiat? ich hab echt bauchschmerzen beim übernehmen dieser artikel. ABER WIE VERDAMMT HAT ER DIESE ARTIKEL GEFUNDEN, ich such imch wirklich dumm und dämlich

DoneXY
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von DoneXY » 11.09.2014, 19:43

schneller21 hat geschrieben:ABER WIE VERDAMMT HAT ER DIESE ARTIKEL GEFUNDEN, ich such imch wirklich dumm und dämlich
Vielleicht nutzt er nicht das mir unbekannte pubmed, sondern eine/'seine' Uni-Bibliothek oder eine andere Datenbank bzw. einen anderen Katalog!?

schneller21
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von schneller21 » 11.09.2014, 19:46

Ok sorry, ist mir grad erst wieder eingefallen:
Also zu a): Hab mich glaub ich komisch ausgedrückt. Also: Autor des Papers (Herr Müller) zitiert Autor der Primärquelle (Herr Schmidt), er bezieht sich also auf seine Ergebnisse aus klinischen Studien. Herr Müller schreibt: Die meisten Patienten, die operiert werden, haben Angst So. Das Gedankengut, das auf den klinischen Studien von Herrn Schmidt beruht,(nämlich, dass die meistne Pat eben Angst haben vor Operationen), gibt Herr Müller also als indirektes Zitat an. Ich brauche dieses Gedankengut aber auch für meine Arbeit, zitiere also auf jeden Fall Herr Schmidt, der ja eben die Primärquelle geschrieben hat. ABER: der satz von herr müller ist sprachlich gesehen nichts , was man wirklich umschreiben kann. Die meisten ahben eben angst. das hat aber der herr schmidt in seiner arbeit nicht so geschrieben, er hat geschrieben ''angst ist ein phänomen, das bei den meisten patienten auftritt''. muss ich jetzt wirklich zwanghaft darauf achten, dass ich selber NICHT ,,die meisten patienten die operiert werden haben angst'' schreibe, so wie herr müller? weil gedankengut geb ich an, ist von schmidt. der satz und das umformulieren der originalquelle (rein sprachlich!) ist aber ja die ,,leistung'' von dem müller. aber wie will ich so einen banalen satz großartig anders umformulieren? muss ichd as krampfhaft mit jeder aussage so machen?!


Zu a: abstract ist die kurzfassung von papers. das paper selbst kostet unglaubich viel,wirklich wirklich viel, abre das abstract gibt es umsonst. aber ich vermute schon ich darf nicht das abstract benutzen......... -.-

das ist so eine **, merke ich gerade. im medizinstudium kreuzt man 13 semester lang prüfungen ud schreibt höchstens mal stichworte in klausuren, ansosnten wird nur angekreuzt. und man schreibt 0 hausarbeiten, nix. meine letzt ewar in der 12.klasse!! doof einfach. aber was will man machen. überlege auch grade das ganze vielleicht abzubrechen weil cih mcih echt nicht kompetent fühle grade

schneller21
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Re: Primärquelle / Sekundärquelle & generell Plagiatismus

Beitrag von schneller21 » 11.09.2014, 20:09

pamparampa hat geschrieben:
Marmotinho hat geschrieben: . Der Umfang ist entscheidend.
und genau DA ist der knackpunkt. was wenn der autor des papers insgesamt 40 quellen hat. davon sind für mich alle 40 relevant, sag ich mal ganz exterm, weil er eben die hochaktuellsten forschungsergebnisse benutzt hat und unsere studien sehr ähnlich sind. ich brauch auch die hochaktuellen ergebnisse. und wenn das unangemessener umfang ist, was ist angemessener umfang? 2/40 übernehmen? 8/40? 4/40?

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