Karriere in der Wissenschaft - ein Erfahrungsbericht

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
praktikum
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Re: Karriere in der Wissenschaft - ein Erfahrungsbericht

Beitrag von praktikum » 19.07.2016, 14:10

Paulchen hat geschrieben:Dabei wäre es eigentlich wünschenswert, wenn man das vor Beginn seiner Dissertation klärte und dann für beide Seiten verbindliche Vorgaben formulierte.
Eine Dokumentation ist hierbei wichtig. Allerdings kommt später der Prof dann gerne mit "ja, aber". Profs wollen sich nicht festlegen und nehmen sich das Recht, einfach aus Absprachen auszusteigen. Siehe unten.

pamparampa hat geschrieben: Vieles davon ... sind halt Probleme der existierenden kapitalistischen Ordnung, sie kommen sowohl an der Uni als auch in der freien Wirtschaft zum Ausdruck.
An den Unis herrscht keine wirkliche kapitalistische Ordnung, sondern ein künstliches auf den Prof zentriertes System der Leibeigenschaft. :) Die Leistung oder die eingefahrenen Gelder sind nur ein Teilaspekt. Natürlich gibt es in der freien Wirtschaft ähnliche Probleme, aber das ist ja nicht das Thema.

Die künstlichen Strukturen mit 80% der Leute befristet und extrem hohem Ausbeutertun sind unübertroffen. Wir reden hier wohlgemerkt von Akademikern. Die lokalen Betriebräte engagieren sich zumeist nur für die festen Mitarbeiter.

Bedauerlicherweise werden diese Kunststrukturen eher erweitert. Mir fiel über die Jahre auf, dass einzelne Lehrstühle gar nicht mehr aus dem lokalen Studentenpool rekrutieren, sondern gezielt auf Austauschleute aus der 3. Welt setzen. Das läuft dann auf wissenschaftliche Sklaverei hinaus. :(
Auf die Art und Weise kann man weiterhin jede(n) fallen lassen, welcher sich einmal zurecht beschwert.

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Re: Karriere in der Wissenschaft - ein Erfahrungsbericht

Beitrag von Doc-Wolfi » 19.07.2016, 16:32

praktikum hat geschrieben:
Paulchen hat geschrieben:Dabei wäre es eigentlich wünschenswert, wenn man das vor Beginn seiner Dissertation klärte und dann für beide Seiten verbindliche Vorgaben formulierte.
Eine Dokumentation ist hierbei wichtig. Allerdings kommt später der Prof dann gerne mit "ja, aber". Profs wollen sich nicht festlegen und nehmen sich das Recht, einfach aus Absprachen auszusteigen. Siehe unten.
Ja, das gehört unbedingt zu den Fähigkeiten einer Führungskraft. Nicht erpressen lassen, immer flexibel bleiben.
praktikum hat geschrieben: Die künstlichen Strukturen mit 80% der Leute befristet und extrem hohem Ausbeutertun sind unübertroffen. Wir reden hier wohlgemerkt von Akademikern. Die lokalen Betriebräte engagieren sich zumeist nur für die festen Mitarbeiter.

Bedauerlicherweise werden diese Kunststrukturen eher erweitert. Mir fiel über die Jahre auf, dass einzelne Lehrstühle gar nicht mehr aus dem lokalen Studentenpool rekrutieren, sondern gezielt auf Austauschleute aus der 3. Welt setzen. Das läuft dann auf wissenschaftliche Sklaverei hinaus. :(
Auf die Art und Weise kann man weiterhin jede(n) fallen lassen, welcher sich einmal zurecht beschwert.
Genau zu diesem Zwecke wurde der Fachkräftemangel erfunden.

Wolfi

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