Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

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algol
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Re: Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

Beitrag von algol » 20.07.2012, 14:32

SpecialGuest hat geschrieben:Hi,

ich fange gerade mit meiner Dissertation in Medienwissenschaften an. Ich schreibe über ein relativ neues Phänomen der Internetnutzung, welches ich in meinem sozialen Umfeld sehr häufig beobachten kann, über das aber noch gar nicht geforscht wurde.

Gerade versuche ich in der Einleitung zu beschreiben, welches Phänomen ich eigentlichen erforschen möchte - ein Phänomen, das ich aus meinem Alltag kenne. Aber wie kann ich das schreiben ohne "ich" zu verwenden. So .. ?
Ich möchte hier einen anderen Aspekt reinbringen. Eigentlich geht es doch darum, dass Du eine Forschungslücke ausmachst, die Du schließen willst.
In seinem "privaten Umfeld" ein Phänomen zu beobachten, ist sehr selektiv und ohne wissenschaftliche Grundlage. also höchstens für Dich ein Anstoß, an der Stelle noch mal nachzugucken. Die Frage ist: Woran machst Du fest, dass es nicht nur eine selektive Wahrnehmung von Dir bei Deinen Nachbarn ist, sondern wirklich ein "Phänomen"?

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Re: Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

Beitrag von DoneXY » 20.07.2012, 15:25

algol hat geschrieben:In seinem "privaten Umfeld" ein Phänomen zu beobachten, ist sehr selektiv und ohne wissenschaftliche Grundlage. also höchstens für Dich ein Anstoß, an der Stelle noch mal nachzugucken. Die Frage ist: Woran machst Du fest, dass es nicht nur eine selektive Wahrnehmung von Dir bei Deinen Nachbarn ist, sondern wirklich ein "Phänomen"?
Du irrst Dich.

Auch aus solchen Beobachtungen können neue Erkenntnisse gewonnen werden: Abduktion.

Werden diese Erkenntnisse in eine Regel umgewandelt: 'Mein Goldfisch ist ein Fisch' und 'Mein Goldfisch schwimmt gegen den Strom!' folgt daraus 'Alle Goldfische schwimmen gegen den Strom!' handelt es sich um eine Deduktion (= regelgeleitete Prognose).

Wird die Prognose an der Empirie getestet und nach Fakten gesucht, die diese Regel bestätigen oder falsifizieren (Schwimmverhalten einer representativen Menge von Goldfischen im Zusammenhang mit der Strömung), dann wird von einer Induktion gesprochen.

Die wissenschaftlichen Weihen hat das Vorgehen des Threaderstellers.

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Re: Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

Beitrag von algol » 20.07.2012, 17:05

@Done Worauf ich hinaus wollte, ist dass für eine wissenschaftliche Erkenntnis mehr gehört, als nebenbei zwei Nachbarn wahrzunehmen.

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Re: Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

Beitrag von DoneXY » 20.07.2012, 17:35

algol hat geschrieben:@Done Worauf ich hinaus wollte, ist dass für eine wissenschaftliche Erkenntnis mehr gehört, als nebenbei zwei Nachbarn wahrzunehmen.
Sorry, für das Missverständnis. Ich bin auch davon ausgegangen, dass dem Threadsteller das bewusst ist.

Ich hatte auch angenommen, dass mir unbekannte Gründe dafür sprechen, dass sich das von ihm wahrgenommene Phänomen tatsächlich nachvollziehbar empirisch feststellen lässt.

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Re: Die persönliche Wahrnehmung einbeziehen ohne "ich"

Beitrag von algol » 20.07.2012, 19:03

allea klar :blume:

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