FH-Professur: Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten in Bewerbung

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FH-Professur: Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten in Bewerbung

Beitrag von Bewerber » 06.06.2019, 22:50

Hallo zusammen,
ich bin dabei meine Bewerbungsunterlagen für eine FH-Professur zusammenzustellen, die inhaltlich sehr gut zu meinem Profi passt. Auf die formalen Anforderungen erfülle ich - aber der Nachweis ist schwierig.... In der Ausschreibung der der "Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten" gefordert. Verlangt werden die üblichen mindestens 5 Jahre Berufserfahrung, davon 3 außerhalb der Hochschule. Naheliegend wäre natürlich diese durch Arbeitszeugnisse nachzuweisen.
Ich habe 6 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni gearbeitet. Hierüber liegt mir ein sehr gutes Arbeitszeugnis und die Promotionsurkunde vor. Anschließend bin ich in die Industrie gewechselt und arbeite seit 5 Jahren beim gleichen Arbeitgeber. Ein Nachweis dieser Tätigkeit wäre also für die Erfüllung der formalen Voraussetzungen erforderlich. Da es mein aktueller Arbeitgeber ist, habe ich natürlich kein Arbeitszeugnis. Mein Arbeitgeber stellt Zwischenzeugnisse nur bei Vorgesetzenwechseln aus. Den hatte ich auch nicht... Entsprechend habe ich kein Zeugnis. Vermutlich ist dieser Fall gar nicht so ungewöhnlich oder? Wie seid ihr damit umgegangen?
Wird man mir die Tätigkeit einfach glauben, wenn ich sie im Anschreiben und Lebenslauf darstelle oder ist ein formaller Nachweis nötig?
Ich überlege den Arbeitsvertrag mitzuschicken. Allerdings enthält der Arbeitsvertrag eine KLausel, dass über den Inhalt Stillschweigen zu wahren ist. Man findet im Netz unterschiedliche Auffassungen, ob so eine Klausel überhaupt so grundsätzlich zulässig ist. Selbst wenn sie rechtlich nicht wirksam ist, kommt es vielleicht nicht gut beim Empfänger an, wenn man als vertraulich vereinbarte Unterlagen weiterreicht. Eine andere Alternative wären Gehaltsabrechnungen. Allerdings sagen die ja letztlich nichts über dne Inhalt der Tätigkeit aus. Ich möchte die Bewerbungsunterlagen natürlich nicht mit irrelevanten Dokumenten unnötig verlängern, andererseits möchte ich nicht riskieren bei einer Vorsortierung durch eine SAchbearbeiter wegen fehlender Nachweise aussortiert zu werden.

Besonders über Antworten von Leuten die diesen Punkt erfolgreich in eignene Bewerbungen gelöst haben oder den Umgang damit als Mitglied von Berufungskommisionen kennen, würde ich mcih freuen.

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Re: FH-Professur: Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten in Bewerbung

Beitrag von mm42 » 09.06.2019, 10:35

Bewerber hat geschrieben:
06.06.2019, 22:50
Eine andere Alternative wären Gehaltsabrechnungen. Allerdings sagen die ja letztlich nichts über den Inhalt der Tätigkeit aus.
Ich habe bei meinen Bewerbungen auf solche Stellen auch die jeweils letzte Gehaltsabrechnung beigelegt (die Geldbeträge allerdings ausgeschwärzt). In den Gehaltsabrechnungen meines Arbeitgebers ist praktischerweise auch das Eintrittsdatum vermerkt, so dass ich damit die Dauer meiner Beschäftigung außerhalb des Hochschulbereichs nachweisen konnte. Zusätzlich habe ich noch ein Arbeitszeugnis beigelegt, weil einige Zeit zuvor mein Manager gewechselt hat. Mit der Gehaltsabrechnung wollte ich nur das "harte" Kriterium der Industrie-Jahre nachweisen.

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Re: FH-Professur: Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten in Bewerbung

Beitrag von Bewerber » 09.06.2019, 17:06

Danke für die Idee mm42. Auch auf meiner Gehaltsabrechnung steht das Eintrittsdatum. Das wäre also tatsächlich eine gute Möglichkeit die Industriejahre zu belegen. Hast du zu dem Vorgehen irgendeine Rückmeldung bekommen, ob dieser Beweis für die Kommission nötig war? Will die Bewerbung auch nicht unnötig aufblähen.

Hat es bei dir mit der Stelle geklappt?

Ich frage mich auch, wie ich mit studentischen Evaluierungen von Übungen umgehe, die ich in meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni gehalten habe und die recht positiv bewertet sind. DAs Problem dabei ist, dass als Dozent jeweils mein damaliger Chef namentlich genannt ist und nicht ich. Zumindest an meiner Uni war das Vorgehen, dass Profs ihr Lehrdeputat so auf MItarbeiter abgewälzt haben, nicht unüblich. Könnte aber auch komisch aussehen, so quasi Bewertungen für andere Personen einzureichen.

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Re: FH-Professur: Nachweis der ausgeübten Tätigkeiten in Bewerbung

Beitrag von mm42 » 09.06.2019, 19:58

Bewerber hat geschrieben:
09.06.2019, 17:06
Hast du zu dem Vorgehen irgendeine Rückmeldung bekommen, ob dieser Beweis für die Kommission nötig war? Will die Bewerbung auch nicht unnötig aufblähen.
Soweit ich mich erinnere habe ich vor meiner ersten Bewerbung bei der entsprechenden Personalabteilung angerufen und das mit der Gehaltsabrechnung als Möglichkeit der Nachweis der Industrie-Zeit (ohne Anforderungen eines neuen Arbeitszeugnisses) genannt bekommen.
Ich bin tatsächlich auch eingeladen worden, und beim ersten Gespräch war noch eine externe Personalberaterin dabei, die meinte, dass meine Bewerbungsunterlagen okay gewesen wären.

Also vielleicht einfach mal bei der entsprechenden Personalabteilung nachfragen.

Bewerber hat geschrieben:
09.06.2019, 17:06
Hat es bei dir mit der Stelle geklappt?
Nein, aber ich habe relativ viele Einladungen zum Vorsingen bzw. Gesprächen bekommen, und viel weiter können einen m.E. gute Bewerbungsunterlagen auch nicht bringen.

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