Angst vor Kollegialprüfung

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Angst vor Kollegialprüfung

Beitrag von hatschi » 03.05.2015, 12:38

Hallo ihr Lieben,

ich bin schon eine Weile stille Mitleserin und möchte mich auf diesem Weg erstmal für die vielen hilfreichen Tipps bedanken.
Nun ist es auch bei mir soweit, die Dispuation (heißt bei uns Kollegialprüfung) steht in 14(!) Tagen ins Haus. Ich habe mehr oder weniger zufällig von dem Termin erfahren und bisher noch keine offizielle Bestätigung des Termins. Allerdings wird es wohl dabei bleiben.
Jetzt panike ich ohne Ende statt mich auf den Vortrag zu konzentrieren. Dieser soll auch "nur" 15 Minuten lang sein. Anschließend 30 - 45 Minuten Fragerunde. Ich schaff es irgendwie nicht mich auf die wesentlichen Ergebnisse zu konzentrieren. Finde alles wichtig. Aber ich scheitere schon an der Einleitung und verzettel mich in Kleinigkeiten...Dürfen in den Vortrag offizielle Statistiken, z.B. von der WHO rein, um auf das Thema hinzuführen? Oder dann doch lieber nur Text bzw. eigene Graphiken. Wieviel Zeit kann ich auf die Einleitung verwenden. Und gehört am Ende unbedingt eine Danksagung in den Vortrag?

Bei uns ist es nur üblich mit einer summa Vorbenotung zur Disputation antreten zu müssen, ansonsten hat man Einzelprüfungen bei den drei Gutachtern. Daher habe ich auch keine Dispu in meinem FB sehen können, weil das eher selten der Fall ist. (2 Kandidaten im SS)
Was mich irgendwie zusätzlich unter Druck setzt. Ich möchte jetzt niemanden enttäuschen, der scheinbar, aus mir unerfindlichen Gründen :( , große Stücke auf mich hält. Die mündliche Note fließt zu 1/3 in die Note ein. Die Gutachten darf man gar nicht einsehen.
Weiß daher auch gar nicht welche Kritikpunkte es schon gibt.

Ich brauche einfach ein paar aufmunternde Worte und ein paar Tipps zum Vortrag/ Vorbereitung auf die Fragen.

Vielen Dank!!

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itsme
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Re: Angst vor Kollegialprüfung

Beitrag von itsme » 03.05.2015, 14:52

hatschi hat geschrieben:
Ich brauche einfach ein paar aufmunternde Worte und ein paar Tipps zum Vortrag/ Vorbereitung auf die Fragen.
Lampenfieber ist Respekt vor dem Publikum und als solches etwas Gutes! Die Nervosität erfüllt einen ganz wichtigen Zweck: Sie hilft dir dein Bestes zu geben und aufmerksam zu sein - besser du bist jetzt nervös, als wenn du dich mit kalter Abgebrühtheit ordentlich blamierst. :blume:

Zu den konkreten Fragen: Das ist wieder sehr schwer zu sagen, weil es ja immer auf Gepflogenheiten des Fachs, der Uni und des Fachbereichs ankommt. Im Zweifelsfall wirst du eh' nach Gefühl gehen müssen: Findest du es richtig? Hast du ein gutes Gefühl dabei? Kannt du es begründen?

Ich persönlich würde es (vielleicht) so handhaben:
- Problem, sich auf die wesentlichen Ergebnisse zu konzentrieren: Ich würde eine Einleitung im Abstract-Stil machen (Was, warum und wie?) und dann in der Präsentation etwas von der eigentlichen Arbeit (de ja hoffentlich gelesen wurde) weggehen, z.B. indem ich eher die Relevanz in der Ergebnisse, die Kommunikationsstrategie oder den weiteren Forschungsbedarf in den Mittelpunkt rücken würde. Da sind die WHO-Statistiken doch ein guter Ansatzpunkt: Auf welches Problem weisen die hin (z.B. "Vermeidbare Mortalität aufgrund von Infektionskrankheiten")? Wo liegt der Beitrag deiner Arbeit zur Lösung des Problems (z.B. "Entwicklung von geeigneten Impfstrategien")? Was muss noch passieren, damit deine Ergebnisse zur Problemlösung beitragen können (z.B. geplante Publikationsstrategie)?
- Alles wichtig finden: Genauso soll es ja auch sein, denn sonst hättest du es ja nicht erforscht bzw. aufgeschrieben ;). Aber es schadet auch nicht, das Ganze unter "Marketing"-Gesichtspunkten zu betrachten. Was sind die Ergebnisse, die am ehsten geeignet sind, die Kinnlade nach unten klappen zu lassen? Größter Effekt, signifikant, überraschend, im Widerspruch oder in Übereinstimmung mit der Theorie? Und du kannst natürlich auch sagen, dass du unter den Ergebnissen jetzt gezielt bestimmte herausgesucht hast. So weist du nochmal daraufhin, dass da noch viiiiiel mehr ist.
- Danksagung: Kenne ich so nicht und ich persönlich würde es auch nicht machen (denn das sollen ja MEINE fünf Minuten sein :mrgreen: ). Aber auch hier wieder: Fühlst du dich gut damit? Möchtest du dich vielleicht bedanken, weil ein Gutachter deine Arbeit bereichert hat? Wenn es authentisch und ernst gemeint ist, warum nicht? Unangenehm wäre vielleicht nur, wenn du dich verpflichtet fühlst und dann nur ein par lauwarme, unglaubwürdige Worte findest.

Alles Gute & ROCK DA HOUSE!!! :blume:

hatschi
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Re: Angst vor Kollegialprüfung

Beitrag von hatschi » 03.05.2015, 19:08

Vielen Dank für deine Tipps und Hinweise :)

Ich war heute erstmal mein Outfit shoppen um einen freien Kopf zu bekommen.
Jetzt wieder ran an den Vortrag..
Werde bestimmt noch das ein oder andere Mal rumjammern, aber es hilft ja nix...

Liebe Grüße

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