Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

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PhD2015
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Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von PhD2015 » 26.02.2015, 17:05

Hallo!

Ich bräuchte mal wieder eure Hilfe *ein Hoch auf dieses Forum*.

Ich promoviere in den Naturwissenschaften (meine Arbeit verfasse ich in Englisch, amerikanisch) und habe folgende zwei Probleme/Unsicherheiten:

1. Problem

Ich habe wenige wörtliche Zitate in meiner Arbeit. In den Naturwissenschaften ist das ja eher nicht so häufig. In einigen (naturwissenschafltichen) Publikationen habe ich gesehen, dass einfach nur auf die Referenzliste verwiesen wurde. Ich hab aber gelesen, dass auch die Seitanzahl mit angegeben werden sollte und zwei gängige Möglichkeiten habe ich bisher gefunden (je nach Aufführung der Referenzen):
1. Autor-Jahr: "Zitat" (Autor, Jahr, Seitenangabe) - z.B. (Schmitt, 1999, p. 101)
2. Fussnoten: "Zitat" 1 -> dann ist am Ende der Seite Fussnote mit Autor, Jahr, Seite zu versehen

Ich arbeite aber weder mit Autor-Jahr noch mit den Fussnoten, sondern mit einem "numbered" style, also die Quelle wird im Text als [1] angegeben. Da ich auch Fussnoten im Dokument verwende - allerdings für eine andere Form von Notizen - möchte ich ungern auf Fussnoten dafür umsteigen und ich weiss auch nicht ob das sein muss. Wäre es möglich wie folgt zu zitieren: "Zitat" ([1], p.101) oder "Zitat" (Schmitt, 1999, [1], p.101) -> in der Referenzliste steht dann unter [1] die ausführliche Referenz mit Titel etc. (allerdings ohne Seitenangabe)

2. Problem:

Was ich viel häufiger habe als wörtliche Zitate sind die Einführung von Begriffen, die bekannte Forscher geprägt und eingeführt haben. Ich schreibe dann bei der ersten Erwähnung des Ausdrucks z.B.
the term "xxxx" was coined by Schmitt [1]
Findet ihr das irreführend wenn ich auch hier die gleichen Anführungszeichen benutze?! Würdet ihr andere Anführungszeichen verwenden? Gibt es eine Regelung?

Danke für eure Hilfe!!!! :coffee:

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Rondo
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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von Rondo » 27.02.2015, 14:30

1) Ich schreibe in der Informatik in der auch der numbered stil verbreitet ist (häufig sogar in deutschen Texten). Bisher hab ich immer mit "Zitat" ([1], p.101) wörtlich zitiert, und es hat sich noch keiner dran gestört. Die zweite Variante find ich inkonsistent, daher entweder komplett alles auf Autor-Jahr oder numbered.
2) Ich denke nicht dass es ein großes Problem ist die gleichen Anführungszeichen zu verwenden. Persönlich würde ich es aber einfach durch kursiv hervorheben und keine Anführungszeichen verwenden.

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von Zwonk » 27.02.2015, 15:30

@PhD2015: Nur zu den Anführungszeichen. Ich würde in jedem Fall die gleichen Anführungszeichen verwenden. Die Funktion der Anführungszeichen ist auf den ersten Blick klar und wenn Du unterschiedliche verwendest dann zwingst Du den Leser dazu, nachzugrübeln, ob das ein tieferer Sinn hintersteht oder ob das Schlamperei und Inkonsistenz ist. Übrigen ließe sich meines Erachtens die Einführung eines neuen Begriffs durchaus als sehr kurzes Kurzzitat interpretieren und damit wäre der funktionale Kontext der Anführungszeichen sowieso identisch.

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von DoneXY » 01.03.2015, 11:54

Fachbegriffe sind kein Zitate - auch keine kurzen.

Kannst Du diese Begriffe kursiv setzen? Oder in solche >>Anführungszeichen<< (ich habe die jetzt mit der Taste links neben dem Y gemacht, daher sind sie so groß, aber es gibt sie auch kleiner als Sonderzeichen).

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von Traudel » 01.03.2015, 12:36

Oh, oh, lieber PhD2015, zwei unterschiedliche Ansichten... fies diese Zitierungsangelegenheit, aber muss ja sein. Also, ich pflichte DoneXY bei! Auch wenn man ganz oft in wiss. Texten beobachtet, dass neu eingeführte Termini, hervorgehobene Ausdrücke oder auch Sogenanntes in Anführungszeichen gesetzt wird - streng genommen sind dopp. Anführungszeichen für wörtliche Zitate reserviert, so dass einzelne (hervorzuhebende) Begriffe vorzugsweise kursiv gesetzt werden sollten.
M.E. wird Dir niemand ans Bein pinkeln, wenn Du sowohl für Zitate als auch für Deine Fachausdrücke dieselben (also dopp.) Anführungszeichen nimmst - fällt eher in die Kategorie Korinthenkackerei/Klugscheißerei :D -, aber in der Wissenschaft gibt es nun mal Pedanten, die sich daran stören könnten. Safety first :roll:

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von PhD2015 » 02.03.2015, 10:15

Hallo!

Erstmal vielen, lieben Dank für eure Antworten!

Tja, da hab ich jetzt wohl die Qual der Wahl :-)
Ich habe tatsächlich auch in den letzten Tagen einige Paper gesehen, die die Fachausdrücke mit " " hervorheben... aber ihr habt schon recht - das würde zum Nachgrübeln anregen.
Sie als Kurzzitate anzugeben ist oft schwierig, weil die Begriffe oft in den Überschriften so genannt werden...also, die Angabe von Seitenanzahl wird schwierig- und somit umgeh ich auch das von Done XY dargestellte Problem.

Ja, kursiv wär toll.. nur leider sind meine Gennamen in der Thesis schon kursiv :-(... also das entfällt dann doch auch...

Also entweder >>Begriff<< oder was haltet ihr von einfachen Anführungszeichen ' Begriff ' ???? ;-)
(hab ich auch schon öfter gesehen, könnte aber natürlich leicht mit '' '' verwechselt werden)

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von Traudel » 02.03.2015, 16:59

Also, wenn man wieder mal streng ist, dann muss ich Dir von einfachen Anführungszeichen (eigentlich) ebenfalls abraten, weil diese für den Fall Zitat im Zitat reserviert sind. Tja, was bleibt dann? Fett? Naja, eher nicht so geil... müsste man zur Not nehmen. Unterstrichen darf/soll man aus typographischen/printtechnischen Gründen ja nicht. Oder halt >> ...<<
So ein Mist, dass kursiv schon besetzt ist...
Ich habe Fachtermini in meiner Arbeit ohne alles (auch nicht kursiv) stehen gelassen. Geht auch... Ist halt zudem Geschmacks- und Verlagssache.

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Re: Zitieren AE und Unterscheidung zu Fachausdrücken

Beitrag von PhD2015 » 06.03.2015, 09:21

Hey Traudel!

Vielen Dank!

Manchmal ist es gar nicht soooo schlecht keine Auswahl zu haben.. dann fällt die Entscheidung leichter ;-)

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