Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Irgendwann ist jeder fertig. Und dann darf er sich hier austoben :-)
oclock
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Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von oclock » 13.03.2015, 20:11

Hallo,

ich beschäftige mich nach wie vor sehr mit dem Gedanken eine FH Professur anzustreben. Mir ist bewußt, daß das Lehrdeputat sehr hoch ist und man allgemein weniger Zeit hat, um zu forschen etc. Trotzdem kann man meiner Meinung nach -gerade im Technikbereich- sehr viel zusammen mit Studenten (oder alleine, aber über einen längeren Zeitraum) erreichen. Erst recht, wenn man eine Nische besetzt. Diese Ergebnisse zu publizieren stärkt das eigene Profil und nützt ebenfalls der Reputation der FH.

Wenn man als FH Professor hin und wieder auf nationalen/internationalen Konferenzen publizieren möchte: Ist das so ohne weiteres möglich? Immerhin ist man dann gut und gerne mal ne Woche weg (je nach Größe der Konferenz). Zahlt die Hochschule die Dienstreise? Oder muß man sich als Professor selbst um die Finanzierung dieser Reise kümmern? Was, wenn eine gute Konferenz während des Semsters stattfindet? Ist sie dann wegen der Lehrverpflichtungen direkt tabu?

Noch eine Frage, die mir ständig im Kopf herumschwirrt: Als FH Professor hat man keine Assistenten. Wie ist der Ablauf im Krankheitsfall? Muß der FH Professor die versäumten Vorlesungen/Praktika etc. dann nachholen oder werden sie ersatzlos gestrichen?

Fragen über Fragen... :-)

Gruß,
Klaus

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Traudel
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von Traudel » 14.03.2015, 10:03

Hallo Klaus,

zugegeben: Deine komplette Fragenarmada kann ich Dir nicht beantworten, aber ich gebe gern mal meine Erfahrungen und meinen Senf zu dem einen oder anderen Aspekt ab.
- Lehrdeputat, jo, in der Tat hoch, ABER dafür sind ja nicht wenige Lehrveranstaltungen - gerade im technischen/ingenieurwissenschaftlichen Bereich - als Praktika, Übungen, Labore, Gruppen-/Praxisprojekte etc. angelegt. Wenn man ein passendes Thema und engagierte Studierende hat, dann können die anwendungsorientiert wie experimentell angelegten LV zur Forschung genutzt werden. Mit den Studierenden gemeinsam aktiv forschen, unmittelbar am Gerät, mit motivierendem Mehrwert und Praxisbezug - das wird ja immer wieder als Charakteristikum einer FH-Ausbildung angepriesen. Werden Ergebnisse/Produkte dann auch noch publiziert, wertet das die LV in den Augen der Studierenden noch mal enorm auf - wiederum motivationsfördernd. Diese Art des Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Schlagens gelingt an FHs meist leichter.
Darfst halt nur nicht erwarten, Texte und Analysen aus studentischen Hausarbeiten oder Berichten für Deine Publikationen gewinnen zu können ... mit Verlaub: Die akademische Schreibkompetenz von FH-Studierenden ist nun mal in der Regel etwas geringer als an Unis, einfach weil besagte andere Schwerpunkte gesetzt werden - ABER Ausnahmen bestätigen natürlich diese Regel.
- FH-Profs haben zwar keine klassischen Wiss. Assis, aber Wiss. MA. Ist quasi ähnlich (nur mit viel beschissenerer Besoldung (oft nur E11/E12): Viele promovieren an koop. Unis, andere haben nur einen Bachelor. Aber alle sind dem Prof. zugeordnet, übernehmen also ähnliche Aufgaben, wie wir das von Uni-Lehrstühlen kennen. Und natürlich werden sie auch in der Studierendenbetreuung eingesetzt. Konferenzen zur Vorlesungszeit sind also drin. Außerdem sollte es jede FH (insb. vor dem Hintergrund der vielen aktuellen Kampagnen von wegen forschungsstarke FHs) sehr begrüßen bzw. explizit fördern, wenn sich deren Beschäftigte in den (inter-)nationalen Forschungsdiskurs aktiv einbringen.
- Reisekostenübernahme: mmmhh, vielleicht von Hochschule zu Hochschule variierend, und es kommt sicher auf die Relevanz der Konferenz für die Forschungsschwerpunkte der FH an, aber ich bin recht sicher, dass Konferenzteilnahmen als Dienstreisen gelten (können). Ansonsten Klaus, in den sauren Apfel beißen und Unterstützung beantragen (DAAD, DFG, EU-Gedöns...) oder vielleicht einen Sponsor aus der Industrie gewinnen.
- Wenn Du krank bist, fallen Deine LV aus :lol: Aber da ja vieles in Skripten manifestiert ist, bleiben immer noch Tor 1 eLearning (bzw. einfach auf eig. Homepage hochladen oder eben kennwortgeschützte Varianten) und Tor 2 Wiss. MA Seminar halten lassen.

Jetzt habe ich aber noch Fragen:
- Hast Du konkrete Angebote von FHs?
- Laufen Bewerbungen/Verfahren bereits? Und sogar schon Probe-VL gehalten? Wenn ja, wie war's?
- Magst Du Dein Fach-/Lehrgebiet ein wenig genauer beschreiben?

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und hoffe, dass mein besagter Senf ein klein wenig weitergeholfen hat.
Traudel

oclock
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von oclock » 14.03.2015, 15:51

Hi Traudel,
Traudel hat geschrieben: - Lehrdeputat, jo, in der Tat hoch, ABER dafür sind ja nicht wenige Lehrveranstaltungen - gerade im technischen/ingenieurwissenschaftlichen Bereich - als Praktika, Übungen, Labore, Gruppen-/Praxisprojekte etc. angelegt. [...] Diese Art des Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Schlagens gelingt an FHs meist leichter.
Eben und deswegen möchte ich das gerne aktiv nutzen, um weiterhin in der Forschung vertreten zu sein.
Darfst halt nur nicht erwarten, Texte und Analysen aus studentischen Hausarbeiten oder Berichten für Deine Publikationen gewinnen zu können ... mit Verlaub: Die akademische Schreibkompetenz von FH-Studierenden ist nun mal in der Regel etwas geringer als an Unis, einfach weil besagte andere Schwerpunkte gesetzt werden - ABER Ausnahmen bestätigen natürlich diese Regel.
Da ich schon einige FH Studierende betreut habe, kann ich das bestätigen. Allerding habe ich dann frühzeitig eingegriffen und sie in die richtige Richtung gelenkt, was nicht unbedingt immer auf Verständnis stößt :twisted:
- FH-Profs haben zwar keine klassischen Wiss. Assis, aber Wiss. MA.
Und wie werden sie finanziert? An der Uni werden die Mitarbeiter meist über Drittmittel finanziert. Ist das an der FH auch so oder gibt es ein zentrales Budget dafür? Hat man bei Berufungsverhandlungen die Möglichkeit soche Stellen zu verhandeln? Sind diese Stellen befristet oder können sie auch unbefristet sein?
- Reisekostenübernahme: mmmhh, vielleicht von Hochschule zu Hochschule variierend, und es kommt sicher auf die Relevanz der Konferenz für die Forschungsschwerpunkte der FH an, aber ich bin recht sicher, dass Konferenzteilnahmen als Dienstreisen gelten (können).
Bei der Drittmitteleinwerbung an der Uni werden Reisekosten mitbeantragt. Daraus werden dann Konferenzbesuche der Mitarbeiter bezahlt. Daher meine Frage, ob das an der FH auch so ist oder, ob es ein zentrales Budget gibt.
Ansonsten Klaus, in den sauren Apfel beißen und Unterstützung beantragen (DAAD, DFG, EU-Gedöns...) oder vielleicht einen Sponsor aus der Industrie gewinnen.
Ich finde nicht, daß dieser Apfel sauer ist. Ich schreibe regelmässig Anträge und das kann auch Spaß machen :-)
- Wenn Du krank bist, fallen Deine LV aus :lol:
Also eher ein Nachteil aus Sicht der Studenten im Vergleich zu Universitäten, wenn der Prof. keinen Assistenten zur Hand hat.
Jetzt habe ich aber noch Fragen:
Das heutzutage auch nichts mehr kostenlos ist... :twisted:
- Hast Du konkrete Angebote von FHs?
- Laufen Bewerbungen/Verfahren bereits?
Habe eine Einladung erhalten (Probevorlesung + Probevortrag + Gespräch) und nun rödelt es in meinem Kopf :-)
- Magst Du Dein Fach-/Lehrgebiet ein wenig genauer beschreiben?
Ne, lieber noch nicht.
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und hoffe, dass mein besagter Senf ein klein wenig weitergeholfen hat.
Danke! Und ja, hat es. Aber wenn Du nix dagegen hast, würde ich gerne nochmal auf die Tube drücken, um noch etwas mehr Senf zu den oben gestellten Fragen zu erhalten :-)

Viele Grüße!

Traudel
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von Traudel » 14.03.2015, 17:03

Hallo lieber Klaus,

also, dann woll'n wa ma:
- Wie wiss. MA von Profs an FHs finanziert werden? Och, gar nicht so selten über Haushaltsmittel. Aber ganz häufig natürlich auch nur projektbezogen über Drittmittel. Bei Doktoranden (die ja wenn überhaupt an der koop. Uni eingeschrieben und an der FH Mitarbeiter sind) ist das oft so n Finanz-Potpourri: 25% Haushalt bzw. FB-Budget + 25% Förderung XY + 50% Drittmittelprojekt XY (nicht zwingend Diss.-relevantes Forschungsprojekt, aber häufig). Du bist als (etablierter) FH-Prof also auch mit Mitarbeitern (und Dienern :D ) ausgestattet, aber ich weiß nicht genau, wie hart man dafür kämpfen muss. Und ich bin mir jetzt auch nicht soooo ganz sicher, wie geil das kommt, die Ansprüche auf einen eigenen Mitarbeiterstab als Bedingung in der Berufungsverhandlung zu thematisieren. Als neuer Prof. biste natürlich der King, wenn Du Knete in der Industrie einwirbst, und dann kannst Du Dir fein eine kleine fleißige Schar helfender Händchen einstellen :wink: (und es denen dann besser ergehen lassen, als wir hier vielfach im Forum lesen und schreiben mussten).
- Befristung? Ja logo, gehört ja zum guten Ton, den wiss. Nachwuchs fein in Unsicherheit zu wiegen :oops: Allerdings sind die Stellen an sich mitunter langfristig bewilligt (nur halt werden die Leutchen befristet, und sie streben dann ja auch doch ggf. mal nach Höherem oder so). Also zumindest sozusagen langfristig. Dann schreibt man nach zwei Jahren oder was einen Antrag auf Verlängerung der Stelle mit Begründung und Tätigkeitsbeschreibung und reicht ihn beim wiss. Personalrat ein (ggf. vorab über den Personaldezernenten etc. ...) und hofft auf Bewilligung.

- Reisekosten: Gibt meist Vordrucke für Dienstreisen/Dienstgänge etc. im Intranet. Sind oft interaktive PDFs mit Dropmenus, d.h. da könnte man ja theoretisch die Anlässe für Reisekostenübernahmen mal durchklicken. Hast Du jemanden in der nach Dir kräftig rufenden FH, den Du als Maulwurf bemühen könntest? Oder Du rufst einfach in der Verwaltung an und fragst höflich, ob man Dir mal einen Vordruck mailen könnte.

- LV-Ausfall: Also an der Uni fallen LV ja auch bei Krankheit aus... also zumindest bei uns früher... Und wie gesagt, es werden ja auch die wiss. MA für die Studierendenbetreuung und Lehre (Übungen, Praktika, Labore...) eingesetzt, so dass sie auch Dein Vorlesungsskript bzw. Deine Seminarpräsentation an Deiner Stelle (im Krankheits- oder Konferenzfall) vortragen können.

So, zweite Tube Senf is alle, habe aber noch welche im Schrank... sind ja ungeöffnet ewig haltbar. Weitere Fragen können durchaus also besenft werden :D
Aber natürlich wünsche ich Dir schon einmal gaaaaaanz viel Erfolg, gute Nerven, Durchhaltevermögen, einen dicken Pelz und ne ordentliche Portion Souveränität für die Probevorlesung und den Vortrag und das durch die Mangel nehmen lassen. Auf dass es (mal) fair zugehen möge.
Amen und Prost,
Traudel

-

oclock
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von oclock » 15.03.2015, 15:31

Hallo Traudel,

ich bräuchte noch etwas Senf auf meinem Wür... äh... also ich habe noch ein paar Fragen :-)

Meine erste Frage ist:
Woher hast Du so viele Einblicke in das FH Tagesgeschäft? Bist Du dort schon tätig oder hast Du das alles auch nur irgendwo aufgeschnappt?
Traudel hat geschrieben: Und ich bin mir jetzt auch nicht soooo ganz sicher, wie geil das kommt, die Ansprüche auf einen eigenen Mitarbeiterstab als Bedingung in der Berufungsverhandlung zu thematisieren.
Die Berufungsverhandlungen finden ja erst dann statt, wenn man den Ruf erhält bzw. auf dem 1. Platz steht. Von daher, denke ich, wenn man höflich nachfragt keine Nachteile zu befürchten hat, wenn man ein "Nein" akzeptieren kann. Zumindest diesen Aspekt habe ich bzgl. Berufungsverhandlungen als FH Professor mehrfach im Internet gelesen. Quasi nach dem Motto, daß man in den Berufungsverhandlungen sein zukünftiges Arbeitsklima/umfeld bestimmt. Dazu gehört auch die personelle Ausstattung.
(und es denen dann besser ergehen lassen, als wir hier vielfach im Forum lesen und schreiben mussten).
Selbstverständlich!
- Befristung? Ja logo, gehört ja zum guten Ton, den wiss. Nachwuchs fein in Unsicherheit zu wiegen :oops:
Bisher haben wir über "Doktoranden" geredet. Gibt es auch irgendwie die Möglichkeit promovierte Mitarbeiter als "Assistenten" einzustellen, zB. in Kooperation mit ner Uni?
- Hast Du jemanden in der nach Dir kräftig rufenden FH, den Du als Maulwurf bemühen könntest? Oder Du rufst einfach in der Verwaltung an und fragst höflich, ob man Dir mal einen Vordruck mailen könnte.
Nein, habe ich nicht und so wichtig ist der Punkt jetzt auch nicht. Irgendeine gesetzeskonforme Lösung wird es schon geben. War nur neugierig :) Jedenfalls ist das kein Punkt für oder wider die Professur.
- Und wie gesagt, es werden ja auch die wiss. MA für die Studierendenbetreuung und Lehre (Übungen, Praktika, Labore...) eingesetzt, so dass sie auch Dein Vorlesungsskript bzw. Deine Seminarpräsentation an Deiner Stelle (im Krankheits- oder Konferenzfall) vortragen können.
Aber nur, wenn man einen dieser Mitarbeiter "besitzt". Oder gibt es einen Pool an Mitarbeiter, die ein FH Prof. bei Bedarf "benutzen" kann?

Ich habe jetzt eine -vielleicht aus Deiner Sicht naive- Frage:
In "meiner" Stellenausschreibung stand, daß es hauptsächlich um die Grundlagenausbildung in einem bestimmten Bachelorstudiengang geht. Soweit so gut. Von der gleichen FH stand aber in einer anderen Ausschreibung für eine andere Professur, daß es um die Ausbildung im Bachelor- und Masterstudiengang geht und explizit auch das die Möglichkeit für eigene Forschung gegeben ist.

Das verwirrt mich ein wenig. Werden Professoren tatsächlich an einer FH speziell für Bachelor- und/oder Masterstudiengänge berufen und mit mehr oder weniger Forschungsmöglichkeit ausgestattet/angelockt? Oder stehen einem prinzipiell alle Möglichkeiten offen, wenn man einmal "drin" ist. Oder sollte das in den Berufungsverhandlungen thematisiert werden? Darf ich auch Master-Vorlesungen anbieten, wenn ich das möchte oder werde ich in ein Bachelor-Förmchen gepresst? Darf ich auch Masterarbeiten anbieten, wenn ich nur im Bachelorstudiengang unterrichte oder hassen mich dann die anderen Profs. aus den Masterstudiengängen?

Ich kann mir gut vorstellen, daß Master-Studenten hart umworben werden, weil die Masterarbeit über 6 Monate geht und man damit viel erreichen kann. Viel mehr als mit Übungen, Praktika etc. Vorallem auch wissenschaftlich. Außerdem dürfte der Arbeitsaufwand im Masterstudium für einen Professor geringer sein. Und da in meiner Ausschreibung nichts von Masterstudiengängen & Forschung stand bin ich gerade etwas verwirrt und ich kanna uch nicht die internen Machtspielchen an einer FH einschätzen ...

So viele Fragen ... :-)
So, zweite Tube Senf is alle, habe aber noch welche im Schrank... sind ja ungeöffnet ewig haltbar. Weitere Fragen können durchaus also besenft werden :D
Das lasse ich mir nicht zweimal sagen :-) Immer her mit Deinem Senf :-) Und vielen lieben Dank für die geduldigen Antworten :blume:
Aber natürlich wünsche ich Dir schon einmal gaaaaaanz viel Erfolg, gute Nerven, Durchhaltevermögen, einen dicken Pelz und ne ordentliche Portion Souveränität für die Probevorlesung und den Vortrag und das durch die Mangel nehmen lassen. Auf dass es (mal) fair zugehen möge.
Amen und Prost,
Pfff... du machst mir ja Mut :-)
Vor der Problevorlesung habe ich ein wenig schiss, da das Thema erst später mitgeteilt werden wird und ich daher nicht weiß worauf ich mich vorbereiten soll.

Schönen Sonntag noch ...

Traudel
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von Traudel » 15.03.2015, 16:58

Logo, neue Tube Senf (mittelscharf):
Ja, richtig, ich arbeite seit zwei Jahren an einer (großen) FH - meine Infos sind also nicht nur vom Hörensagen aufgeschnappt, sondern halt in der beruflichen Praxis mitbekommen. ABER natürlich trotzdem nur mit Vorsicht zu genießen, da ich Verallgemeinerungen schwierig finde. Klar, wir sind ja alle kritische Wissenschaftler :D
Mmmh, so etwas wie einen "Mittelbau" oder Postdocs gibt es an FHs ja eigentlich nicht. Habe auch noch nichts von promovierten Mitarbeitern kooperierender Unis miterlebt. Aber dennoch finde ich dieses Arrangement z.B. im Rahmen übergreifender (Drittmittel-)Projekte nicht so abwegig.
Dennoch: Promovierte Mitarbeiter sind an FHs eher z.B. als Leiter oder (leitende) Angestellte in Verwaltung oder zentralen Einrichtungen beschäftigt. Oder halt selbständig in der Lehre tätig als Lehrbeauftragte/ Lehrpersonen für besondere Aufgaben und so.
Dass promovierte Mitarbeiter jedenfalls als Assistenten (wie wir sie von Unis kennen) für Profs tätig sind, kenne ich so nicht. Aber das soll nix heißen. Könnte aber zu "Irritationen" führen, da etliche Profs selbst nicht promoviert sind. In vielen Fachbereichen zählen eben Berufserfahrung und praktische Verdienste mehr als Forschung.
Als ich an der FH zu arbeiten anfing, war ich auch erst mal vollkommen irritiert und verwirrt, dass mein altes Uni-Instituts- und Lehrstuhl-Leben bzw. -System so gar nicht vorzufinden war...
Daher kann ich Deine Fragen absolut nachempfinden, und ich halte keine einzige für naiv, lieber Klaus.

Allerdings kann ich Deine letzte Frage nicht wirklich beantworten, also hinsichtlich der Lehrtätigkeit speziell in BA-/MA-Studiengängen. Viele FHs haben allerdings weitaus mehr BA- als MA-Studiengänge. Gibt es vielleicht ganz einfach zu Deinem Lehrgebiet (bislang) ausschließend einen BA? Oder ist ein (konsekutiver) MA noch geplant? Vielleicht soll deswegen in "Deiner" Stellenanzeige gerade weniger geforscht werden? Vielleicht entwickelt sich da gerade in der Lehre allerlei?
Ist denn hier im Forum jemand als FH-Prof oder als Promovend an einer FH, der aus dem Nähkästchen plaudern könnte?

Nun, der Senf war wirklich eher mittel(scharf), sorry.
Dir und allen Mitlesenden auch einen schönen Sonntag noch,
Traudel

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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von oclock » 16.03.2015, 01:16

Traudel hat geschrieben:Logo, neue Tube Senf (mittelscharf):
Danke. Ich kann Dir im Gegenzug Kaffe anbieten :coffee:
Könnte aber zu "Irritationen" führen, da etliche Profs selbst nicht promoviert sind. In vielen Fachbereichen zählen eben Berufserfahrung und praktische Verdienste mehr als Forschung.
Die Promotion ist doch eine Einstellungsvoraussetzung an einer FH. Das ein Prof. nicht promoviert ist, sollte demnach eher die Ausnahme sein.
Als ich an der FH zu arbeiten anfing, war ich auch erst mal vollkommen irritiert und verwirrt, dass mein altes Uni-Instituts- und Lehrstuhl-Leben bzw. -System so gar nicht vorzufinden war...
Magst Du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern was so die größten Unterschiede waren?
Was gefällt Dir besonders gut und was weniger?
Gibt es bei Dir Machtspielchen unter den ProfessorenInnen bzgl. Lehrveranstaltungen oder extra Ämter etc.?
Werden Grundlagenvorlesungen rotiert oder hälst Du ständig die gleichen Vorlesungen?
Und wenn sie rotiert werden, hast Du dann 'eigene' Vorlesungsfolien oder übernimmt man die vom Vorgänger?
Kannst Du neue Vorlesungen frei anbieten oder ist ein interner Abstimmungsprozess notwendig?
Wie Zeit wendest Du wöchtlich real für Dein Lehrdeputat auf?

Gibt es vielleicht ganz einfach zu Deinem Lehrgebiet (bislang) ausschließend einen BA?
Laut Webseiten existiert ein gleichnamiger Masterstudiengang.
Vielleicht entwickelt sich da gerade in der Lehre allerlei?
Das kann natürlich sein. Aber prinzipiell denke ich, daß man als Prof. die gesetzlich verankerte Freiheit hat zu forschen. Das darf die Uni gar nicht verbieten, solange man den anderen Verpflichtungen nachkommt. Die Frage ist eigentlich nur, wie viel Unterstützung erhält man, bzw. ist es gewollt oder nicht? Aber diesbezgl. mache ich mir -glaube ich- zu viele Gedanken :-)
Ist denn hier im Forum jemand als FH-Prof oder als Promovend an einer FH, der aus dem Nähkästchen plaudern könnte?
Fände ich gut... :)

Im übrigen habe ich eine tolle Seite gefunden, die viele der hier gestellten Fragen beantwortet:
http://hlb.de/haeufig-gestellte-fragen/
Es lohnt sich da mal neuen Senf zu tanken :-)

Viele Grüße

Traudel
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von Traudel » 16.03.2015, 08:25

Moin Moin!
Dass FH-Profs nicht promoviert sind, kommt z.B. in künstlerisch-gestalterischen Studiengängen sehr oft vor - dort gibt es sogar mehr Nichtpromovierte als Promovierte, glaub ich... ich zähl irgendwann mal nach :D
Leider kann ich nicht viel aus dem Nähkästchen plaudern, da ich nämlich an einer zentralen Einrichtung und nicht direkt an einem FB beschäftigt bin ... sorry! Die FB kochen allesamt ihr eigenes Süppchen und gewähren nicht unbedingt Einblick in ihre Mauscheleien und speziellen Praktiken. Hatte aber auch einen Lehrauftrag in den Ingenieurwissenschaften. Zusammen genommen ist ein klein wenig Nähkästchen vielleicht doch vorhanden:
Also:
- Leider kann ich es aus meiner subjektiven Erfahrung nicht leugnen, dass das Niveau der Studis niedriger ist als an der Uni. Wenige mit Vollabitur... geringere Sprach- und Schreibkompetenzen...
- Was ich sehr befremdlich fand, war das völlige Fehlen einer Instituts-Kultur. Und jeder studiert irgendwie das Gleiche, also ich meine, es ist ein kein bisschen so individualisiert und bunt und flexibel wie mein (geisteswiss.) Studium.
- Aber muss dazu sagen: Ich fremdelte zu Beginn auch noch mit den Bologna-Eigenheiten. Bin ein oldschool-Magister, hatte keine Ahnung von CP, Modulabschlussprüfungen etc. Deswegen schien mir vieles neu, was aber gar nicht originär mit dem System FH, sondern vielmehr mit den (allerdings FH-spezifischen) Folgen des Bologna-Prozesses zu tun hatte.
- Sorry, ob und inwiefern Rotationsverfahren in der (Grundlagen-)Lehre angewandt werden und ob ein Austausch von Unterrichtsmedien stattfindet, kann ich Dir leider nicht sagen.
- Hinsichtlich der Einbringung neuer Lehrveranstaltungsthemen muss ich - nur mein persönlicher Eindruck - eingestehen, dass ich geringere Freiheiten und Offenheit als an der Uni wahrnehme... wiederum aber vielleicht auch nur Bologna geschuldet. Sind die Studiengänge einmal akkreditiert und entsprechend durchgetaktet (streng einheitlich im Studienverlaufsplan), bleibt naturgemäß weniger Freiraum. Vielleicht können sich Profs und andere Lehrende eher im Rahmen von Projektseminaren thematisch austoben.

Ich sage Dir ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob lieber an der Uni oder der FH tätig sein möchte... vom Niveau und meinem fachlichen Hintergrund her betrachtet, zieht es mich stark an die Uni zurück. Dann auf der anderen Seite habe ich als Promovierte einen sehr guten Stand an der FH. Ich genieße unheimlich viele Freiheiten, kann mich ausprobieren, vernetzen, weiterbilden. Ich übe eine Tätigkeit aus, die mir großen Spaß macht und komme mit Studierenden, Promovierenden und Lehrenden in engen Kontakt.
Da ich allerdings mich und meine akribische Vor- und Nachbereitung von LV kenne, denke ich, dass eine FH-Professur mit dem einhergehenden enormen Lehrdeputat vielleicht ein bissel too much (Lehre) für mich wäre. Mir kämen die Individualbetreuung von Studierenden und Promovierenden und vor allem meine Freiheit zu kurz :D

Bitte halte uns unbedingt auf dem Laufenden hinsichtlich Deiner Probe-Veranstaltungen!
Und bei Fragen, die nicht in den FAQs des Hochschullehrerbunds auftauchen, immer raus mit der Sprache!
LG Traudel (die jetzt zu ihrem Seminar hetzen muss :D )

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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von oclock » 17.03.2015, 23:51

Hallo Traudelchen,
Traudel hat geschrieben: - Leider kann ich es aus meiner subjektiven Erfahrung nicht leugnen, dass das Niveau der Studis niedriger ist als an der Uni. Wenige mit Vollabitur... geringere Sprach- und Schreibkompetenzen...
Die gibt es aber ganz sicher auch an der Uni (also die, die das Abi geschenkt bekommen haben und nix drauf haben).
- Aber muss dazu sagen: Ich fremdelte zu Beginn auch noch mit den Bologna-Eigenheiten. Bin ein oldschool-Magister, hatte keine Ahnung von CP, Modulabschlussprüfungen etc. Deswegen schien mir vieles neu, was aber gar nicht originär mit dem System FH, sondern vielmehr mit den (allerdings FH-spezifischen) Folgen des Bologna-Prozesses zu tun hatte.
Mich befremdet dieser Mist auch. Ich habe noch ein gutes altes Diplom :-)
Ich sage Dir ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob lieber an der Uni oder der FH tätig sein möchte... vom Niveau und meinem fachlichen Hintergrund her betrachtet, zieht es mich stark an die Uni zurück.
Das sind derzeit auch meine Sorgen. Mit dem Unterschied, daß die Option Uni für mich nicht mehr in Frage kommt. Das wäre noch ein zu langer Weg mit viel zu vielen blöden befristeten Verträgen, etc. Irgendwann will ich auch mal das Leben anfangen und nicht darüber nachdenken, ob mein Vertrag am Ende des Jahres nochmal verlängert wird. Mann wird ja auch nicht jünger, bzw. Frau. Mann wird reifer :mrgreen:
Da ich allerdings mich und meine akribische Vor- und Nachbereitung von LV kenne, denke ich, dass eine FH-Professur mit dem einhergehenden enormen Lehrdeputat vielleicht ein bissel too much (Lehre) für mich wäre. Mir kämen die Individualbetreuung von Studierenden und Promovierenden und vor allem meine Freiheit zu kurz :D
Ich denke, daß das Vor- und Nachbereiten am Anfang sehr stressig sein wird, wenn Du eine Vorlesung zum allerersten Mal erstellst/planst/übst etc. Aber, wenn sich das einmal eingespielt hat, dürfte der zusätzliche Aufwand wesentlich geringer sein. Anfangs rechne ich aber mit einem "Fulltime Job".

Da ist schon meine nächste Frage für die ich etwas Senf benötige :-)

Ich versuche die ganze Situation etwas abstrakter zu beschreiben:

Ich bin seit vielen Jahren in dem Fachgebiet "A1" tätig und wurde darin auch promoviert. Es macht mir Spaß und habe entsprechende Kontakte und ein wissenschaftliches Standing (viele Publikation, Organisation eigener kleinerer Konferenz mit int. Partnern etc.).

Die Ausschreibung der FH war für eine "Professur für A und B". A1 ist ein Untergebiet von A. In B habe ich vor meiner A1-Tätigkeit praktische Erfahrungen gesammelt. Prinzipiell hätte ich also einen sehr großen thematischen Spielraum, um mich zu entfalten. Soweit ist erstmal alles gut.

ABER an der FH ist bereits ein Professor (nennen wir ihn mal X), der Vorlesungen im Fachgebiet A1 anbietet und sich generell auf diesem Gebiet ziemlich breit gemacht hat. Und zwar im Bachelor und Masterstudiengang. Und seine Professur scheint wohl auch "Professur für A1" zu lauten.

Jetzt bin ich (wieder) total durcheinander. Ich möchte "A1" keinesfalls aufgeben und bei 0 anfangen und somit alle Kontakte, alles was ich bisher erreicht habe etc. über den Haufen werfen. Ganz im Gegenteil. Ich möchte auf mein bisher erreichtes aufbauen und das ganze noch ausbauen (zb. Kooperationen). Das wäre meiner bescheidenen Meinung nach auch wesentlich wertvoller für die FH. Schließlich bin ich "Experte" in A1.

Andererseits habe ich die letzten Tage viele FHs abgeklappert und eigentlich keine zwei Professoren innerhalb einer Fakultät mit überlappenden/ähnliches Vorlesungen gefunden. Es scheint so wie an Universitäten zu sein, daß jeder Prof. sein Spezialgebiet hat und andere Professoren wildern nicht in diesem Revier.

Ich frage mich gerade WARUM wurde ich zur Probevorlesung/vortrag eingeladen? Sie müßten doch diese fachliche Redundanz bei Durchsicht meiner Bewerbungsunterlagen bemerkt haben. Das scheint denen entweder egal zu sein oder Absicht!?

In der Ausschreibung stand, daß ich die Grundlagen in A und B im Bachelorstudiengang A1 lehren soll (= also die Drecksarbeit machen) und daher Kenntnisse in A1 erwartet werden. A und B sind aber so allgemein wie zb Philosophie und Psychologie. Damit würde ich quasi alle Fachgebiete dieser Fakultät abdecken. So quasi als der "Über-Prof." :-D Oder aber ich würde später mal jede Grundlagenvorlesung zugewiesen bekommen, damit andere Profs. Zeit für ihr Spezialgebiet haben. So eine Art "Hiwi-Prof.".

Aus (hoffentlich) nachvollziehbaren Gründen möchte ich auch Vorlesungen, Abschlußarbeiten etc. zu A1 anbieten und auch in diesem Bereich weiterforschen (soweit möglich). Dann würde ich aber mit Professor X kollidieren. Es sein denn wir würden uns absprechen und den A1 Kuchen teilen (also er A1.1 und ich A1.2) . Aber ob das üblich und gewollt ist?

Weißt Du, ob es möglich bzw. vorkommt, daß sich zwei Professoren in einem Gebiet fachlich überlappen? Konntest Du sowas bei Dir an der FH beobachten?
Im A1 Bereich zu forschen könnte mir zwar niemand verbieten, aber gehasst werden möchte ich natürlich auch nicht und ohne entsprechende Vorlesungen ist es schwer Studenten dafür zu gewinnen.

Ich könnte natürlich meine Spezialvorlesungen anders verpacken. Also anstatt "Banane" nenne ich meine Vorlesung "Obst" und behandle aber hauptsächlich Bananen :-)

Ich möchte durch "blöde" Fragen, die auf potentielle Konflikte hindeuten, nicht gleich unten durch sein. Sollte ich das im Gespräch mit der Kommission trotzdem ansprechen? Andererseit könnten sie sich ja evtl. gedacht haben, daß ich vielleicht keine Lust mehr auf A1 habe, weil ich mich ja für "A und B" beworben habe. Wenn ich dieses Thema dann anspreche, bin ich evtl. gleich aus dem Rennen ...

Oder alles ist eh nur ein Fake und die wissen schon, wen sie einstellen wollen und ich habe von vornherein gar keine Chance :-)

So eine Bewerbung stresst total sag ich Dir .-)

Viele Grüße
K.

Traudel
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Re: Publizieren als FH Prof? Ablauf bei Krankheit?

Beitrag von Traudel » 18.03.2015, 11:06

Hallo Klausi :D

vielleicht steht an der von Dir angesteuerten FH ja eine (Re-)Akkreditierung der BA- und MA-Studiengänge an, und im Lehrgebiet A1 soll das Angebot ausgeweitet werden. Sollte das nicht so sein und solltest Du dann vom alteingesessenen Prof für A1 als Konkurrent angesehen werden, könnte das natürlich - gelinde gesagt - für Spannungen sorgen. Was übrigens sowohl aus Deiner Sicht als auch aus der Sicht des Profs durchaus nachvollziehbar wäre.
Meine (Re-)Aktionen in solchen Situationen stehen immer unter den Sternen "Diplomatie, Kommunikation, Kooperation". Will sagen: Sprich Deine fortbestehenden Ambitionen im Lehr- und Forschungsgebiet A1 unbedingt an, suche den Kontakt zum ansässigen Prof, zeige Bereitschaft und Willen zur Zusammenarbeit und hau ordentlich mit Deinen Kontakten und Errungenschaften auf die Kacke :D Zeig, was Du für den Fachbereich/das Institut leisten und mitbringen kannst, welch Gewinn Du darstellst. Da werden die Herren nicht verzichten können.
Dennoch immer diplomatisch (also nicht unbedingt ausschließlich A1.1 und A1.2, sondern A1 expanded und optimized) - denn ganz klar wird sich der Prof. für A1 tendenziell bedroht fühlen von dem Grünschnabel Klausilein.
Dass Du mit Grundlagen-VL einsteigen musst, ist übrigens ziemlicher Usus. Man ist halt auch anfänglich Arsch vom Dienst. ABER an unserer FH lehren auch die etablierten Profs Einführungs-/Basis-Vorlesungen. Betrachte es eher als normal, nicht Dein Licht untern Scheffel stellen. Es ist eine Ehre, die Grundsteine zu legen 8)
Nee, Du hast schon recht mit Deiner Beobachtung, bzw. ich möchte Deine Wahrnehmung bestätigen: Auch ich habe den Eindruck, dass jeder Prof sein eigenes Lehrgebiet hat und es wenig Geteiltes oder Überlappendes gibt. Eher Arbeitsteilung. Aber in Wirklichkeit habe ich - insb. in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen - zu wenig Ahnung von den speziellen Vertiefungen in den einzelnen Fächern. Hab ja einen fh-unüblichen Dr. phil.
Ach so, und Bananen mag ich sehr gern! Wenn ich Obst bestelle, hoffe ich, dass auch Bananen dabei sind :D Aber dennoch: Ich rate zu Austausch und Transparenz (Lehrveranstaltung "Obst mit Fokus Banane").
Und ja, abschließend muss ich als Realist natürlich zustimmen: Es könnte alles schon unter Dach und Fach sein und der Kandidat feststehen, aber gehe da mal nicht von aus, Kläus'chen.

Übrigens: Wenn das Ganze etwas spruchreifer wird bzw. Du tatsächlich berufen wirst, hoffe ich sehr, sehr, sehr, dass Du an "meine" FH kommst. Dann gehen wir einen Trinken und gucken, wie Du "Über-Prof." für A1 wirst. Meuterei 8)

Liebe Grüße!

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