Noten als Promotionsvoraussetzung

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Noten als Promotionsvoraussetzung

Beitrag von Psychotante » 20.02.2014, 00:19

Hallo liebe Leute,

ich hätte auch gern Infos zum Thema Abschlussnote und Chancen auf Arbeit in der Forschung in der Psychologie. Und zwar einfach mal allgemeiner, wie die Erfahrungen sind - auf was wird geachtet, was sind Obergrenzen des Akzeptablen, etc.

Ich bin grad noch an der Abschlussarbeit und habe auch bereits den einen oder anderen negativen Haken an meinem Lebenslauf. Ansonsten: Die Note wird bei uns wohl leider auch nicht mit Kommastelle angegeben, und ob auf dem Notenblatt dabei steht, wie denn genau gerechnet wurde, bezweifle ich... Jedenfalls werde ich, je nachdem, ob ich in der Abschlußarbeit nun eine 1,0 oder eine 4,0 bekomme auf jeden Fall zwischen 1,75 und 2,3 liegen (was in erster Linie an einer verdammten Prüfung liegt, knurr ;) ) - es wird also in jedem Fall ein "gut" auf dem Zeugnis stehen. Ich sah ja schon, dass jemand von Euch schrieb, dass die Ausschlußkriterien für Graduiertenkollegs bei 2,0 oder 2,5 lägen - aber wie sind denn generell die Erfahrungen... Ich bin eigentlich schon immer davon ausgegangen, dass ich ohne 1 vor dem Komma angesichts der Konkurrenz einpacken könne...

Das mal als mein Fragen-Einstand hier; alles weitere - auch ganz grundlegend (was sind so die Einstiegswege, Förderungsmöglichkeiten, etc. pp.) kommt dann später, bzw. finde ich hier vielleicht noch irgendwo :)

Vielen Dank und schöne Grüße
Zuletzt geändert von Sebastian am 20.02.2014, 20:41, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Thema aus dem Uralt-Thread abgeteilt.

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Psychotante
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Re: Promotion und Noten

Beitrag von Psychotante » 20.02.2014, 00:27

Oh je, Bearbeiten geht wohl nicht..? Grad noch mal geguckt, es wäre nämlich 1,6 bis 2,3... so viel Zeit muß sein :lol: Ändert nur nix an der Note "gut" :?

Zwonk
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Re: Promotion und Noten

Beitrag von Zwonk » 20.02.2014, 01:02

Das läßt sich so einfach nicht beantworten - wie bei faktisch allem im deutschen Promotionswesen können da 27 Faktoren eine Rolle spielen. Erstmal gibts verschiedene voneinander unabhängige Stellen, die an Deiner Note interessiert sein könnten:

1. Mögliche Geldgeber - z.B. Stiftungen oder sonstige Stipendiengeber - die schauen oft auf die Note. Wenn Du gedenkst, Dich anders zu finanzieren, kann Dir das aber egal sein.

2. Die Fakultät: Die Promotionsordnungen mancher Fakultäten schreiben eine Mindestnote für die Promotionszulassung vor. Durchaus nicht alle, aber manche doch. Du mußt also gucken, wie es da an der von Dir ins Auge gefassten Uni aussieht. In vielen Fällen gibts aber noch einen Zusatzparagraphen, daß der Betreuer einen Antrag stellen kann, Dich trotz schlechterer Note zuzulassen. Das solltest Du aber natürlich vorher klären und wie genau das abläuft hängt auch von der jeweils spezifischen Promotionsordnung ab.

3. Der Professor selbst: Da kann man noch weniger Allgemeines zu sagen. Manche Professoren gucken hauptsächlich aufs Exposé, andere legen großen Wert auf die Note und wieder andere haben ihre eigenen Kriterien. Wenn Du in der Situation bist, daß Du ein eigenes Exposé vorlegen kannst, wirst Du mit einem guten Exposé Deine Chancen aber meistens verbessern können. Wenn Du in einem strukturierten Programm ein eng begrenztes Thema zugewiesen bekommst, fällt diese Option natürlich flach.

Meiner Erfahrung nach hängt wirklich viel vom Professor ab. Wenn der nicht will, dann nützt es Dir auch nichts, wenn die Fakultät die Promotion zulassen würde (und ob der will hängt ja noch nichtmal nur von der Note ab). Umgekehrt haben Professoren oft die Möglichkeiten, doch Deine Zulassung durchzusetzen, auch wenn Du das formale Notenkriterium der Promotionsordnung nicht erfüllst. Du solltest also vielleicht zuerst sehen, ob Du einen Professor auftreiben kannst, den Du von Deinem Promotionsvorhaben überzeugen kannst.

Zuletzt muß ich noch sagen, daß mir der Notenbereich 1,6-2,3 nicht so schlimm erscheint. Wenn Du das Studium mit 3,7 abschließt, kann das anders aussehen, aber grundsätzlich scheint mir auch eine 2,3 keine Note zu sein, die eine Promotion von vornherein ausschließt.

flip
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Re: Promotion und Noten

Beitrag von flip » 21.02.2014, 11:10

Psychotante hat geschrieben:Oh je, Bearbeiten geht wohl nicht..? Grad noch mal geguckt, es wäre nämlich 1,6 bis 2,3... so viel Zeit muß sein :lol: Ändert nur nix an der Note "gut" :?
Auch wenn das lustig gemeint sein soll, du scheinst sehr notenfixiert zu sein. Das mag in Psychologie vielleicht allgemein im Studium so sein, aber in der Promotion eher zweitrangig. Natürlich solltest du schon "gut" sein, aber wichtig ist ebenso, dass du eine gute Abschlussarbeit abgeliefert hast und dir auch die Bearbeitung eines spezifischen Themas vorstellen kannst (und auch eins hast).
Das hebt dich von anderen Kandidaten ab, nicht dass du eine 1,8 und der anderer eine 1,9 hat.

Peterle
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Re: Noten als Promotionsvoraussetzung

Beitrag von Peterle » 06.09.2015, 22:52

Hat irgendwer Erfahrungen zu den Noten bei Stipendien? Ich kann dieses "überdurchschnittlich" nicht einschätzen :(
Abi: 1,8, BA: 1,7 und MA: 1,6 (Masterarbeit leider nur mit 2,0 bewertet).

Meint ihr ob das reicht? Mir macht die Note meiner Masterarbeit sorgen. Ansonsten habe ich (kirchliches) Ehrenamt vorzuweisen und bin allgemein ziemlich ehrgeizig. Gibt es Erfahrungswerte?

Caitlin
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Re: Noten als Promotionsvoraussetzung

Beitrag von Caitlin » 07.09.2015, 10:37

Meiner Erfahrung nach reicht meistens "gut oder besser" - entscheidender als die Note ist m.E., ob man in das Profil des Stipendiengebers passt. Wieso wird eigentlich vorab so viel darüber nachgedacht, ob dies oder jenes gut genug sei? Warum nicht erstmal bewerben und schauen, was passiert? Mehr als eine Absage kann ja nicht passieren und auch das ist dann ja kein Drama. Probieren geht über studieren.
Viel Erfolg! :blume:

Peterle
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Re: Noten als Promotionsvoraussetzung

Beitrag von Peterle » 07.09.2015, 12:01

Danke, liebe Caitlin!

Bewerben werde ich mich auf jeden Fall, man macht sich ja lediglich ein wenig Gedanken. Mir hilft schon eine kleine Einschätzung :)

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