Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
itsme
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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von itsme » 18.01.2017, 16:29

Latrino hat geschrieben: An Kuschelfeedback kann niemand wachsen.
An subjektiver und persönlicher Meinung, die zudem noch in ihrer Art der Formulierung den Anspruch der Allgemeingültigkeit erhebt, auch nicht.

Ich sehe das genauso wie Traudel und habe deinen Beitrag auch als übergriffig und verletzend wahrgenommen. Du äußerst eine Vermutung dazu, wie ein dir nicht persönlich bekannter Mensch im US-amerikanischen Uni-System klar kommen könnte (Experte? Evidenz? Eminenz?) und nimmst dabei die (ungerechtfertigte) Gleichsetzung "introvertiert = leistungsunwillig" vor. Dünnes Brett. Es kann durchaus sein, dass der OT an seinem jetzigen Arbeitsplatz nicht zurecht kommt, weil dort eher eine Vertrieblerpersönlichkeit gefragt ist - und die ist noch mal etwas Anderes als "extrovertiert".Das sagt aber nichts über seine wissenschaftliche Leistungsfähigkeit aus.

Lieber OT,

das Dilemma kann hier niemand für dich auflösen. Der Vertrag in den USA ist befristet, aber wenn dich die Inhalte reizen, lohnt es sich dann nicht, nach Mitteln und Wegen zu suchen, die Sache ausprobieren zu können? Vllt. gibt es die Möglichkeit mit deinem jetzigen Arbeitgeber eine unbezahlte Freistellung zu vereinbaren? Vllt. kannst Du das zweite Jahr des Forschungsaufenthaltes nutzen, um selbst Mittel einzuwerben, so dass Du gar nicht mehr auf die abhängige Beschäftigung als Post-Doc an einem Lehrstuhl angewiesen bist? Setzt halt alles eine gewisse Risikobereitschaft voraus und ohne dich zu kennen, kann kaum jemand sagen, womit Du besser fahren würdest: Mit dem sicheren Job, den Du augenscheinlich nicht besonders magst oder mit der ungewissen Uni-Laufbahn, bei der Du in vielen Dingen auf dich selbst und dein Engagement zurückgeworfen bist.

Heutzutage kann man keine Laufbahn bis zur Verrentung planen, man kann immer nur den nächsten Schritt in Angriff nehmen und gucken, ob man damit in die Richtung geht, in die man gehen möchte. Hier wurden Ansatzpunkte genannt, mit denen Du deine weitere berufliche Entwicklung aktiv mitgestalten kannst, z.B. indem Du Lehrerfahrung sammelst. Vllt. klappt es mit der FH-Professur, vllt. auch nicht. Du wirst nicht umhin kommen, an Dir zu arbeiten, wenn Du dir mit deiner introvertierten Art selbst im Weg stehst - die Arbeitswelt, egal ob in der Wissenschaft oder der Privatwirtschaft, wird sich nicht an dich anpassen (Übrigens: für so etwas wie "Nicht melden in Teammeetings" gibt es keine Abmahnungen, außer jemand will dich rausmobben - und dann kannst Du sie getrost ignorieren, weil Abmahnungen gar nicht so gravierend sind, wie man oft vermuten könnte.).

Alles Gute! :blume:
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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von Latrino » 18.01.2017, 19:07

itsme hat geschrieben: Ich sehe das genauso wie Traudel und habe deinen Beitrag auch als übergriffig und verletzend wahrgenommen.
Wie schon eben - Deine Wahrnehmung. Wie auch Traudel frage ich Dich: Wo bin ich "übergriffig" und "verletzend"?
itsme hat geschrieben: Du äußerst eine Vermutung dazu, wie ein dir nicht persönlich bekannter Mensch im US-amerikanischen Uni-System klar kommen könnte (Experte? Evidenz? Eminenz?) und nimmst dabei die (ungerechtfertigte) Gleichsetzung "introvertiert = leistungsunwillig" vor. Dünnes Brett.
Es ging um die "Leistungskultur", mit Betonung auf "Kultur" - es war eher ein Hinweis darauf, dass das deutsche und das amerikanische Hochschulsystem extrem voneinander abweichen. Ansonsten: bevor Du hier mit Pseudofremdworten um Dich wirfst, schlag Sie nochmal im Duden nach...
itsme hat geschrieben: Es kann durchaus sein, dass der OT an seinem jetzigen Arbeitsplatz nicht zurecht kommt, weil dort eher eine Vertrieblerpersönlichkeit gefragt ist - und die ist noch mal etwas Anderes als "extrovertiert".Das sagt aber nichts über seine wissenschaftliche Leistungsfähigkeit aus.
Ja, vieles kann sein. Genausogut kann sein, dass ich den OT richtig einsortiere und du nicht - also ist dieser Dein letzter Absatz sinnfrei. Ich habe nur das aufgegriffen, was mir (als seit Jahren in der Privatwirtschaft Beschäftigtem) sofort ins Auge springt. Nämlich, dass nach einem halben Jahr (!) im Job - gerade, wenn man 15+ Jahre Uni hinter sich hat - die Eingewöhnungsphase nicht abgeschlossen ist. Wobei man es wohl eher die "Entwöhnungsphase" (vom Schlaraffenland Uni) nennen sollte.

Warum fühlt sich hier eigentlich fast jeder gleich dazu berufen, meine Aussagen als "verletzend" etc. darzustellen? Erinnert mich etwas an den Politzirkus der letzten Jahre, in dem es auch nie um die Sache geht, sondern zu allererst darum, möglichst schnell den "Gegner" als untragbar und diskussionsunwürdig darzustellen. Was daraus geworden ist, kann man mittlerweile gut besichtigen...

mantor
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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von mantor » 19.01.2017, 10:05

Latrino hat geschrieben:

-> sorry, wenn Du erfolgreich warst, warum dann keine "echte" Professur? Oder meinst du mit "erfolgreich", dass Du es geschafft hast, Dich 15 Jahre im Schlaraffenland Uni erfolgreich wegzuducken? Erfolg besteht nicht darin, dass niemand Notiz von Dir nimmt, sondern im Gegenteil - gerade in der Wissenschaft.

Leider scheint hier - aus meiner Sicht - die pure Beamtenmentalität durch frei nach dem Motto "Vater Staat soll für mich sorgen, schließlich hab ich einen Dr."...
Erst einmal glaube ich auch, dass ein halbes Jahr ziemlich knapp sein kann, um die neue Situation zu bewerten. Andererseits heißt eine Bewerbung ja nicht, dass man sich auch schlussendlich dafür entscheiden muss, zu gehen.

Um aber Latrinos Frage zu beantworten: Das oben Hervorgehobene empfinde ich – wie offensichtlich auch einige andere Leserinnen und Leser – als latent aggressiven Ton. "Introvertiertheit" heißt nicht "Faulheit", die von Dir vorgenommene Gleichsetzung ist in meinen Augen problematisch. Wo genau Uni ein "Schlaraffenland" ist, oder wo genau an der Uni noch eine "Beamtenmentalität" herrscht, müsstest Du mir mal erklären. Spielst Du auf die befristeten Verträge an, in der ein Großteil der Leute hier arbeiten? Spielst Du darauf an, dass man an Universitäten mittlerweile auch fast nur noch in Projekten arbeitet, deren Evaluierung über Wohl und Wehe der Beschäftigten entscheidet? Spielst Du auf die harte Konkurrenz an, mit der man sich für jede einzelne Stelle, ja für jedes einzelne Projekt auseinandersetzen muss?

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Du seit Jahren in der Wirtschaft bist und deshalb die gegenwärtigen Arbeitsbedingungen an Universitäten nicht mehr kennst. Und vielleicht liegt es auch daran, dass Du vielleicht mit Neid auf diejenigen schaust, die es dort geschafft haben? Das ist jetzt reine Spekulation, ich weiß, und es ist auch ein wenig böswillig, aber nichts anderes tust Du, wenn Du den Threadersteller, in Deinen Worten, "richtig einsortierst".

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von Latrino » 19.01.2017, 14:17

mantor hat geschrieben: Um aber Latrinos Frage zu beantworten: Das oben Hervorgehobene empfinde ich – wie offensichtlich auch einige andere Leserinnen und Leser – als latent aggressiven Ton. "Introvertiertheit" heißt nicht "Faulheit", die von Dir vorgenommene Gleichsetzung ist in meinen Augen problematisch. Wo genau Uni ein "Schlaraffenland" ist, oder wo genau an der Uni noch eine "Beamtenmentalität" herrscht, müsstest Du mir mal erklären. Spielst Du auf die befristeten Verträge an, in der ein Großteil der Leute hier arbeiten? Spielst Du darauf an, dass man an Universitäten mittlerweile auch fast nur noch in Projekten arbeitet, deren Evaluierung über Wohl und Wehe der Beschäftigten entscheidet? Spielst Du auf die harte Konkurrenz an, mit der man sich für jede einzelne Stelle, ja für jedes einzelne Projekt auseinandersetzen muss?
Ich habe den TE nicht als faul dargestellt, das habe ich anschließend auch noch einmal klargestellt.

Zum Thema "Schalraffenland": Wer meint, die Uni sei ein hartes Spielfeld - der hat in seinem Leben wahrscheinlich noch nichts anderes gesehen.

Zum Thema "Beamtenmentalität": Beim besten Willen - ich wüsste nicht, wie ich den Eröffnungsthread anders lesen sollte, als aus dieser Perspektíve. Letzter Abschnitt: "Dem Herzen folgen", "begrabe meine Träume" und dann direkt "permanente Stelle", "FH-Professur", "als außeruniversitäre Berufserfahrung angerechet bekommen". Scheinbar ist der Herzenswunsch Forschung dann doch ganz klar an die Pfründe gekoppelt...

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von mantor » 19.01.2017, 15:11

Latrino hat geschrieben:
mantor hat geschrieben: Um aber Latrinos Frage zu beantworten: Das oben Hervorgehobene empfinde ich – wie offensichtlich auch einige andere Leserinnen und Leser – als latent aggressiven Ton. "Introvertiertheit" heißt nicht "Faulheit", die von Dir vorgenommene Gleichsetzung ist in meinen Augen problematisch. Wo genau Uni ein "Schlaraffenland" ist, oder wo genau an der Uni noch eine "Beamtenmentalität" herrscht, müsstest Du mir mal erklären. Spielst Du auf die befristeten Verträge an, in der ein Großteil der Leute hier arbeiten? Spielst Du darauf an, dass man an Universitäten mittlerweile auch fast nur noch in Projekten arbeitet, deren Evaluierung über Wohl und Wehe der Beschäftigten entscheidet? Spielst Du auf die harte Konkurrenz an, mit der man sich für jede einzelne Stelle, ja für jedes einzelne Projekt auseinandersetzen muss?
Ich habe den TE nicht als faul dargestellt, das habe ich anschließend auch noch einmal klargestellt.
Da Du ja anderen auch schon anderen zum Griff zum Wörterbuch geraten hast: Schau mal unter "Schlaraffenland" nach. Wenn Du dann noch meinst, Du wirfst hier nicht mit dem Vorwurf "Faulheit" um Dich, weiß ich auch nicht mehr weiter …
Latrino hat geschrieben: Zum Thema "Schalraffenland": Wer meint, die Uni sei ein hartes Spielfeld - der hat in seinem Leben wahrscheinlich noch nichts anderes gesehen.
Ich habe beide Seiten gesehen bzw. ich kenne beiden Seiten, maße mir aber trotzdem keine Pauschalurteile an. Klar gibt es an der Uni noch den C4-Prof., der seit Jahren nur noch Dienst nach Vorschrift macht, aber mal ehrlich: Solche Menschen gibt es in der freien Wirtschaft nicht mehr? Und noch einmal: Laut eigener Aussage bist Du seit Jahren raus. Die Uni aus den 1990ern oder 2000ern hat in vielen Bereichen nichts mehr mit der Uni heute zu tun.
Latrino hat geschrieben: Zum Thema "Beamtenmentalität": Beim besten Willen - ich wüsste nicht, wie ich den Eröffnungsthread anders lesen sollte, als aus dieser Perspektíve. Letzter Abschnitt: "Dem Herzen folgen", "begrabe meine Träume" und dann direkt "permanente Stelle", "FH-Professur", "als außeruniversitäre Berufserfahrung angerechet bekommen". Scheinbar ist der Herzenswunsch Forschung dann doch ganz klar an die Pfründe gekoppelt...
Dass die FH-Professur nicht der richtige Weg ist und der TE in dieser Hinsicht wohl etwas naiv war, ist ja nun schon mehrmals hervorgehoben worden. Die "Pfründe", wie Du es – wieder – despektierlich nennst, also eine Stelle an der Uni (idealerweise die Professur) wären halt die Voraussetzung für die Forschung. Warum wirfst Du dem TE eigentlich etwas vor, das Du selbst auch willst? Schließlich zieht es Dich ja auch an eine FH – schlummert da auch eine Beamtenmentalität?

Bevor es aber hier ausartet (es geht ja schon lange nicht mehr um das Thema des Threads), ziehe ich mich zurück in mein Schlaraffenland, um dort, Beamter auf Zeit, der ich bin, meine ruhige Kugel zu schieben, immer in dem Wissen, dass ich in der Welt da draußen ohnehin nicht hätte bestehen können …

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von praktikum » 19.01.2017, 16:02

Bisher wurde nicht geschrieben, was an dieser befristeten Geschichte in den USA so gut sein soll. Alles was hier geschrieben wurde, sind doch irgendwelche Sehnsüchte oder Wünsche, die in diese Stelle hineinprojeziert werden.
Solche Träume können schnell zu Albträumen werden, gerade bei den beschriebenen Defiziten im zwischenmenschlichen Bereich. Man kann einen anderen Job annehmen oder in ein anderes Land gehen. Die Probleme der eigenen Persönlichkeit schleppt man aber mit sich mit.

Probleme kann es - davon unabhängig - mit jeder Stelle geben, egal ob Forschung oder Wirtschaft, befristet oder unbefristet.

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von Funkwecker » 19.01.2017, 18:43

Latrino hat geschrieben:Scheinbar ist der Herzenswunsch Forschung dann doch ganz klar an die Pfründe gekoppelt...
Wenn es um die Pfründe geht, würde ich es mir mit meiner jetzigen Stelle bequem machen: 35h-Woche, 31 Tage Urlaub, besseres Gehalt als wohl 90% der Beamten, zahlreiche Boni, natürlich unbefristet. Für diese Pfründe muss man woanders lange suchen... darum geht es mir aber nicht. Ich will einfach nur eine Stelle, die mir Freude bereitet. So einfach ist das.

Bedanken möchte ich mich bei allen Thread-beteiligten. Eure Antworten haben mir schon etwas Klarheit bereitet. Summasummarum denke ich, dass ich es einfach langsamer angehen sollte. Ich denke, ich bleibe, wo ich jetzt bin und werde die Zukunft ein wenig auf mich zukommen lassen. Wenn es mir in einem halben oder ganzen Jahr immer noch so schlecht gefällt, werde ich dann auch noch irgendwo was finden können, vielleicht sogar noch etwas besser mit etwas mehr Berufserfahrung.

Natürlich bin ich mir im klaren, dass eine FH-Professur nicht so einfach ist, wie viele es glauben. Ein ehemaliger Kollege von mir hatte für kurze Zeit eine inne, bevor er wegen eines Burn-Outs aufhören musste. Man ist als FH-Professor Lehrer, und das mit knackigen 18 Stunden + Studentenbetreugung + Verwaltungskram... Auf der anderen Seite: Wie viele Lehramtsstudenten wissen heutzutage was es beudetet Lehrer zu sein, bevor sie mit ihrem Stuium zu beginnen. Man muss heutzutage eben oft Entscheidungen treffen, ohne genau zu wissen, was auf einen zukommt. Aber ihr habt natürlich recht, dass man vielleicht vorher mal ein bisschen in die Lehre durch Lehraufträge etc. reinschnuppern sollte. Information ist immer gut, schließlich sind wir ja Wissenschaftler :mrgreen:

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von flip » 19.01.2017, 19:51

mantor hat geschrieben:Die "Pfründe", wie Du es – wieder – despektierlich nennst, also eine Stelle an der Uni (idealerweise die Professur) wären halt die Voraussetzung für die Forschung. Warum wirfst Du dem TE eigentlich etwas vor, das Du selbst auch willst? Schließlich zieht es Dich ja auch an eine FH – schlummert da auch eine Beamtenmentalität?
In der Tat sollte man die Äußerungen von latrino einfach irgnorieren. Er sitzt halt in der Wirtschaft auf einem Job der ihn tierisch anödet und versucht seit Jahren FH-Professor zu werden. Da kommt automatisch der pure Hass/Neid auf alle, die es vielleicht schaffen könnten, da für einen selbst mehr und mehr der Zug abgefahren ist. Ups, das war persönlich. Das trieft einfach nur durch alle Posts hindurch und so langsam ist es einfach nur ärgerlich. :evil:

Ich folge mal praktikum und stelle die Frage nach dem Sinn des Auslandsaufenthalt? Wenn das Ziel die FH Professur ist, warum nicht in der jetzigen Situtation weiterarbeiten und dann diese Berufserfahrung und vor allem das Netzwerk verwenden? Allerdings: Jemand der extrem introvertiert ist und nur Forschen will, ist denkbar schlecht auf einer FH-Professur aufgehoben. Das wirst du dann aber auch in den Gesprächen merken.

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von Etweb » 20.01.2017, 08:53

flip hat geschrieben: In der Tat sollte man die Äußerungen von latrino einfach irgnorieren. Er sitzt halt in der Wirtschaft auf einem Job der ihn tierisch anödet und versucht seit Jahren FH-Professor zu werden. Da kommt automatisch der pure Hass/Neid auf alle, die es vielleicht schaffen könnten, da für einen selbst mehr und mehr der Zug abgefahren ist. Ups, das war persönlich. Das trieft einfach nur durch alle Posts hindurch und so langsam ist es einfach nur ärgerlich. :evil:
leider ist dies auch mein Eindruck. Noch mehr dazu zu sagen lohnt sich nicht.
flip hat geschrieben: Ich folge mal praktikum und stelle die Frage nach dem Sinn des Auslandsaufenthalt? Wenn das Ziel die FH Professur ist, warum nicht in der jetzigen Situtation weiterarbeiten und dann diese Berufserfahrung und vor allem das Netzwerk verwenden? Allerdings: Jemand der extrem introvertiert ist und nur Forschen will, ist denkbar schlecht auf einer FH-Professur aufgehoben. Das wirst du dann aber auch in den Gesprächen merken.
Soweit ich es verstehe wäre das eher ein optionales Folgeziel.

Unabhängig davon finde ich ein Auslandsaufenthalt auch für introvertierte Personen niemals ungünstig. Ich habe im Ausland so einige introvertierte Personen regelrecht aufblühen gesehen. Dadurch das man in einer Fremdsprache kommuniziert hat man noch einen Puffer. Amerikaner sind zwar manchmal recht oberflächlich, aber wesentlich offener als die meisten Deutschen die ich bis jetzt kennengelernt habe.Naja, das führt jetzt etwas zu weit - ich denke die wichtisten Punkte wurden gesagt. Am Ende vom Tag ist es die Entscheidung des TE.

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Re: Zurück in die Wissenschaft... letzte Chance?

Beitrag von Wierus » 24.01.2017, 03:39

Eine eingestreute Floskel wie "pure Beamtenmentalität" ist natürlich keine polemische Unterstellung, sondern ehrliches Feedback an dem man wachsen kann. :D
Übrigens, ob die USA wirklich so viel leistungsorientierter sind als wir, bezweifel ich. Die haben dort nämlich eine ähnliche Meinung über uns: dass wir eine straffe Leistungsgesellschaft sind.

Aber einfach mal so die Zelte abbrechen und dann für zwei Jahre in ein anderes Land ziehen, das ist tatsächlich eine Herausforderung. Andererseits kann so ein Tapetenwechsel manchmal befreiend sein. Vor allem wenn man das Englische gut beherrscht, denn der deutsche Akzent wird dort sehr gemocht.

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