Begründung für Rückkehr-Stipendium

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Begründung für Rückkehr-Stipendium

Beitrag von tinipl » 12.05.2012, 03:27

Hallo,
ich schreibe an einem Antrag fuer ein Rueckkehr-Stipendium, und es faellt mir nicht so leicht, da meine Gruende familiaer sind, und ich hier gerade eine super tenure-track Stelle als Assistent Professor angenommen hatte, die mir einen guten Start in die Laufbahn gegeben haette. Hat jemand Ideen oder Erfahrungen was ich gut-klingendes schreiben koennte was mich motiviert meine gute Stelle aufzugeben und zurueck in ein Stipendiumsleben in Deutschland zu gehen?

Natika
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Re: Begründung für Rückkehr-Stipendium

Beitrag von Natika » 12.05.2012, 12:43

Hallo Timpi,

ich bin nicht sicher, ob ich Deine Frage richtig verstehe. Geht es um die Bewerbung für ein Rückkehrer-Programm, das sich an 'deutsche' Wissenschaftler wendet, die eine Zeit lang im Ausland gelehrt und geforscht haben? Oder bist Du auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit (in Form eines Stipendiums) für ein Promotions-, Habilitations-, Forschungsprojekt in Deutschland? Tenure-Track-Professur meint eine mit der Option auf einen Lehrstuhl, wenn ich mich richtig erinnere. Soweit ich weiß, geht das nicht ohne bereits promoviert zu sein. Ich nehme an, dass Du in den USA promoviert wurdest und dein Abschluss auch in Deutschland/ in der EU anerkannt wird.

Ohne die genaueren Umstände, den Fachbereich, das Thema und die Einrichtung, an der Du Dich bewirbst (DFG? Bundes- oder Länderprogramme, Humboldt-Stiftung) zu kennen, ist es schwer, etwas genaueres zu raten. Ich würde versuchen, Kontakte in Deutschland zu knüpfen und mich auf die mögliche Zusammenarbeit mit Forschern an einer universitären oder außeruniversitären Einrichtung in D zu berufen. Vielleicht kannst Du Empfehlungsschreiben, Einladungen und Gutachten vorlegen. Du solltest außerdem damit argumentieren, dass Du über längere Zeit hinweg Archive in D konsultieren oder bestimmte Bibliotheksbestände zur Verfügung haben musst. Ich bin Geisteswissenschaftlerin und kenne Dein Fach nicht. Vielleicht sind es bei Dir auch Labore? Das ist natürlich alles nachprüfbar, insofern solltest Du nichts frei erfinden, was so gar nicht zutrifft. Du kannst Dich außerdem auf die Wissenschaftskultur/Fachkultur berufen, die sich nach Fachbereich in Deutschland/Europa recht deutlich von der in den USA unterscheidet (so ist das etwa für die Sozial- und Politikwissenschaften und die Philosophie der Fall). Die Leute, die aus den USA nach Deutschland zurückgekommen sind, die ich persönlich kenne, haben alle eine Professur an einer deutschen Uni angenommen. Die haben Berufungsverfahren durchlaufen.

Vielleicht erzählst Du noch ein wenig mehr von Dir und andere User, die mehr Ahnung haben als ich :oops: , können Dir weiterhelfen.

Viel Erfolg
Natika

Natika
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Re: Begründung für Rückkehr-Stipendium

Beitrag von Natika » 12.05.2012, 12:48

Noch ein Nachtrag:

Es macht sich wohl ganz gut (habe ich mal gehört), wenn man nachweisen kann, dass man den Kontakt zu Deutschland im wissenschaftlichen Sinne nie so richtig abgebrochen hat. Dazu kann man auf Besuche von Tagungen/Konferenzen/Symposien in D hinweisen. Am besten mit Vortrag. Noch besser wäre es, wenn Du eine Summerschool geleitet hättest, eine Gastprofessur gehabt hättest etc. So nach dem Motto: ich war nie ganz weg!

Natika

tinipl
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Re: Begründung für Rückkehr-Stipendium

Beitrag von tinipl » 12.05.2012, 13:03

Die Promotion hab ich noch in Deutschland gemacht, war dann als PostDoc in USA und hab dann vor 1 Jahr ne tenure track Stelle angefangen (bin also praktisch Professorin). Es gibt verschiedne Programme (zB Emmy-Noether, DFG, DAAD) die ein kurz- oder mittelfristiges Stipendium fuer Forscher aus dem Ausland zahlen wenn sie zurueck nach D kommen wollen. Mein Fach ist uebrigens Geologie.
Danke fuer die Tips schon mal, das mit der Wissenschaftskultur klingt schon ganz gut. Ich denke ich kann hier auch argumentieren dass in USA gerade radikale Budget-cuts an der Uni durchgefuehrt werden, und es in D. und Europa mehr Foerderungsmoeglichkeiten gibt (zB hat die DFG bessere Quoten als die NSF).
Mein ehemaliger Chef hat bei seinem EInstellungsgespraech angegeben dass er sein Wissen, das er ja in D aufgebaut und in USA nur erweitert hat, gern wieder an Deutschland zurueckgeben moechte. Ich find das klingt nach Geschwafel, aber vielleicht ist sowas ja gut....
Wenn jmd sonst noch was einfaellt, bin froh um jede Inspiration.

Penguin
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Re: Begründung für Rückkehr-Stipendium

Beitrag von Penguin » 06.11.2015, 02:44

Hi,

der Beitrag ist zwar ne ganze Weile her (und tinipl scheint nicht mehr im Forum zu sein), aber ich wollte fragen ob es hier jemanden gibt, der/die ein Rueckkehrstipendium bekommen hat? Ich spiele mit dem Gedanken mich auf ein solches zu bewerben. Anyone?

Penguin

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