Statistikprogramme: SPSS vs. R

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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von DoneXY » 21.07.2012, 15:51

holladiewaldfee hat geschrieben:Ich lese im Eingangsposting nichts von der Motivation [...]
Davon steht auch nichts im Eingangsposting. Ich habe lediglich die Entscheidungskriterien genannt, nach denen ich meine Entscheidung getroffen hätte. Ein weiteres Kriterium, das ich vergessen hatte, nannte Thales: In wie weit lassen sich Probleme mit Recherche im Netz oder durch Bekannte lösen. Auch das wäre mir wichtig.

Ich sehe tatsächlich oft Stellenausschreibungen, in denen spezielle Softwarekenntnisse (auch SPSS nie R) gefordert werden. Da ich hier nur rudimentäre Kenntnisse habe, wird mir jedesmal bewusst, dass ich da eigentlich Nachholbedarf habe.

Natürlich ist Thales Hinweis berechtigt, wer sich in der Vergangenheit in verschiedene Programme eingearbeitet hat, dem traut man das auch für die Zukunft zu. Doch für Menschen wie mich, die mit Software vergleichsweise wenig Erfahrung haben, dreht sich das Bild entsprechend. Daher bin ich froh, dass ich mit meiner Dissertation auch Forschungserfahrung mit dem Programm Z nachweisen kann.

Das mag für den einen keine Rolle spielen, anderen wird es ähnlich gehen.

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Thales
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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von Thales » 21.07.2012, 15:53

R und Word sollte auch kein Problem sein, da du die Abbildungen als pdf, jpg und anderes exportieren kannst.

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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von holladiewaldfee » 21.07.2012, 15:57

Das Problem ist, dass ich bald eine Deadline haben werde und relativ schnell Daten auswerten muss. Wahrscheinlich für den Anfang SPSS und später dann doch R.
Klingt nach einer pragmatischen Loesung. Alternativ koenntest Du noch schauen, ob Du irgendwo S-Plus bekommst - das ist die kommerzielle Version mit R + graphischer Oberflaeche, Du kannst Dir da also auch einiges zusammenklicken, Dir aber die dahinterliegende Syntax anschauen - und die ist in der gleichen Programmiersprache wie R (es gibt da minimale Unterschiede, aber 99% sind gleich). Ich habe vor x Jahren fuer eine Studentenversion von S-Plus im Sonderangebot des Uni-Shops 15 Euro bezahlt, es sind also keine Unsummen.
Zumal mir ein paar Mediziner bereits selbst gesagt haben, dass es hilfreicher ist bei SPSS die Syntax zu benutzen. Und da kann ich eigentlich auch R nehmen. Wenn schon denn schon.
Ja, das trifft genau den Punkt. (R ist Freeware, weisst Du aber sicher.) Die R-Newsgroups bzw. Mailing-Lists sind auch gut, wenn man bei einem konkreten Problem nicht weiterkommt.
R und Latex scheint ja kein Problem zu sein. Wie sieht es mit R und Word aus?
R kann u.a. Graphiken in PDF, PNG, JPG, BMP und TIF erstellen.

@DoneXY: R wird oft in Stellenangeboten nicht reingeschrieben, weil man sich 1. schnell einarbeiten kann und 2. man sicherlich auch nicht diejenigen abschrecken will, die andere Programmiersprachen koennen. Ich habe vor > 10 Jahren mal eine Umfrage bei Grossunternehmen in Deutschland gemacht, welche Statistiksoftware sie benutzen. Sehr oft SAS. In der Pharmaindustrie SAS und R. Meine pers. Meinung zu SAS steht oben, abgesehen davon, dass sich kleinere Unternehmen die Lizenzen gar nicht leisten koennen.
Ich will SPSS gar nicht die Daseinsberechtigung absprechen, aber es ist halt Mist, wenn man nicht weiss, was im Hintergrund an Analysen passiert. Und das in einer Diss, an die man ja i.d.R. noch hoehere Qualitaetsansprueche hat als spaeter im Job, wo oft auch 80% reichen!! Da mit dem CV zu argumentieren, finde ich ... etwas ungluecklich.

Ein riesiger Vorteil von R gegenueber SPSS: R kommt auch mit sehr, sehr grossen Datenmengen noch klar.

DoneXY
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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von DoneXY » 21.07.2012, 16:26

holladiewaldfee hat geschrieben:Ich will SPSS gar nicht die Daseinsberechtigung absprechen, aber es ist halt Mist, wenn man nicht weiss, was im Hintergrund an Analysen passiert. Und das in einer Diss!! Da mit dem CV zu argumentieren, finde ich arg strange.
Ich möchte das ungerne ewig auswalzen. Noch mal:
DoneXY hat geschrieben:Ich habe lediglich die Entscheidungskriterien genannt, nach denen ich meine Entscheidung getroffen hätte.
Offenbar hast Du andere Kriterien. Gut. Eines meiner Kriterien als "strange" zu bezeichnen, ist schlicht egozentrisch. Du kannst Dir sicher sein, dass vor dem Hintergrund meiner Lebenserfahrung die genannten Kriterien Sinn machen.

holladiewaldfee
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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von holladiewaldfee » 21.07.2012, 16:47

Eines meiner Kriterien als "strange" zu bezeichnen, ist schlicht egozentrisch.
Deswegen habe ich es auch editiert. Sorry. F5 rules :-)

Hat halt jeder eine andere Lebenserfahrung :-)

P.S. Um das Missverstaendnis noch auszuraeumen:
und bei R die Lernkurve auch nach einer zweiwöchigen Einarbeitungszeit mit Biss steil bleibt
steile Lernkurve = gut (http://de.wikipedia.org/wiki/Lernkurve)

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Re: Statistikprogramme: SPSS vs. R

Beitrag von DoneXY » 22.07.2012, 15:16

holladiewaldfee hat geschrieben:P.S. Um das Missverstaendnis noch auszuraeumen:
und bei R die Lernkurve auch nach einer zweiwöchigen Einarbeitungszeit mit Biss steil bleibt
steile Lernkurve = gut (http://de.wikipedia.org/wiki/Lernkurve)
Ich traue mich eigentlich gar nicht hier weiter zu machen, doch ist es interessant, von der deutschen Wikipediaseite auf die englische zu wechseln.

Deutscher Text (Grafik: steile Lernkurve):
Steile Lernkurve in ihrer ursprünglichen Bedeutung; in wenig Zeit wird viel Stoff gelehrt, so dass dieser Stoff relativ bequem gelernt werden kann
Englischer Text (Grafik: steile Lernkurve):
Steep learning curve, where learning is achieved very slowly
Hat offenbar etwas mit einem Bedeutungswandel zu tun (vgl. oben "ursprüngliche Bedeutung"):
The familiar expression "steep learning curve" may refer to either of two aspects of a pattern in which the marginal rate of required resource investment is initially low, perhaps even decreasing at the very first stages, but eventually increases without bound.
Early uses of the metaphor focused on the pattern's positive aspect, namely the potential for quick progress in learning (as measured by, e.g., memory accuracy or the number of trials required to obtain a desired result)[5] at the introductory or elementary stage.[6] Over time, however, the metaphor has become more commonly used to focus on the pattern's negative aspect, namely the difficulty of learning once one gets beyond the basics of a subject.

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