Promotion mit 54

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Alter Doktorand
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Alter Doktorand »

Hallo,
zunächst einmal vielen Dank für Eure Antworten. Den Antworten entnehme ich, dass einige meinen es ist unmöglich in meinem Alter zu promovieren. Andere in meinem Alter haben es auch gepackt.
Also werden wir es angehen, denn nichts ist unmöglich.

Antworten auf Eure Fragen:
Finanzierung: kein Problem
Arbeitsplatz: Vollzeitstelle in der Industrie
Thema: Demografie - Umsetzung alters gerechter Arbeitsplätze im lfd. Prod.Prozess - hier bin ich als Projektleiter eingesetzt

Danke an Orvid und Simulant für die positiven Antworten.

Frage an Orvid und Simulant, seit Ihr über das Forum an eure Kontakte gekommen od. habt ihr durch herumtelefonieren od. mailen eure Betreuer gefunden. Wenn letzteres, habt ihr da ein Skript mit beigelegt od. nur erst einmal nachgefragt ob Interesse besteht.

Gruß
Alter Doktorant

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Frodo

Re: Promotion mit 54

Beitrag von Frodo »

Hallo!

Utopisch? Vielleicht, aber bestimmt nicht unmöglich. Gäbe es keine Menschen, die an Ihre Träume glauben und diese manchmal auch verwirklichen, wären wir alle ein wenig ärmer auf dieser Erde.

In diesem Sinne wünsche ich dir, Alter Doktorand, viel Erfolg und Wille auf deinem Weg. Auch wenn er steinig sein wird und du vielleicht doch scheitern solltest, so hast du es zumindest versucht und bist um eine grosse Erfahrung reicher!

Herzlichst,
Frodo
flip
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von flip »

Noch einmal: Dein erster Anprechpartner ist nicht der Professor, sondern die Promotionsordnung der Fakultät, bzw. derjenige, der sich damit auskennt.
Anne78
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Anne78 »

Hallo "Alter" Doktorand!
Klingt doch so, als sei das, was Dir da als Promotionsprojekt vorschwebt, absolut stimmig mit dem, was Du beruflich machst. Ich sehe nicht, dass es unter diesen Umständen unmöglich sein sollte.

Einen Doktorvater/ eine Doktormutter finden: Da hilft wohl nur, sich mit google und Literaturrecherche umzutun, wer auf diesem Feld unterwegs ist. Vielleicht ist ja das WZB mit der Projektgruppe um Jutta Allmendinger ein guter Startpunkt http://www.wzb.eu/en/persons/jutta-allmendinger ? oder die Soziologie der Universität Siegen http://www.uni-siegen.de/phil/sozialwis ... ayerhofer/ ? Die passen zwar beide nicht so 100% zu Deinem Thema, aber vielleicht kommst Du von dort aus ja auf die richtige Fährte. Oder schau unter "Arbeitssoziologie", da könntest Du auch fündig werden.

An eine potentielle Betreuerin/ einen potentiellen Betreuer herantreten: Das wird hier im Forum verschiedentlich diskutiert, zuletzt hier: viewtopic.php?f=1&t=4783 Einige empfehlen, direkt anzurufen oder sich per Email zu melden, das Anliegen zu nennen und um einen persönlichen Termin zu bitten. Bei diesem Erstkontakt reicht m.E. Thema und vielleicht ein max. einseitiger Thematischer Aufriss, ein Exposé (sofern Du soweit schon bist) kann man ggf. dann später nachliefern Das wäre wohl mein Vorgehen. Reine E-Mail Kommunikation würde ich persönlich da auch nicht für den Königsweg halten.

Qualifikation für die Uni: Da fand ich den vorgeschlagenen Weg über einen einjährigen Master ja gar nicht so schlecht. Es gibt auch manchmal Kooperationen zwischen FHs und Unis (kenne ein Beispiel bei Maschinenbau), was es vielleicht einfacher mit der Anerkennung bzw. den Zulassungsvoraussetzungen macht.
Ansonsten würde ich erst einmal schauen, dass Du jemanden findest, der bereit ist, die Arbeit zu betreuen, und dann sehen, ob es einen Weg gibt, das an dessen Uni zu machen. Wenn nicht, kann diese Person Dir vielleicht helfen, eine passendere Hochschule und einen dortigen Erstbetreuer zu finden, und kann dann die Aufgabe das Zweitgutachters übernehmen.
flip hat geschrieben:Noch einmal: Dein erster Anprechpartner ist nicht der Professor, sondern die Promotionsordnung der Fakultät, bzw. derjenige, der sich damit auskennt.
Dem möchte ich widersprechen. Es ist doch absolut gegenstandslos herauszufinden, ob an einer bestimmten Uni eine Promotion technisch gesehen möglich wäre, wenn es noch niemanden gibt, der das betreuen will.

Viel Erfolg auf jeden Fall!
Elbfroggi
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Elbfroggi »

Hallo Alter Doktorand,
du könntest auch im Bereich Personal / Personalwirtschaft innerhalb der BWL gucken, die setzen sich mit solchen Themen auch auseinander, z.T. dann mit großen Überschneidungen zur Soziologie/Sozialpsychologie.
Viel Erfolg!
Rudolf Schmitt
Beiträge: 6
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Rudolf Schmitt »

An meine VorrednerInnen "flip" und "anne87": Beide Hinweise sind wichtig, es ist wenig sinnvoll, das gegeneinander auszuspielen.

a) Zum einen ist es wichtig, eine/n interessierte/n universitäre/n Betreuer/in zu finden; und da diese in der Regel nicht darauf warten, eine arbeitsintensive Nachschulung in Sachen Wissenschaft kostenfrei zu geben, sollte man mit einem differenzierten Exposé auftauchen, das zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der Angesprochenen passt, und in dem die Forschungsfrage, der Stand der Literatur zur Forschungsfrage, davon abgeleitet: die Lücke in der Literatur, denn eine Dissertation soll neues Wissen schaffen, dann die Methoden zur Erforschung etc. auf dem gegenwärtigen Stand enthalten sind. Ohne ein solches Exposé wird man in der Regel standardisierte Ablehnungen erhalten - man sollte schon ein auch für die Angesprochenen interessantes und weiterführendes Projekt anbieten.

b) Und auch der Hinweis auf die Promotionsordnung ist richtig, denn es kann sein, dass man sogar interessierte BetreuerInnen mit einem guten Exposé findet, aber diese an einer Fakultät arbeiten, welche die Promotion nach FH-Diplom-Abschluss de facto verunmöglicht. In meiner Funktion (http://dgsainfo.de/fachgruppen/promotio ... erung.html) habe ich von Promotionsordnungen, die auch das FH-Diplom vernünftig behandeln, bis hin zum zwangsweisen viersemestrigem Zusatzstudium alles gefunden; inzwischen ist beim FH-Master einiges leichter geworden, aber auch hier gibt es Promotionsordnungen, die Zusatzleistungen/Zusatzgutachten fordern. Promotionsordnungen sind nicht nach Bundesländern, auch nicht nach Universitäten, sondern nach Fakultäten verschieden - also maximale Kleinstaaterei, so dass ohne separate Lektüre der entsprechenden Ordnung ein Exposé noch nicht abgeschickt werden sollte. Die drei Anfangsaufgaben bei einer Dissertation: a) Exposé-Entwicklung, b) BetreuerInnen-Suche, c) Abklärung der formalen Möglichkeiten / Promotionsordnung - lassen sich daher kaum in eine zeitliche Reihenfolge bringen, sondern sind Prozesse, die ineinander verwoben sind.
Anne78
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Anne78 »

@Rudolf Schmitt:
Rudolf Schmitt hat geschrieben: Zum einen ist es wichtig, eine/n interessierte/n universitäre/n Betreuer/in zu finden; und da diese in der Regel nicht darauf warten, eine arbeitsintensive Nachschulung in Sachen Wissenschaft kostenfrei zu geben, sollte man mit einem differenzierten Exposé auftauchen

Mit Sicherheit, aber würdest Du es beim Erstkontakt (falls per Mail) gleich mitschicken? Oder erst einmal Kontakt aufnehmen? Falls Alter Doktorand nämlich noch Leistungsscheine beibringen muss, ist es u.U. für ein stark ausdifferenziertes Exposé noch zu früh, oder nicht? Ich sehe aber sofort den Punkt, dass man gerade mit einem FH-Hintergrund gut beraten ist zu zeigen, dass man die Standards wissenschaftlichen Schreibens und Arbeitens kennt.
Rudolf Schmitt hat geschrieben: Die drei Anfangsaufgaben bei einer Dissertation: a) Exposé-Entwicklung, b) BetreuerInnen-Suche, c) Abklärung der formalen Möglichkeiten / Promotionsordnung - lassen sich daher kaum in eine zeitliche Reihenfolge bringen, sondern sind Prozesse, die ineinander verwoben sind.
Danke, das ist richtig, trifft vielleicht auch besser, was ich sagen wollte. Ich würde halt erst nach potentiellen Betreuer_innen schauen, dann in die Promo-Ordnung schauen und evtl. trotzdem auch parallel anfragen aus dem bereits genannten Grund, dass u.U. ein Kontakt zu jemandem, der Interesse am Thema hat und sich auskennt, hilfreich beim Finden der endgültigen Betreuung sein kann (a la "bei uns geht es nicht, aber fragen sie doch mal bei xy").
DoneXY

Re: Promotion mit 54

Beitrag von DoneXY »

Anne78 hat geschrieben:Ich würde halt erst nach potentiellen Betreuer_innen schauen, dann in die Promo-Ordnung schauen und evtl. trotzdem auch parallel anfragen aus dem bereits genannten Grund, dass u.U. ein Kontakt zu jemandem, der Interesse am Thema hat und sich auskennt, hilfreich beim Finden der endgültigen Betreuung sein kann (a la "bei uns geht es nicht, aber fragen sie doch mal bei xy").
Das Problem werden die oben erwähnten unterschiedlichen Promotionsordnungen sein. Du musst davon ausgehen, dass (nahezu) kein Uni-Prof wissen wird, ob und unter welchen Bedingungen ein FH-Absolvent an der eigenen Fakultät wird promovieren können. Geschweige denn, an welcher Fakultät ggf. die Bedingungen für einen FH-Absolventen günstiger sind als an der eigenen. Ich halte auch die Wahrscheinlichkeit für sehr groß, dass der angesprochene Prof. kaum Zeit dafür aufwenden wird, dieses Thema abschließend zu klären.

Der Vorschlag von RS scheint mir daher vernünftig.
thilo38

Re: Promotion mit 54

Beitrag von thilo38 »

Moin Alter Doktorand, ich empfehle Dir den Promotionsführer für FHler, hier findest du alle Promotionsordnungen deutscher Universitäten, bewertet hinsichtlich ihrer "FH-Freundlichkeit".
http://www.ub.tu-berlin.de/index.php?id=2508
Viel Erfolg!
LG T
Zuletzt geändert von thilo38 am 09.09.2013, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
Anne78
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Re: Promotion mit 54

Beitrag von Anne78 »

@Thilo: Das ist doch mal ein guter Hinweis! Kannst Du ihn aus dem H i d e nehmen, damit es auch diejenigen sehen können, die hier bisher nicht mitgeschrieben haben bzw. nicht eingeloggt sind? Danke :blume:

@Done: Schon klar, das schätze ich auch so ein. Es ging mir hier eher um die inhaltliche Seite. Es ist meiner Erfahrung nach nicht immer einfach, durch Googlen und anhand von Publikationslisten oder FOrschungsschwerpunkten herauszufinden, wer sich für das entsprechende Themengebiet interessiert und dementsprechend für eine Betreuung infrage käme.
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