Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englisch?

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DoneXY
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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon DoneXY » 21.11.2013, 16:37

Zwonk hat geschrieben:Mir scheint das nicht die schlechteste Lösung zu sein, die Leute, die in Frage kommen, einmal einzuladen und sie ihr Projekt in einem Vortrag vorstellen zu lassen.


Meiner Erfahrung nach ist Zeit ein Riesenproblem an der Uni, weshalb Vorstellungsgespräche i.d.R. auf ein Mindestmaß begrenzt werden.

Natürlich ist ein Bewerbungsschreiben kein verlässliches Kriterium zum Überprüfen von Sprachkenntnissen ist, noch gibt es einen Automatismus, der auf deutsch verfasste Bewerbungen bei englischsprachiger Ausschreibung rausschmeißt. Völlig idiotische Behauptungen.

Mir ging es darum, dass sich die Ausschreibenden etwas bei der Sprachwahl etwas gedacht haben.

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Zwonk
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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon Zwonk » 21.11.2013, 16:55

Ja, die Zeit ist oft problematisch. Es ist aber möglich. Bei mir war es so, daß man die Ausschreibungen gemacht, entsprechend vorsortiert und die in Frage kommenden Kandidaten eingeladen hat, damit die - als zweite Auswahlrunde - ihr Projekt in einem Vortrag vorstellen konnten. Das dauerte dann den ganzen Tag, aber es war ein doch einigermaßen verläßliches Auswahlverfahren, finde ich.

Und was die Bemerkung betrifft, man habe sich da wohl was bei gedacht: Das kann natürlich sein, aber wetten würde ich darauf nicht. Ich sichte auch gerade Ausschreibungen und mir ist das jetzt öfter vorgekommen, daß ich dieselbe Ausschreibung an einem Ort auf Englisch finde, an einem anderen dann auf Deutsch, ohne daß sich mir da eine besondere Systematik erschließen würde.

Ich denke aber, wir können so verbleiben: Man wird wohl nie was falsch machen, wenn man auf eine englischsprachige Ausschreibung auf Englisch antwortet. In Abhängigkeit von der Institution, an der man sich bewirbt, muß das aber keine absolute Pflicht sein. Und außerdem bleibe ich dabei, daß es im Zweifel nicht schadet, einfach im Sekretariat anzurufen. Meiner Erfahrung nach wissen die Leute dort meist gut Bescheid, wie die Bewerbung idealerweise abläuft.

 

 




DoneXY
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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon DoneXY » 21.11.2013, 17:09

Zwonk hat geschrieben:Und außerdem bleibe ich dabei, daß es im Zweifel nicht schadet, einfach im Sekretariat anzurufen. Meiner Erfahrung nach wissen die Leute dort meist gut Bescheid, wie die Bewerbung idealerweise abläuft.


Dem wollte ich nicht widersprechen. Prinzipiell ist ein telefonischer Kontakt bei Bewerbungen immer gut. Dass die Abschreibungen mal auf englisch mal auf deutsch sind, spricht natürlich nicht für ein stringentes Prinzip. Im Hochschulbereich kann es natürlich auch passieren, dass die Ausschreibungen zentral von einer Personstelle gemacht werden, deren Vorgaben mit den Wünschen des Lehrstuhls, an dem gearbeitet werden soll, wenig gemein haben.

Wie auch immer, wenn ich mir die Mühe einer Bewerbung mache, würde ich die Unterstellung vermeiden wollen, ich scheute mich, meine Bewerbung in der Sprache der Ausschreibung einzureichen.

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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon Sebastian » 21.11.2013, 19:13

Zwonk hat geschrieben:
DoneXY hat geschrieben:Wie sollen Deutsche sich untereinander über die Englischkenntnisse ihres Gegenüber im Klaren werden, wenn nicht in der mündl. und/oder schriftl. Kommunikation? Es hat ja nicht jede/rBewerber/in bereits nachweisbar auf Englisch veröffentlicht oder vorgetragen.

Bestimmt nicht durch das Sichten des Bewerbungsschreibens. Da die Leute meistens sehr viel Aufwand in die Abfassung dieses Schreibens stecken, möchte ich ernsthaft bezweifeln, daß sich daraus ablesen läßt, wie gut jemand z.B. in der freien wissenschaftlichen Diskussion Englisch spricht.

Auch wenn Ihr Euch schon wieder vertragen habt und mein Argument aus einem sehr deutschen Bereich, nämlich einer öffentlichen Verwaltung kommt:
Ihr glaubt gar nicht, wieviele - auch gebildete - Menschen es selbst mit dem beschriebenen sehr hohen Aufwand nicht schaffen, ein fehlerfreies Anschreiben auch nur in deutscher Sprache abzufassen. Und dabei rede ich nicht von den Feinheiten neuer und alter Rechtsschreibung, die ich selbst auch geflissentlich missachte, sondern von elementaren Grundlagen wie fehlenden ..uchstaben Oder Deppen-Grosschreibung.
Gerade heute noch hatte ich wieder solch ein Schreiben in der Hand: Es war mit Sicherheit gegengelesen worden - und dennoch fehlte auf dem einseitigen Schreiben mitten im Wort ein Buchstabe.
Darum ist m.E. das Anschreiben schon ein Beleg dafür, welche Maximalanforderungen im schriftlichen Bereich vom Kandidaten erwartet werden können. Den Alltags-Durchschnitt oder den mündlichen Bereich deckt das sicher nicht ab - aber für eine Grundstimmung des Lesers reicht es m.E. schon aus.

Gruß
Sebastian

 

 




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evobio
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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon evobio » 22.11.2013, 10:50

Stecke auch gerade in dieser Situation.

ich denke die PhD Ausschreibungen sind (wenigstens in den Naturwissenschaften) auf Englisch, damit nicht im Voraus schon gute Kandidaten ausgeschlossen werden, welche kein Deutsch sprechen/schreiben. Damit könnte man argumentieren, dass man auch auf Deutsch antworten könnte. Ich persönlich Antworte auf Englisch, da ich den Leuten zeigen will, dass ich mich im internationalen Umfeld wohl fühle. Und in meinen Ohren klingen viele fachliche Ausdrücke auf Englisch einfach profimässiger : ) Es gibt auch Vieles, das gar keine Deutsche Bezeichnung hat, deshalb ist es fast leichter die Sache auf Englisch zu beschreiben.

Aber zugegebenermassen ist es teilweise komisch wenn dann der Email Austausch mit der Deutschen Sekretärin auf Businessenglisch stattfindet. Aber man kann dann ja auch nicht plötzlich Sprache wechseln.

Auf jeden Fall alles Korrekturlesen lassen von einem native speaker, das macht man später beim wiss. Schreiben auch, das ist also ganz legal.

DoneXY
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Re: Dt. Uni, englische Ausschreibung: Anschreiben auf Englis

Beitragvon DoneXY » 22.11.2013, 11:07

evobio hat geschrieben:Aber zugegebenermassen ist es teilweise komisch wenn dann der Email Austausch mit der Deutschen Sekretärin auf Businessenglisch stattfindet. Aber man kann dann ja auch nicht plötzlich Sprache wechseln.


Das wiederum würde ich auf deutsch erledigen - zumind. wenn ich davon ausgehe, dass mein Gegenüber auch im (Arbeits-)Alltag deutsch spricht/schreibt.

Ich hatte mal einen Berufungsvortrag auf englisch. Die anschließende Diskussion und alle Gespräche waren auf deutsch. Ich bin mir sicher, keiner der Anwesenden wollte sich eine Blöße bzgl. mangelnder Englischkenntnisse und 'interessanter' Aussprache geben.

=> Es wurde erst jemand gesucht, der die vorhandene Defizite in Englisch ausgleichen sollte.


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