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Ali_Gator
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Beitrag von Ali_Gator » 16.02.2015, 22:57

Hallo,

ich habe zwei kurze Fragen:

1)
Ist es sinnvoll, doppelt zu veröffentlichen?

Gerne würde ich die Dissertation erst mal schnell online auf unserem Uniserver publizieren, um das Verfahren offiziell abzuschließen.
Anschließend kümmere ich mich in Ruhe um einen Verlag, um die Arbeit in Buchform rauszubringen.

Jetzt habe ich gehört, dass manche Verlage eine Arbeit prinzipiell nicht mehr annehmen, wenn sie schon online steht.
Stimmt das?

2)
Habe ich überhaupt eine Chance, mit einer schlechten Note einen Verlag zu finden?
Die Gutachter gaben mir cum laude und rite. Die Endnote ist rite :cry: :oops: :shock:
Allerdings bezieht sich ihre Kritik (nachdem bei externer Promotion kein Colloquium angeboten wurde und die meisten E-Mails unbeantwortet blieben... :evil: ) zumeist auf formale Fehler (z.B. Tabellen falsch beschriftet, Scree-Plot wurde ScreenPlot genannt).
Ich bin gerade dabei, die aufgelisteten Mängel auszubessern und hoffe, dass dies einen Verlag zur Annahme der Arbeit bewegt.

Ich danke schon mal im Voraus für Antworten :D
LG Ali

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epikur
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Re: Veröffentlichen

Beitrag von epikur » 17.02.2015, 01:22

Hallo liebe Kollegin,

ich denke, mit einem "rite" wirst Du bei renommierten wissenschaftlichen Verlagen keine Chance haben!
Und bevor ich bei irgendeinem Popel- Verlag viel Geld für eine Publikation zahlen würde, die schließlich keine Sau liest, fände ich die Veröffentlichung auf dem Uni- Server eine feine Alternative. Insbesondere, wenn sie dann frei zugänglich (open access) im Netz verfügbar ist.
Allerdings würde ich Dir trotzdem raten, sie zu überarbeiten und fehlerfrei hochzuladen. So oder so, ist es schließlich Deine "Visitenkarte"...!
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit von Book on Demand- Veröffentlichungen (Bspw. bei epubli etc.).
Bei der Publikation einer bereits (online) veröffentlichten Arbeit in einem Verlag kann es evtl. nutzungsrechtliche Probleme geben. Aber damit kenne ich mich nicht aus.

Wenn es tatsächlich nur Flüchtigkeitsfehler waren, die zu der Note geführt haben fände ich es übrigens sehr schade :(
War Zeitmangel der Grund?

Schöne Grüße

epikur

myfunnyvalentine
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Re: Veröffentlichen

Beitrag von myfunnyvalentine » 17.02.2015, 07:15

Inzwischen bieten viele Uni-Bibliotheken selbst eine doppelte Veröffentlichung an, d.h. auf dem Server und als Buch.
Klar – die Verlage sind dann eher klein, aber vielleicht käme das für Dich in Frage. Dieses Verfahren bietet durchaus Vorteile: DIe Arbeits, wie Epikur hervorhebt, open access verfügbar, es geht schnell, und kostet weniger als ein herkömlicher Verlag… 

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Re: Veröffentlichen

Beitrag von Koenigsportal » 17.02.2015, 09:34

Es gibt Verlage, die keine Gutachten sehen wollen und auch nicht mal die Note wissen wollen. Teilweise veröffentlichen dort auch Profs und es gibt Reihen, z.B. bei Logos oder Tectum. Über Tectum hört man mal Gutes, mal Schlechtes, ich habe mehr Gutes gehört. Mit der Note wirst Du sicher kaum eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen wollen und es scheint ja mehr ums Buch zu gehen. Da könnten diese Verlage durchaus interessant sein.

Mein persönlicher Tipp wäre ein Univerlag. Diese veröffentlichen nicht zwingend nur Arbeiten, die auch an ihrer Uni entstanden sind, und sie sind flexibel hinsichtlich der verschiedenen Publikationsmodelle. Im Vordergrund steht es, wissenschaftliche Ergebnisse zu veröffentlichen und nicht Gewinn zu erzielen.
"Do what you can, with what you've got, where you are." (Th. Roosevelt)

Ali_Gator
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Re: Veröffentlichen

Beitrag von Ali_Gator » 18.02.2015, 22:43

Danke für die Ratschläge & nette Begrüßung @epikur :)
Ich bin immer noch unschlüssig, habe aber schon wegen meines umfangreicheren Überarbeitungskataloges auch noch etwas Zeit zur Entscheidungsfindung.
"Wenn es tatsächlich nur Flüchtigkeitsfehler waren, die zu der Note geführt haben fände ich es übrigens sehr schade :(
War Zeitmangel der Grund?"
Ich promovierte extern und bin berufstätig (jedoch nicht als WiMi). So kam es, dass ich gewissen Formalitäten auch nicht die notwendige Beachtung schenkte... :? Die Benotung lässt sich nun nicht mehr rückgängig machen. Selbstverständlich überarbeite ich Fehler und gebe ausschließlich die aufgehübschte Version weiter...

Lucy
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Re: Veröffentlichen

Beitrag von Lucy » 19.02.2015, 13:36

Ich denke auch, dass die Online Publikation das beste Mittel ist, um erst mal fertig zu werden. Natürlich will man auch ein schönes Buch in der Hand halten! Schließlich ist es – zumindest für mich – das erste und vermutlich einzige... Aber Billig-Verlage, die alles drucken, was sie kriegen, sind ja keine gute Lösung. Vielleicht kann man sich die Option offenhalten? Ich habe gelesen, dass Hybrid-Veröffentlichungen immer mehr üblich werden...

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