Bewerbung wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Phia123
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Bewerbung wissenschaftlicher Mitarbeiter

Beitrag von Phia123 » 13.10.2015, 17:50

Hallo,
ich promoviere extern und führe dazu eine praktische Studie durch. Ich bin bis Sommer 2016 noch mit dem praktischen Teil beschäftigt. Für die Zeit danach schaue ich jetzt schon nach möglichen Stellen. Ich habe eine ausgeschriebene Stelle gesehen, die sehr gut auf mich passen würde. Die Stelle ist schon seit 5 Monaten ausgeschrieben, aber anscheinend wurde noch niemand gefunden um die Stelle zu besetzen. Ich habe es bisher verworfen mich dort zu bewerben, weil ich ja erst in 8 Monaten Vollzeit in eine Stelle einsteigen könnte. Die Stelle ist aber weiterhin ausgeschrieben, sodass ich nun doch überlege mich zu bewerben. Hat das zum jetztigen Zeitpunkt überhaupt Sinn?
Wie lange vorher sollte man sich an der Uni oder bei Forschungseinrichtungen bewerben? 2-3 Monate vorher sind glaube ich gängig (oder nicht?). Macht es erst in einigen Monaten Sinn Bewerbungen zu schreiben?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Viele Grüße und schon einmal Dank für Antworten,
Phia

Traudel
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Re: Bewerbung wissenschaftlicher Mitarbeiter

Beitrag von Traudel » 14.10.2015, 09:27

Liebe Phia,

nimm doch telefonischen Kontakt auf und schildere, dass Dich die Stelle sehr interessiert, sie Deinen Qualifikationen und Ambitionen entspricht und Du ihre Vakanz bereits seit Monaten beobachtest. Lege dar, dass Du ab Sommer 2016 eine Vollzeitbeschäftigung anstrebst, und erkundige Dich, ob Du Deine Unterlagen einreichen darfst.
Ein paar freundliche Worte und zack.

Viel Erfolg! Traudel

Natika
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Re: Bewerbung wissenschaftlicher Mitarbeiter

Beitrag von Natika » 14.10.2015, 18:24

Hallo Phia,

ich habe mich in der Abschlussphase der Diss auf Postdocstellen beworben, sprich: während ich das Manuskript überarbeitet und abgabefertig gemacht habe und grob abzusehen war, wann ich das Doktorat beenden werde. In den Anschreiben habe ich meine Situation dargelegt. In einem Fall, in dem mich die Formulierung im Ausschreibungstext stutzig gemacht hat, habe ich die Professorin im Vorfeld per Mail gefragt, ob ich mich bewerben kann; die Antwort war positiv. Meine Bilanz waren 6 Einladungen. Ich habe dann zu April 2015 eine volle Postdocstelle für 3 Jahre antreten können und hatte erst im September meine Disputatio. Das war kein Problem. Eingruppierung erfolgte bei mir aufgrund einschlägiger Erfahrungen und Qualifizierung in TVL 13, Stufe 2. Höher steige ich durch den Doktor erstmal nicht, denn in Stufe 14 kommt man (und das kommt in meinem Fachbereich nur selten vor) erst, wenn man als Promovierte(r) 3-4 Mitarbeiter innerhalb einer Forschungsgruppe anführt.

Ich würde es also versuchen und offensiv mit der Situation umgehen. Schlimmstenfalls steht in deinem Vertrag eine Aufhebungsklausel für den Fall, dass es mit der Promotion nicht klappt. Aber selbst das ist nicht immer so: bei mir fehlt sie.

Natürlich gibt es auch Stellenangebote, in denen ausdrücklich von einer abgeschlossenen herausragenden/überdurchschnittlichen Promotion die Rede ist und das Zeugnis und die Gutachten als obligatorische Bewerbungsunterlagen gefordert werden. Das ist aber in meinen 'Gewässern' nur selten der Fall, da die meisten Ausschreibenden wissen, dass das Promotionsverfahren sich lange ziehen kann und nur wenige (beinahe) Promovierte es sich leisten können, mit den Bewerbungen zu warten, bis der Doktorhut da ist.

Nur Mut und viel Erfolg bei der Fertigstellung der Diss und den Bewerbungen!!

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