Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

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Cybarb
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von Cybarb » 27.11.2013, 15:21

Hallo,

ich würde dir zu Jura raten, aber mit dem Vorbehalt, dass ich in keinem der beiden Fächer Erfahrungen vorweisen kann.

Meines Erachtens ist Jura deutlich universeller einsetzbar, und wenn du einen interdisziplinären Bezug zu den Erziehungswissenschaften herstellst, hast du letztere ja auch noch im Boot. Und die Jura-Karriereleiter halte ich auch an sich für attraktiver, mag aber auch daran liegen, dass ich eine Aversion gegen die Erziehungswissenschaften habe.

Was einfacher und weniger zeitintensiv ist, hängt letztlich von dir, der Arbeit und deinem Umfeld ab und ist daher nicht zu beantworten. Übrigens bin ich, was diese Themen angeht, hier anscheinend in der Minderheit, da ich Einfachheit und geringe Zeitintensität als völlige legitime Kriterien ansehe, wenn man sich ein Dissertationsthema sucht. Ich halte auch die intrinsische Motivation zwar für sehr hilfreich, aber wenn jemand den Dr.Titel nur aus Karrieregründen haben will und sich nicht für sein Thema interessiert, ist mir das auch recht.

Gruß
Cyb

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Thimendius
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von Thimendius » 27.11.2013, 16:36

Cybarb hat geschrieben: in keinem der beiden Fächer Erfahrungen vorweisen kann.
Cybarb hat geschrieben:...mag aber auch daran liegen, dass ich eine Aversion gegen die Erziehungswissenschaften habe.
Also, diese beiden Sätze in Kombination finde ich einer fantastisch :lol: . Mir fehlen die Worte :oops:

Merowinger
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von Merowinger » 27.11.2013, 16:52

Cybarb hat geschrieben:Und die Jura-Karriereleiter halte ich auch an sich für attraktiver

Das bestreite ich.

Bei den Juristen ist es inzwischen so:
Es gibt zwei Arbeitsmärkte. Einen für Kandidaten mit zwei Prädikatsexamen (ggf. geht auch noch 2 x 8,x) und einen für Kandidaten mit weniger Glück in den Prüfungen (ich schreibe bewusst nicht: für die schlechteren Kandidaten...).
Der Dr. iur. kann dann evtl. als zusätzliches Gewicht in der Waagschale dienen, wenn das Doppelprädikat vorhanden ist oder er kann dem Kandidaten mit weniger Glück (im 2. Examen) dennoch die Tür öffnen, wo der Nicht-Dr. keine Chance hätte. Gerade bei den konservativen Juristen ist der Dr.-Grad nach wie vor ein echtes Plus.

Es bleibt aber dabei: es gibt zu viele Juristen, die sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Da ist auch der Dr. iur. keine Garantie für fette Kohle. Es gibt auch genug promovierte Anwälte, sodass denen nicht automatisch die Tür eingerannt wird, weil der ja "besser" ist. Außerdem müsste man dann noch nach der Promotion ins Referendariat (so verstehe ich den Ausgangspost). Ob man Lust hat, sich als promovierter Jurist von dann mitunter gleich alten Kollegen (es werden oft die jungen Richter / StA etc. für die Ausbildung herangezogen) wie ein Siebtklässler behandeln zu lassen, lasse ich mal dahinstehen.

Insofern erscheint mir der promovierte Erziehungswissenschaftler mit soliden juristischen Zusatzkenntnissen vom Ansatz her attraktiver zu sein.

Cybarb
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von Cybarb » 27.11.2013, 17:03

Thimendius hat geschrieben:
Cybarb hat geschrieben: in keinem der beiden Fächer Erfahrungen vorweisen kann.
Cybarb hat geschrieben:...mag aber auch daran liegen, dass ich eine Aversion gegen die Erziehungswissenschaften habe.
Also, diese beiden Sätze in Kombination finde ich einer fantastisch :lol: . Mir fehlen die Worte :oops:
Wo liegt das Problem?

DoneXY
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von DoneXY » 27.11.2013, 17:08

Cybarb hat geschrieben:
Thimendius hat geschrieben:
Cybarb hat geschrieben: in keinem der beiden Fächer Erfahrungen vorweisen kann.
Cybarb hat geschrieben:...mag aber auch daran liegen, dass ich eine Aversion gegen die Erziehungswissenschaften habe.
Also, diese beiden Sätze in Kombination finde ich einer fantastisch :lol: . Mir fehlen die Worte :oops:
Wo liegt das Problem?
Thimendius scheint der Auffassung zu sein, dass eine Aversion nur auf Erfahrung beruhen kann und weiß offenbar leider nicht, dass Aversionen Erfahrungen auch verhindern können.

Scarly
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Re: Promotion in Jura oder Erziehungswissenschaften?

Beitrag von Scarly » 27.11.2013, 22:59

Mir stellt sich auch die Frage, wie man eine Aversion gegen eine ganze Disziplin haben kann.

Zur Ausgangsfrage des Threads bin ich ähnlicher Ansicht wie flip und Merowinger - und zwar mit Erfahrungen in beiden Disziplinen. Schneller - wenn man es denn will - geht die Promotion aber sicher in Jura, auch weil Karrierepromotionen dort eher Usus sind als in der EW (die es dort selbstverständlich auch gibt, aber man eckt damit auf jeden Fall auch schneller an).

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