Realistische Note um in Geschichtswissenschaften extern zu promovieren

Jahresarchiv
Gesperrt
Green Goddess
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Realistische Note um in Geschichtswissenschaften extern zu promovieren

Beitrag von Green Goddess » 07.10.2015, 17:05

Fakten, Fakten, Fakten, ... und an die Leser denken!
Ist die Frage allgemein?
Handelt es sich um deine alte Uni?
Beziehst du dich auf den Prof., bei dem du einen Grossteil des Haupt-/MA/Magisterstudiums absolviert hast?
Wie war euer Auskommen? Was die Note in "seinem" Bereich besser als dein Durchschnitt?
und, und, und
In der Form, in der du die Frage formuliert hast, dürften die Antworten hier (ohne dass ich Flip bevormunden wollte^^) zwischen "Kann man so allgemein nicht sagen." und "Wenn du Punkte wie Expose und Überzeugungskraft rauslassen willst, brauchen wir gar nicht darüber zu reden." liegen. ;) Im Zweifel mutiert die Note zu einer Soll-Bestimmung; Überzeugungskraft und Expose unterliegen keinem Zweifel.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

In diesem Sinne
G_G

Eva
Beiträge: 7689
Registriert: 06.07.2007, 17:35
Status: Dr. phil.
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 17 Mal

Re: Realistische Note um in Geschichtswissenschaften extern zu promovieren

Beitrag von Eva » 07.10.2015, 21:19

Nach meiner Erfahrung ist vor allem die Note der Abschlussarbeit ausschlaggebend, weniger die Gesamtnote im Examen, denn daraus lässt sich konkreter ablesen, ob dir das wissenschaftliche Arbeiten und v.a. Schreiben liegt. Wie sieht es denn da bei dir aus? Unter 2,0 sollte diese Note m.E. sein, ich kann aber natürlich nicht für Professoren sprechen.
Bild

DissSturbed
Beiträge: 1447
Registriert: 24.09.2015, 12:43
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Realistische Note um in Geschichtswissenschaften extern zu promovieren

Beitrag von DissSturbed » 08.10.2015, 12:09

Ich schließe mich meinen Vorrednern an, du müsstest tatsächlich ein paar mehr Infos preisgegeben, damit man dir helfen kann. Ob du einen potentiellen Betreuer schon kennst oder nicht, macht ja einen erheblichen Unterschied. Auch deine Motivation, warum du das Projekt Promotion angehen willst, spielt in der Betreuerfindung mit rein. Du schreibst, du willst extern promovieren, also gibt es eine Finanzierung? Das kann deine Chancen vielleicht erhöhen, weil der Prof nicht an seinen eigenen Finanztopf muss oder Mühe aufwenden muss, um dir irgendwelche Stipendiumsgutachten zu schreiben (wo du eh in der Regel nur eine Chance bei einem Abschluss unter 1,5 hättest). Andererseits könnte ein Prof bei einer externen Promotion in historischen Fächern auch argumentieren, dass dir dann die akademische Anbindung bzw. universitäre Berufserfahrung fehlt, was deinen Karrierechancen in der Wissenschaft nicht gerade dienlich ist. Wenn es dir "nur" um den Titel geht (ohne das in irgendeiner Form wertend zu meinen), kann ein Prof eine Promotion genausogut befürworten (= er kriegt Betreuungsgelder für voraussichtlich minimalen Aufwand seinerseits) wie ablehnen (= er sieht keinen Nutzen für sich durch seinen aufgewandten Betreuungsaufwand).

Meine Erfahrung entspricht der von Eva, dass die Abschlussarbeit den Ausschlag gibt, gerade in Geisteswissenschaften. Und wenn ich mich so umschaue, kenne ich niemanden, der im geisteswissenschaftlichen Bereich promoviert und eine schlechtere Abschlussarbeitsnote als 1,5 und eine Gesamtnote mit definitiv einer 1 vorm Komma hat. Bei vielen Promotionsordnungen ist auch nur eine Abschlussnote besser als 2,0 vorgesehen. Sollte deine Note voraussichtlich schlechter sein, du aber einen dir bekannten Prof im Auge hast, kann die Notenrestriktrion natürlich eine andere Rolle spielen. Hier komme ich wieder auf die Frage nach deiner Motivation zurück und gebe zu bedenken, dass Karrierechancen in der Wissenschaft ausgesprochen schlecht sind für Geisteswissenschaftler (und ich behaupte, dass die meisten Verfasser einer Promotion in historischen Fächern gerne in der Wissenschaft bleiben würden oder dass sie zumindest weiterhin im Bildungsbereich wie Bibliotheken, Museen etc. unterkommen wollen). Auch mit erfolgreicher und gut bewerteter Promotion (summa oder magna) dürfte in der Wissenschafts- und Bildungslandschaft die Note deines Studienabschlusses nicht ganz unwichtig sein. Ob 1,3 oder 1,7 ist vielleicht egal, aber ob 1,7 oder 2,5 dürfte schon einen Unterschied ausmachen. Und gerade in Geisteswissenschaften sind Abschlussnoten besser als 2,0 ja schon fast die allgemeine Regel.

Herbert
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Realistische Note um in Geschichtswissenschaften extern zu promovieren

Beitrag von Herbert » 10.10.2015, 13:40

Ich verstehe den Thread nicht. Ich sehe nur RE-Beiträge aber wo ist denn der Ursprungspost? Ist der irgendwie verloren gegangen?

Gesperrt
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag