FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

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Nomen Nescio
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Nomen Nescio » 02.07.2019, 15:32

Listenplätze sind Aggregatoren. Hast du einen hohen LP, steht die Wahrscheinlichkeit gut, auch beim nächsten Vorsingen auf der Liste zu landen. ;) Im Uni-Bereich kann ein hoher LP dazu genutzt werden, Hausberufungsbefindlichkeiten auszuhebeln, da er als "externe Qualifikationsexpertise" angesehen werden kann. Mir z.B. wurde nach einem Platz 1 (JP/W1) "in der Ferne" signalisiert, dass Hausberufungsprobleme damit vom Tisch wären. Ich habe mich dann aber aus dem Prozess "rauskaufen" lassen. ;) Vielleicht steige ich nach (eventueller Habil) wieder ein, dann natürlich für W2/W3. Wenn das nicht klappt, tröste ich mich mit dem Schmerzensgeld. ;)
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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von mashdoc » 04.07.2019, 11:00

Danke. Sieht das dann im CV etwa so aus?

"Listenplätze: Zweiter Listenplatz im Bewerbungsverfahren für die Professur "XXX" an der FH "ZZZ""

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von flip » 05.07.2019, 12:20

Ja, so in etwa.

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von mashdoc » 14.07.2019, 12:40

https://www.forschung-und-lehre.de/karr ... oren-1891/

Zitat: "Einer der verbindlichen Schwerpunkte für alle Hochschulen ist dabei, die Anzahl der Frauen auf Professuren zu erhöhen. Aktuell ist nur etwa jede fünfte Professur in Bayern von einer Frau besetzt."

Kann das bitte jemand einordnen aus der Sicht eines männlichen Bewerbers? Wird es (noch?) schwieriger in den Verfahren für männl. Bewerber, bei Teilnahme von Kandidatinnen einen hohen/ersten Listenplatz zu bekommen? "Verbindlich" ist ja recht eindeutig, oder? Danke.

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von Quest » 14.09.2019, 22:44

Hallo zusammen,

mal wieder diesen Thread hier etwas beleben. Meine Bewerbungsaktivitäten laufen noch. Daraus haben sich auch zwei Fragen ergeben, vielleicht weiß jemand mehr:

1.) Potentielle Gutachter
Ich wurde zwischenzeitig einmal eingeladen und im Einladungsschreiben wurde darauf hingewiesen, ich solle zwei potentielle Gutachter für das Berufungsverfahren nennen. Das kannte ich bisher nicht so. Doktorvater/-mutter soll es nicht sein. Habt ihr Erfahrungen damit? Was passiert, wenn man niemanden nennen kann (=schlecht :mrgreen: )?

2.) Arbeit an einer großen Hochschule oder einer kleineren Hochschule
Für eine Bewerbung an einer der größten Hochschulen Deutschlands hatte ich mich in deren Modulkatalog umgesehen. Dort stand bei vielen Modulen dann "Modulverantwortlicher Prof. Dr. XYZ" und darunter dann "Dozenten: Prof. Dr. A, Prof. Dr. B, Prof. Dr. C, Prof. Dr. D" (stellenweise noch mehr).

Das wirkt so, als ob der Modulverantwortliche alles vorgibt und die restlichen Professuren tatsächlich wie Lehrer den ihnen vorgegebenen Stoff runterbeten müssen. Das ist für mich absolut unattraktiv. Bei kleineren Hochschulen stand direkt in den Ausschreibungen immer, dass man sein eigenes Profil einbringen kann... Ist das bei größeren Hochschulen tatsächlich so, dass man dort ggfs. nicht mal die Vorlesungen gestaltet und wirklich nur noch "Lehrer" ist?

Soviel im Moment von mir

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Re: FH-Professur - Erfahrungen, Bewerbungstipps und Austausch

Beitrag von echolot » 18.09.2019, 08:44

Gratuliere zur Einladung!

Zu deinen Fragen:
1.) Zu welchem Zeitpunkt Gutachter abgefragt werden, variiert wohl je nach Berufungsverfahren. Ich kenne aus eigener Erfahrungen mindestens zwei Varianten: (a) Bei der Einladung zum Vorsingen und (b) nach dem Vorsingen, wenn man in der engeren Wahl für einen Listenplatz ist. Wenn man keine Gutachter benennen kann, sucht die BK selbst welche. Das ist natürlich nicht unbedingt zu deinem Vorteil. Meine Empfehlung wäre, sich geeignete Wissenschaftler auszusuchen und direkt anzufragen, ob man sie als potenzielle Gutachter nennen kann. Kandidaten sind Zweit- und Drittgutachter der Diss, frühere Kollegen die inzwischen selbst eine Professur haben o.ä.

2.) Es gibt immer einen Modulverantwortlichen, der Ansprechpartner für das Modul ist, die Modulbeschreibung pflegt und dafür sorgt, dass das Modul auch angeboten werden kann. In der Regel hält er es selbst, aber er (oder sie) kann auch Kollegen dafür einsetzen, wenn diese geeignet sind und ihr Deputat noch nicht ausgeschöpft ist. Alternativ kann man auch Lehrbeauftragte einsetzen. Die Auflistung der Dozenten im MHB könnte auch auf eine geteilte Lehrverantwortung hindeuten, was man u.U. in Grundlagenveranstaltungen macht.

Keinesfalls kann man daraus ableiten, dass der Modulverantwortliche alles vorgibt und die ausführenden Dozenten in der Lehre sich sklavisch daran halten müssen. Es besteht eine Freiheit von Forschung und Lehre (Art 5 GG), so dass jeder Lehrende an einer Hochschule die Lehre im Rahmen der meist recht vage formulierten Eckpunkte der Modulbeschreibung selbst ausgestalten kann. Sicherlich wird ein regulär berufener Professor diese Spielräume stärker ausschöpfen als ein externer Lehrbeauftragter. Und natürlich ist es im Zweifel auch nicht unklug, sich als Dozent mit dem Modulverantwortlichen inhaltlich grob abzustimmen. Aus meiner Erfahrung wird einem da aber so gut wie nie reingeredet, außer man ist wirklich völlig neben den in der Modulbeschreibung aufgeführten Zielen und Inhalten.

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