Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
Linchen88
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Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Linchen88 »

algol hat geschrieben:Mir sind eigentlich auch nur Vorlesungen mit 2 SWS bekannt. ggf. ergänzt um Tutorien / Übungen
18 SWS wären dann allerdings nach meiner Rechnung 9 Vorlesungen.
Stimmt :D

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sozdoc2016
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Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von sozdoc2016 »

Hi Latrino

Ich habe die HD-Ausbildung im deutschsprachigen Ausland gemacht :wink: für Mitarbeitende hat sogar die Uni die Kursgebühren übernommen. Aber auch in DE haben viele grössere Unis ein eigenes Institut/Zentrum/... für Hochschuldidaktik oder bieten entsprechende Programme an, die meistens auch für Nicht-Unimitglieder offen sind (Z.B. Köln, Mannheim, TU Berlin, Uni Mannheim). Man kann i.d.R. nur einzelne Kurse besuchen oder ein ganzes hochschuldidaktisches Programm absolvieren, meistens Berufsbegleitend in Blöcken oder Modulen (in München z.B. ProfiLehrePlus, in Mannheim das Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik). Je nach dem wo Du lebst bieten sich dann unterschiedliche Orte an würde ich sagen...
Latrino

Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Latrino »

Wie sinnvoll mag es sein, sich vor der Bewerbung für eine FH-Professur eine "Lecturer"-Stelle (z.B. an einer privaten FH) anzunehmen?

Ich hatte bereits geschrieben, dass ich meine 5 Jahre Berufserfahrung außerhalb der Uni vollständig erfüllt habe. Nun bin ich in bezug auf "Bewerben um eine FH-Professur" allerdings noch komplett unbedarft. Mir fehlt aber neben dem Job einfach die Zeit, um an FHs "rumzutingeln" und mir weitere Lehraufträge o.ä. zu suchen. Ehrlichgesagt ist es immer schon ein Kampf, meine 4SWS-Übung halten zu können: 9h im Büro (und hoffen, dass nicht passiert, was unbedingt heute noch erledigt werden muss), vom Büro in den Zug, dann 5min zum Sammeln und dann 90min durchpowern - abends bin ich komplett erledigt.

Die Befürchtung ist,dass man ohne jegliche Kenntnis der Abläufe an einer FH zu blauäugig in Bewerbungen hineingeht. Deshalb meine oben formulierte Frage mit der Hoffnung um Erfahrungen oder Ratschläge...
Doc-Wolfi

Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Doc-Wolfi »

Hallo,
das klingt jetzt so als seist Du unzufrieden mit den bisherigen Antworten. Was fehlt denn noch?
Was meinst Du mit einer Lecturer-Stelle? Eine Vollzeitstelle in der Lehre? Würde ich nur machen, wenn Du ganz sicher bist, eine Professur zu bekommen. Ein Lehrauftrag nebenher ist natürlich eine super Qualifikation und wenn dort eine Stelle ausgeschrieben wird, hast Du Deine Nase vorn.
Hochschuldidaktische Kurse besucht man am besten an einer Hochschule. Jede Hochschule hat ein eigenes Kursprogramm, das meist auch irgendwo auf ihrer Webseite zu finden ist.
Dass Du neben der Berufstätigkeit her nicht publiziert hast, ist wohl bei den meisten so. Der Doktortitel und die bisherigen Veröffentlichungen zeigen ja, dass Du zum Forschen und Publizieren fähig bist, wenn Du Zeit dazu hast.
Viele Grüße,
Wolfi
Latrino

Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Latrino »

Hi Doc-Wolfi,

danke für die Antwort. Das nimmt mir die "Sorge" bezüglich der Publikationen. Dass meine "Lehraufträge" (bisher Übungen und Tutorien) noch keine eigenständigen Vorlesungen waren, ist dann wohl auch kein KO Kriterium. Ich bin schon sehr zufrieden mit den Antworten hier, und eigentlich zeigt es mir auch,dass ich auf einem ganz guten Weg zu sein scheine und dass dieses Forum eine adäquate Adresse ist, um qualifizierte Antworten zu erhalten.

Allerdings habe ich keine "realde PeerGroup" (im Gegensatz zu der virtuellen hier), in der ich fragen oder an der ich mich messen kann. Deshalb befürchte ich ein wenig, bei einer Bewerbung auf eine FH-Professur ggf. Anfängerfehler zu machen und möchte das vermeiden.

Bezüglich Hochschuldidaktik habe ich mich bereits informiert und will dies weiter verfolgen. Lt. eurer Aussagen scheint dies zumindst nicht verkehrt zu sein. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich ein bisschen verwundert bin: In der Tat hat fast jede Hochschule ihr eigenes Didaktik-Programm, es gibt einige "Netzwerke" in NRW, in denen sich dann einige wenige FHs/HS zusammengeschlossen haben. Ich werde also nach Kursen schauen, die mich interessieren und dann hoffen, dass eine Teilnahme auch ohne Lehraktivität an der entsprechenden FH möglich ist.

Weitere Frage:
Ich habe - wie gesagt - bald 5 Jahre Berufserfahrung außerhalb der Uni (Konzern) gesammelt. Ich würde gerne noch 2 oder 3 Jahre weiterarbeiten, ggf. auch mittels eines Arbeitgeberwechsels:

a) Gibt es (abgesehen von der formalen Altersgrenze zur Verbeamtung, die in NRW bei 45 + x liegt) "gläserne Decken", an die man altermäßig stößt? Ich möchte den Studenten eines Tages nicht nur erzählen können, dass ich die formale Qualifikation für eine FH Professur erfüllt habe, sondern wirklich etwas an Berufserfahrung vorweisen können.
Vor diesem Hintergrund wundere ich mich, wenn 35-jährige auf "Unternehmensentwicklung"-Lehrstühle berufen werden, für die eigentlich eine "Führungsrolle / leitende Position in der Wirtschaft" erwartet wird.

b) Wird die zunehmende wissenschaftliche und zeitliche Entfernung vom Fach, in dem man promoviert hat (wenn ich noch 3 Jahre weiterarbeite, dann ist die Promotion über 8 Jahre her) ggf. negativ ausgelegt?
Zuletzt geändert von Latrino am 25.03.2017, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
Doc-Wolfi

Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Doc-Wolfi »

Hallo,
das kommt darauf an, was die Hochschule sich so vorstellt. Wenn ihnen die Lehre am wichtigsten ist, sehen sie vor allem darauf, wie viel Lehrerfahrung Du hast. Wenn Du Forschungsgelder einwerben sollst, sehen sie auf Deine Veröffentlichungsliste. Und so weiter. Du brauchst dann einfach die Stelle, die zu Deiner Qualifikation passt.
Manchmal stellen sie auch Jungspunds ein, die gar nicht die formalen Qualifikationen vollständig haben. Man kann das nie so richtig vorher wissen. Vitamin B (Beziehungen) ist sicher auch hilfreich!
Wolfi
Amalia

Re: Lehrerfahrung/Publikationen für eine FH-Professur

Beitrag von Amalia »

Kleiner Tipp zum Thema Lehrerfahrungen:
Sie Dich mal nach (privaten) FHs um, die sich auf Berufsbegleitende Studiengänge / Fernstudium spezialisiert haben. Dort werden Vorlesungen und Seminar oft im Block oder am WE angeboten. Dann sind die Veranstaltungen nicht nur für die Studenten, sondern auch für den nebenberuflichen Dozenten besser mit der Arbeit zuverbinden.
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