Veröffentlichung im Noname-Verlag

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
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wannabe
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Veröffentlichung im Noname-Verlag

Beitrag von wannabe » 20.01.2018, 11:35

Hallo Allerseits,

in meinem Lebenslauf gibt es zahlreiche (halbwegs einschlägige und von bekannten Verlagen publizierte) Sachbuch-Veröffentlichungen, aber kaum etwas Fachliches bisher (ausgenommen Diss etc.). Nun möchte ich diesen Mangel möglichst rasch beheben; diese Notwendigkeit wurde mir auch in einem laufenden Verfahren signalisiert. Aufsätze zu publizieren dauert ewig, und in meinem recht spezifischen Bereich kenne ich auch nur sehr wenige Magazine - sprich wenn die ablehnen, war die Arbeit für die Tonne. Vernetzt bin ich leider gar nicht - habe zwei oder drei Male Exposés für wissenschaftliche Tagungen eingereicht, bin aber leider nicht angenommen worden und einfach als völlig unbekannte Hörerin auf einer Tagung aufschlagen bringt vermutlich nicht viel in puncto "Leute kennenlernen/Netzwerken"...

Ich habe sehr gute Connections zu zwei Verlagen, die wohl auch ohne lange Lektoratszeit etc. ein Buch von mir veröffentlichen würden, sogar ohne, dass ich zahlen muss - aber das wäre dann keine bekannten Verlage.
Nicht Selbstverlag, aber eben auch nicht renommiert.
Ist das "besser als nichts", um die Lücke möglichst rasch zu schließen?
Oder kann ich mir dann die Mühe gleich sparen?

Danke für Eure Einschätzungen!

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flip
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Re: Veröffentlichung im Noname-Verlag

Beitrag von flip » 20.01.2018, 19:24

Bevor du jetzt den nächsten Thread eröffnest wo du stückelst...

Also - du wurdest in sozialwissenschaften promoviert, bewirbst dich auf entsprechende FH-Professuren.
Du hast keine Publikationen, kein Netzwerk und keine Tagungen vorzuweisen. Gut, das ist bei FH-Professuren zweitrangig.

Viel wichtiger ist also die Berufserfahrung, die du gerne in die Professur mit einbringen willst Denn das ist doch nun dein Einstellungsmerkmal?!
Was hebt dich also von anderen ab?
Übernimmst du komplette Vorlesungen? Bist du bereits externer Dozent?

wannabe
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Re: Veröffentlichung im Noname-Verlag

Beitrag von wannabe » 20.01.2018, 20:47

LoL - ich "stückele", da ich jetzt keine Individualberatung für mich selbst erwarte, sondern die Themen so angehen möchte, dass sie durchaus auch für andere Relevanz besitzen könnten.

Ich schaue auf einige Jahre Lehrerfahrung an einer Uni zurück (inkl. Vorlesungen, Seminaren, Bachelor- und Masterbetreuung) und verfüge auch über genügend außeruniversitäre Erfahrung (freiberuflich und angestellt). Außerdem habe ich an mehreren staatlichen und privaten FHs Lehraufträge übernommen. Allerdings fehlen wissenschaftliche Veröffentlichungen seit meiner Diss (s.c.l.) und ein entsprechendes Netzwerk...

flip
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Re: Veröffentlichung im Noname-Verlag

Beitrag von flip » 21.01.2018, 16:05

Aaaha, meinst du nicht, dass mit diesen "neuen" Informationen die Relevanz für "die anderen" steigen könnte? ;)

Hat man dir auch gesagt, welche Art von Publikationen erwartet weren?

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Re: Veröffentlichung im Noname-Verlag

Beitrag von mm42 » 07.02.2018, 11:52

Bei einem Gespräch mit einer BK für eine FH-Prof-Stelle gab es einen Kommentar, dass meine Publikationsliste nach der Promotion mit dem Wechsel in die Industrie vor gut 5 Jahren abrupt "aufgehört" hätte, aber das wäre ja meistens so (ich habe bei meinem derzeitigen Industrie-Arbeitgeber leider nicht die Möglichkeit zu publizieren). Für mich hätte es also besser ausgehen, wenn ich in der Zwischenzeit wenigstens eine oder zwei Publikationen in No-Name-Verlagen gehabt hätte.

Ich habe während meiner Promotionszeit relativ viel publiziert, aber hauptsächlich auf nicht so renommierten Konferenz (was auch von keiner BK angesprochen wurde, und von den meisten BKs nicht als Ausschlusskriterium bewertet wurde, weil ich sonst nicht bei ca. 50% meiner Bewerbungen eine Einladung zum Vorsingen bekommen hätte). Ich habe deshalb den Eindruck, dass das Renomee der Verlage/Konferenzen für die Publikationen bei FH-Prof-Bewerbungen zumindest in meinem Fachgebiet nicht so wichtig ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch eine No-Name-Publikationen zu Thema X ein Pluspunkt bei einer Bewerbung sein kann, wenn für die ausgeschriebene Stelle das Thema X relevant ist (man kann dann relativ klar nachweisen, dass man sich mit Thema X tatsächlich vertieft beschäftigt hat).

Evtl. ergibt sich aus einer No-Name-Publikation auch eine höherwertige Publikation; für mich selbst kann ich es mir nicht vorstellen, quasi von "0 auf 100" eine Top-Publikation in einen Top-Verlag hinzulegen.

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