Forschungskonzept

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
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Klaus Unruh
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Forschungskonzept

Beitrag von Klaus Unruh » 20.01.2016, 11:33

Hallo Alle,

ich möchte mich auf eine Juniorprofessur bewerben und soll in diesem Rahmen auch ein Forschungskonzept vorlegen; ich habe allerdings keine Ahnung, was man da reinschreibt, wie man sowas aufzieht, wie umfangreich so etwas sein soll; diese Diskussion: viewtopic.php?f=34&t=5927&hilit=Forschungskonzept hilft da auch nicht, weil zwar Forschungskonzept im Titel steht, es dann aber doch um das Lehrkonzept ging.

Falls also irgendwer Ideen zum Thema hat, wäre ich sehr dankbar. Vom Fach her geht's um Erziehungswissenschaften

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myfunnyvalentine
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von myfunnyvalentine » 21.01.2016, 12:55

Hallo Klaus,

vielleicht hilft Dir die Beschreibung von academics.de weiter:
Die Antwort des DHV-Expertenteams:

Diese Forschungs- und Lehrkonzepte sollten jeweils ca. drei Seiten ausmachen. Im Forschungskonzept müssen die aktuellen Forschungsschwerpunkte vom Bewerber mitsamt Forschungsoutput (laufende Drittmittel, gerade veröffentlichte oder demnächst einzureichende Publikationen, Kooperationen etc.) dargestellt werden. Auch sollte geschildert werden, wie die Forschungsschwerpunkte in den kommenden fünf Jahren - an der Hochschule, an der man sich bewirbt - weiter bearbeitet werden. Hier sollten Hinweise auf mögliche Kooperationen und Synergieeffekte an der Hochschule, an der man sich bewirbt und die den Ruf erteilen soll, herausgearbeitet werden. Es sollten neben der Drittmittelakquise (geplante und laufende) und der Sichtbarkeit durch Publikationen auch Aspekte wie die Internationalität und Interdisziplinarität der Forschungsschwerpunkte angesprochen werden.
Quelle: https://www.academics.de/wissenschaft/w ... 57278.html

VIel Erfolg bei der Bewerbung!

Grüße,
MFV

abc82
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von abc82 » 23.01.2016, 19:42

ich bin übrigens auch nicht weitergekommen mit meinem forschungskonzept. ich habe die bewerbung nicht abgeschickt damals weil ich zu unzufrieden war und bis heute noch nicht weiss, wie man ein konzept erstellt. ich bin immer mal wieder auf der suche nach einem gelungenen beispiel, damit ich beim nächsten mal schlauer bin :|

Jucy
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von Jucy » 24.01.2016, 12:06

Hey Klaus,
ich dachte du hättest längst was, nachdem ich dich lang nicht hier gelesen habe :(
Ich habe bislang zwei Forschungskonzepte für Bewerbungen entwickelt (1 mal eingeladen, 1 mal nicht eingeladen).
Die grobe Struktur sieht so aus:
1. Skizzierung Forschungsinteressen
bisherige Schwerpunkte/ Vorarbeiten/ geplante Weiterentwicklung (inklusive Finanzierungsideen, mögliche Kooperationen nicht nur aber auch an der Hochschule, Einbindung in die Lehre)
2. Skizzierung forschungsmethodischer Aspekte
bisherige Schwerpunkte/ geplante Weiterentwicklung
3. Skizzierung konkretes Forschungsprojekt zur Durchführung (in den ersten 2 Jahren? Auf jeden Fall zeitnah)
Für mich liegt die Krux vor allem darin, dass man für konkrete Ideen die Hochschule eigentlich besser kennen müsste als bei der Bewerbung der Fall ist, man sowohl Offenheit für Ideen der Hochschule signalisieren als auch eigene Fokussierung darstellen muss und es so eine Mischung aus Arbeitsplan und Wunschkonzert ist, bei dem ein Rest Unsicherheit bleibt, wie verbindlich diese Ideen hinterher sind.
Viel Erfolg bei der Bewerbung!
Liebe Grüße, jucy

Klaus Unruh
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von Klaus Unruh » 24.01.2016, 12:34

Hallo jucy

na ja, ich bin halt post-doc in einem 3.-Mittel-Projekt bis Ende 2018 - aber von dort aus geht es dann ja weiter und man bzw. ich muss schauen, was ich sonst noch so machen muss & will.

Zum Forschungskonzept: ich hab's dann doch so gemacht, das ich einfach die angegebene Kontaktperson angesprochen habe. Und wie sich rausstellte: Vorsitzender der Berufungskommission. Dadurch hat der dann ja schon mal meinen Namen gehört, kann ja nicht das schlechteste sein. Der jedenfalls hat geschrieben:
Es gibt für die Darstellung der Forschungsaktivitäten keine Mustervorlage. Ein Umfang von zwei bis vier Seiten wäre wünschenswert. Da Personen, die sich auf Juniorprofessuren bewerben, in der Regel bislang an Spezialthemen gearbeitet haben, möchten wir schlichtweg erfahren, wohin die weitere "Forschungsreise" gehen soll. Der Antritt einer Professur könnte ja Anlass sein, um seine Forschungsgebiete zu erweitern oder zu adjustieren, da man auf einer Professur selbst entscheiden kann, in welche Richtung man forscht, während man vorher oft von Projektvorgaben oder Interessen des Lehrstuhlinhabers abhängig ist. Uns wäre natürlich daran gelegen, dass sich die Forschungsarbeiten breit auf die hochschulische Entwicklung beziehen.
Damit konnte ich etwas anfangen, wobei ich in meinen bisherigen Überlegungen weniger auf die forschungsmethodischen Aspekte eingegangen bin und auch ohne Zeitplan o.ä. gearbeitet habe, sondern einfach: Fragestellung und Relevanz, Kooperationen (dick aufgetragen), Anbindung an die Uni, einbezug von Studierenden (Masterarbeiten etc.).

Mal schauen, was es wird.

Jucy
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von Jucy » 24.01.2016, 13:41

Meine Daumen sind gedrückt!!
Kommst du mit den 6 Jahren in die Bedroullie?

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Re: Forschungskonzept

Beitrag von Klaus Unruh » 24.01.2016, 13:58

Kommst du mit den 6 Jahren in die Bedroullie?
Je nach dem, wie gerechnet wird; ich müsste aber eigentlich noch 3,5 Jahre haben.

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Re: Forschungskonzept

Beitrag von abc82 » 25.01.2016, 09:24

Jucy hat geschrieben: Kommst du mit den 6 Jahren in die Bedroullie?
Ist es nicht so, dass die Jun-Prof nicht auf die max. 12 Jahre gerechnet werden? Ansonsten muss man ja schon direkt nach den ersten 6 Jahren und eigentlich genau nach Abschluss der Diss eine Jun-Prof haben? Bin gerade etwas verwirrt und bitte um Aufklärung :blume: :KT:

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Re: Forschungskonzept

Beitrag von mantor » 25.01.2016, 09:37

Das ist ja immer eine Frage, wie die jeweilige Hochschule es auslegt. Die Auskunft bei mir lautete: Die Juniorprofessur wird voll auf die sechs Jahre angerechnet. Wenn Du also keine Jahre vor der Promotion 'gespart' hast und es keine Kinder gibt, ist nach sechs Jahren Schluss.

Das scheint mir kein Einzelfall zu sein. Im letzten Jahr gab es bei SpiegelOnline einen Artikel über einen Juniorprofessor, den seine Uni als Mitarbeiter weiterbeschäftigen wollte, es aber nicht konnte, weil das Gesetz im Wege stand. Er hat dann an einer anderen Uni eine Drittmittelstelle gefunden …

Jucy
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Re: Forschungskonzept

Beitrag von Jucy » 25.01.2016, 10:34

Meine Frage nach den sechs Jahren zielte auf eine bundeslandspezifische Regelung ab, die in den Hochschulgesetzen unter Einstellungsvoraussetzungen für Juniorprofessuren festgelegt ist (oder auch nicht). Hier zum Beispiel aus Schleswig-Holstein, Hochschulgesetz § 64:

(3) Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre, im Bereich der Medizin nicht mehr als neun Jahre betragen haben. Auf die Befristungsdauer sind alle befristeten Beamtenverhältnisse und befristeten Arbeitsverhältnisse mit mehr als einem Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit, die mit einer deutschen Hochschule oder einer Forschungseinrichtung abgeschlossen wurden, sowie befristete Privatdienstverträge mit einem Mitglied einer Hochschule anzurechnen. Folgende Zeiten werden auf die befristeten Beschäftigungsverhältnisse nach Satz 2 nicht angerechnet:
1.Zeiten einer Beurlaubung oder einer Ermäßigung der Arbeitszeit um mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit, die für die Betreuung oder Pflege eines Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen gewährt worden sind,
2.Zeiten einer Inanspruchnahme von Elternzeit nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz oder der Landesverordnung über die Elternzeit der Beamtinnen und Beamten und Zeiten eines Beschäftigungsverbots nach den §§ 3, 4, 6 und 8 des Mutterschutzgesetzes oder nach §§ 1, 2, 3 und 8 der Verordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen in dem Umfang, in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist und
3.Zeiten einer Freistellung im Umfang von mindestens einem Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehindertenvertretung oder für Aufgaben der Gleichstellung
.

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