Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
Nomen Nescio
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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von Nomen Nescio » 14.06.2019, 12:23

@flip Ich bin nicht im Elfenbeinturm ansässig. Ich hatte den Weg an der Uni ins Auge gefasst, 1 guten Listenplatz und 1 Ersten bei 2 WP1-Vorsingen erreicht, zum Teil wohl auch dem geringen Bewerberinteresse geschuldet, mich dann aber aus diesem Weg "herauskaufen" lassen. :lol: Dass Forschung hauptsächlich an Unis, MPIs und/oder bei Fraunhofer stattfindet, ist nur die veröffentlichte Meinung der Unis, MPIs und Fraunhofer.
Zugegeben, die 5Jahres-Prophezeiung bzgl Auswertungen ist stark überzogen, aber DAX-Konzerne sind nicht als veränderungs-affin verschrien. Ich wollte wohl hauptsächlich einen Gegenpol zu der "in 20 Jahren" von OT setzen. Nehmen wir 21 statt 20, dann sind wir in einer Zeit, in der es google noch nicht gab. Als Henry Ford die ersten Model T's zusammenschrauben liess, gingen die Prophzeihungen dahin, dass New York in 30 Jahren flächendeckend 1m hoch mit Pferdesch**sse bedeckt wäre. ;)
Die IT-Branche ist voll mit Propheihungen, über die sich trefflich lachen lässt, aber wer den Eindruck erwecken will, "Ich komme mit meinem Laptop vorbei und mache euch in SPSS die Biostatistik-Auswertungen" wäre ein belastbares Geschäftsmodell auf mittlere Sicht, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. ;)
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flip
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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von flip » 14.06.2019, 12:56

Ok, dann auch so. ;)
Aber ja - dann sind wir uns ja einig, dass eine große Bandbreite mit vielen Möglichkeiten gibt.

Und auch "Free_Vollmilch" wird diese nutzen können. Aber nicht zu den Konditionen die er/sie sich vorstellt.

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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von Wierus » 14.06.2019, 13:24

flip hat geschrieben:
14.06.2019, 11:39
Diese offenkundige Naivität stößt nicht nur mir sauer auf, sondern auch allen anderen hier, die promovieren/promoviert sind.
Dem stimme ich voll und ganz zu.

Ich frage mich gerade, wie die Reaktion wohl in anderen Foren ausgefallen wäre, wenn ein Neuling mit so einer Frage ins Forum platzt:

"Ey Leute, ich hab da so'n halbwegs dringendes Anliegen! Aaalso: Eigentlich geht's mir voll gut und ich hab echt dicke Kohle am Start, muss auch wenig arbeiten und hab im Prinzip freie Zeiteinteilung. Mir ist aber grad voll derbe langweilig irgendwie und da dachte ich mir, ihr könnt euch jetzt mal paar Gedanken machen, ob ich beruflich nicht noch was Besseres abgreifen könnte - mit bisserl Abwechslung, aber auch Anerkennung und sowatt. Kommt schon, Leuts, strengt euch bisserl an... so'n kleiner Geheimtipp?"

Also meinen Erfahrungen nach ist Doktorandenforum.de im Vergleich zu anderen Inet-Foren wirklich seeehr milde, was den Tacheles angeht...
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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von Free_Vollmilch » 14.06.2019, 21:11

flip hat geschrieben:
14.06.2019, 11:39
Diese offenkundige Naivität stößt nicht nur mir sauer auf, sondern auch allen anderen hier, die promovieren/promoviert sind.
Nun ich dachte eben, dass man in einem Forum für promovierte Akademiker solche Themen auch mal vorurteilsfrei anbringen kann und dass vielleicht andere in ähnlichen Situationen sind. Das hier ein stellenweise mobbing-ähnlicher Umgangston herrscht - das konnte ich ja nicht ahnen. Es wurden hier mir gegenüber schon mehrfach sehr unschöne Unterstellungen gemacht. Das fing an mit diesem "noch nicht auf dem nächsten Level angekommen", ging weiter mit der Aussage, ich würde nur in den Tag hinein leben oder mich bei der Berechnung meines Einkommens selbst betrügen....hätte keine Ahnung von der Welt, wäre naiv und was weiß ich noch alles. Und nur daraufhin habe ich überhaupt mein Gehalt ansatzweise erwähnt, um diesen Unterstellungen, ich würde nichts auf die Reihe bekommen, zu begegnen und zu belegen, dass ich bisher eben doch einiges auf die Reihe bekommen habe, weil ich sonst nicht wäre, wo ich bin. Und einem Dr. zu sagen, er sei naiv, ist auch ganz schön vermessen. Hat mich die Naivität also zur erfolgreichen Promotion geführt? Oder was muss man sonst leisten, damit man hier nicht als naiv betrachtet wird?
Nomen Nescio hat geschrieben:
14.06.2019, 12:23
Die IT-Branche ist voll mit Propheihungen, über die sich trefflich lachen lässt, aber wer den Eindruck erwecken will, "Ich komme mit meinem Laptop vorbei und mache euch in SPSS die Biostatistik-Auswertungen" wäre ein belastbares Geschäftsmodell auf mittlere Sicht, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Genau sowas meine ich eben. Du hättest auch einfach schreiben können, dass du das nicht als dauerhaft erfolgversprechend ansiehst und gut. Stattdessen kommt noch so eine lustige kleine Bemerkung mit den Zitronenfaltern, die mir indirekt unterstellt, dass ich doof wäre. Was soll denn das?

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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von Nomen Nescio » 17.06.2019, 15:12

Free_Vollmilch hat geschrieben:
14.06.2019, 21:11
Genau sowas meine ich eben. Du hättest auch einfach schreiben können, dass du das nicht als dauerhaft erfolgversprechend ansiehst und gut. Stattdessen kommt noch so eine lustige kleine Bemerkung mit den Zitronenfaltern, die mir indirekt unterstellt, dass ich doof wäre. Was soll denn das?
Ich bin der Meinung, dass ich genau dies getan habe. Du schreibst gerne so getragen von Wissenschaft, Dr-Grad und Anspruch, aber zu wissenschaftlichem Verhalten gehört auch, denen zumindest zuzuhören, die auf Teilgebieten mehr Wissen und/oder Erfahrung haben. Jedweden Ratschlag mit einem "Ich weiss das besser." abzukanzeln, bringt dich auf Dauer nicht weiter.
Verzeih mir die Indirektheit, aber wenn ich zu deutlich formuliere, bekomme ich Ärger mit der Fraktion für netiquette und political correctness. ;)
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Re: Berufliche Veränderung nach Promotion in Psychologie

Beitrag von Free_Vollmilch » 19.06.2019, 02:04

Nomen Nescio hat geschrieben:
17.06.2019, 15:12
Ich bin der Meinung, dass ich genau dies getan habe. Du schreibst gerne so getragen von Wissenschaft, Dr-Grad und Anspruch, aber zu wissenschaftlichem Verhalten gehört auch, denen zumindest zuzuhören, die auf Teilgebieten mehr Wissen und/oder Erfahrung haben. Jedweden Ratschlag mit einem "Ich weiss das besser." abzukanzeln, bringt dich auf Dauer nicht weiter.
Verzeih mir die Indirektheit, aber wenn ich zu deutlich formuliere, bekomme ich Ärger mit der Fraktion für netiquette und political correctness. ;)
Zu wissenschaftlichem Verhalten gehört es aber ebenso, anderen gegenüber niveauvoll aufzutreten und niemandem in einem Diskurs zu beleidigen, nur weil einem dessen Meinung nicht gefällt oder man sich mit seinem Wissen gerade nicht genug gewürdigt fühlt. Ich habe nie in Abrede gestellt, dass du in deinem Fachbereich mehr weißt als ich oder an welcher Stelle hätte ich das behauptet? Ich habe Robotik und Roboterpsychologie gleichgesetzt und bin dir damit offenbar auf die Füße getreten. Dafür habe ich mich entschuldigt, dann muss es aber auch mal wieder gut sein und sollte nicht Anlass dazu geben, mich indirekt als blöd hinzustellen. Das muss ich auch nicht auf mir sitzen lassen.

Ebenso habe ich nicht jeden Ratschlag abgekanzelt. Es gab mehrer gute Vorschläge, was ich auch inzwischen schon wiederholt betont habe und mich dafür bedankt habe. Nur ausgerechnet dein Vorschlag passte eben nicht. Das sollte dir aber nicht Grund dafür geben, mir erneut zu unterstellen, ich würde ALLE Vorschläge abkanzeln. DEINER passt nicht, ANDERE durchaus. Gesprächspartner zu diffamieren, weil sie nun gerade DEINEN Vorschlag nicht begeistert aufgenommen haben, bringt dich auf Dauer eben auch nicht weiter. Das wird dir im Leben vielleicht noch häufiger passieren, dass Deine Ideen nicht bejubelt werden, damit solltest du umgehen lernen.

Dass Du von KI und Roboterpsychologie begeistert bist, ist ja gut und schön. Darfst du auch. Aber verlange das doch nicht auch von mir. Mich begeistert das eben nicht. Mich hat es im Studium nicht begeistert, mich begeistert es jetzt nicht und mich wird es in 20 Jahren nicht begeistern. Das ist einfach nicht mein Thema und das lockt mich nicht hervor. Außerdem sehe ich meinen Thread auch nicht als geeigneten Ort, um darüber zu diskutieren, was KI in x Jahren kann oder nicht kann.

Es ist natürlich einfach, sich der scheinbaren Meinungsmehrheit anzuschließen und nochmal drauf zu hauen, durch die Wiederholung falscher Unterstellungen. Die werden dadurch aber auch nicht wahr. Natürlich bin ich hier der Böse, weil ich mir habe entlocken lassen, dass ich mich in einer guten Lebenssituation befinde und das gerne noch steigern würde, weil ich MANCHE der genannten Ideen nicht bejubelt habe und es gewagt habe, mich über die von einigen sehr von oben herab geäußerten Spaßvorschlägen wie Handwerker oder Altenpfleger zu distanzieren. Das darf man offenbar nicht; das stößt dann denen auf, die wahrscheinlich gerade sehr unzufrieden sind und das an anderen ablassen müssen - offenbar war ich da das geeignete Opfer.

Ich habe auch keine Lust mehr, mich gegen diese teilweise schon recht frechen Unterstellungen behaupten und rechtfertigen zu müssen. Ich bin mit meinem Leben zufrieden. Ich würde gerne an der ein oder anderen Stelle etwas "akademischer" arbeiten, aber ansonsten bin ich mit mir im Reinen. Wem das nicht so geht und wer deswegen seinen Frust durch Beleidigungen abreagieren muss, tut mir leid.

Es war ein Fehler, hier überhaupt das Thema aufzumachen, aber ich ahnte nicht, dass man dafür gemobbt wird. Ich werde mich hier nicht mehr melden und von mir aus kann der Thread gelöscht werden.

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