Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

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Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

Beitrag von Baldrian » 16.07.2012, 12:25

Liebe DoktorandInnen,

Zum Start dieses Semesters habe ich meine Doktorarbeit im Fach Kunstgeschichte begonnen. Alles sieht sehr schön aus: Ich hatte einen Magisterabschluss mit dem Prädikat 'Ausgezeichnet', der Betreuer meiner Magisterarbeit bot mir von sich aus an, auch mein Doktorvater zu werden; dass er in meinem bevorzugten Forschungsgebiet nicht so 100% daheim ist, kann ich hoffentlich durch eine externe Zweitgutachterin ausgleichen, der ich meine Idee vorgestellt habe und die mir dazu geraten hat, sie weiter zu verfolgen und noch dazu sofort einverstanden war, das Zweitgutachten zu übernehmen. Finanziell bin ich leider noch nicht von meiner Mutter unabhängig, aber sie unterstützt mich vorbehaltslos. Mein Institut kann mir leider keine feste Anstellung bieten, aber immerhin bekomme ich ohne Zögern Tutorien übertragen bzw. bald auch die Leitung eines Proseminars.

Dennoch - ich sitze nun hier und frage mich immer wieder, was dabei eigentlich rauskommen kann. Mein Motivationsproblem ist ein Doppeltes. Zum einen bin ich mir unsicher, ob meine Ausgangsidee wirklich reicht, um eine komplette Dissertation zu tragen, und wie ich sie gegebenenfalls erweitern könnte. Ich traue mich nicht wirklich, so kurz nach Beginn schon bei einem meiner Betreuer mit diesen Zweifeln anzukommen. Das andere, das schwerer wiegt, ist mein ständiger sorgenvoller Blick in die Zukunft. Kunstgeschichte gilt ja gern abschätzig als dieses klassische 'Höhere Töchter'-Fach für Leute, die einen reichen Papa haben bzw. reich verheiratet sind und nie arbeiten müssen. Das habe ich aber nicht, bin ich nicht und will ich nicht sein. Ich mag dieses Fach, die Wahl es zu studieren war eine absolute 'Liebesheirat', aber ich denke mir trotzdem immer öfter: "Hat es wirklich Zukunft, was ich da tue?" Werde ich jemals eine Stelle finden, in der ich mit dieser Materie auch arbeiten kann? Oder sitze ich irgendwann als Dr.phil. in einem Sekretariat und tippe Briefe ab?" Geistes- und Kulturwissenschaftler müssen ja gemeinhin kreativ sein, wenn es um das Finden einer Stelle geht. Aber genau das macht mir solche Sorgen. Ich bin eigentlich ein Typ, der sehr auf Sicherheit bedacht ist. Dann hätte ich mir die Wahl meiner Studienfächer besser überlegen sollen oder am besten gleich eine Ausbildung? Vielleicht, aber leider liegen meine Talente nunmal hier und nicht im mathematischen, technischen, wirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich, was ich mit jedem Tag mehr bedauere.

Kurz - ich fühle mich ziemlich stark hin- und her gebeutelt zwischen dem Wunsch, weiterhin das zu tun, was ich mag und gut kann, und dem Verlangen nach einem 'sicheren' Beruf, bei dem ich weder mitleidige Blicke ernte noch ständig die Frage gestellt bekomme, was man denn damit mal machen kann. Ob man mir hierzu wirklich einen Rat geben kann weiß ich nicht, aber es tut mir zumindest gut, hier meine Sorgen zu teilen.

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Sasil
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Re: Zukunftsangst

Beitrag von Sasil » 16.07.2012, 15:47

Zwei Fragen kommen mir spontan beim Lesen deines Posts:

Du hast keine Stelle, arbeitest aber für lau am Institut? (Lehrveranstaltungen)? Ist das a) eine gute Idee und b) kannst du dir vorstellen, später in die Lehre zu gehen, so dass das zumindest als Erfahrung für dich Sinn macht? Sonst sehe ich das gerade etwas kritisch, bin aber auf dem Gebiet ganz klar kein Experte.
Außerdem frage ich mich, ob du dir denn schon mal genauer Gedanken gemacht hast, also konkreter, was für dich in Frage kam? Bei Kunstgeschichte würde ich sonst als Arbeitsgebiet außer der Uni natürlich spontan an Museen etc. denken, da dürfte es aber auch von Vorteil sein, wenn du dort gegebenfalls schon während der Promotion reinschnuppern könntest, duch Praktika oder - meiner Meinung nach definitiv vorzuziehen - einer halben oder Aushilfsstelle. Gerade in den Geisteswissenschaften ist es meiner Meinung nach wichtig, schon nebenbei immer mit einem Fuß die Tür zu späteren, möglichen Berufen aufzuhalten und wenn du schon irgendwo Erfahrung sammeln kannst, ist das nie verkehrt. Es hilft ja außerdem auch dir, festzustellen, ob du dir den Beruf dann doch tatsächlich auch vorstellen könntest.

Baldrian
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Re: Zukunftsangst

Beitrag von Baldrian » 16.07.2012, 16:23

Danke für deine Antwort und die konstruktiven Fragen. Zur Klärung: Ich habe keine über drei Jahre laufende Doktorandenstelle mit 50-65% nach TV-L. Ich arbeite aber auch nicht für komplett lau, sondern habe immer wieder (eben leider nur semesterweise) einen Lehrauftrag bzw. eine Tutorenstelle, das wird nur leider ziemlich niedrig vergütet.

Ja, ich kann mir vorstellen, in die Lehre zu gehen, deswegen bin ich für die Möglichkeit und die Erfahrung auch durchaus dankbar. Lieber noch würde ich in einem Museum arbeiten, dort habe ich auch schon ein Praktikum gemacht. Ganz ohne Plan stehe ich also nicht da und scheine laut Aussage von Dozenten bzw. Museumsmitarbeitern auch geeignet zu sein, nur - es gibt halt wesentlich weniger Stellen auf diesem Gebiet als Bewerber. Eine Museums-Volontärin berichtete mir mal von 250 Mitbewerbern auf ihre Stelle. Schon allein diese Tatsache droht mich manchmal völlig aus der Bahn zu werfen, denn neben diesen doch relativ hoch gesteckten Zielen sehe ich keinen sinnvollen 'Plan B'.

Wenn ich meine Sachen so durchlese, ist mir schon bewusst, dass ich auf relativ hohem Niveau klage. Nur wie gesagt - mein enormes Bedürfnis nach dem, was ich als 'berufliche Sicherheit' ansehe, macht mich immer wieder so unruhig, dass ich mir die Zukunft in den allerdüstersten Farben ausmale.

mahi
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Re: Zukunftsangst

Beitrag von mahi » 16.07.2012, 17:02

Ganz ehrlich, ich wuerde mir da auch Gedanken machen. Berufliche Sicherheit wird immer wichtiger, je aelter man wird. Es stimmt, dass all deine Alternativplaene, soweit ich das einschaetzen kann, nicht wirklich "sicher" sind.

An deiner Stelle wuerde ich die Promotion machen, aber einen etwas sichereren Alternativplan haben. Keine Ahnung, ich kenn mich da echt nicht aus, aber wie waers mit einem Nebenjob in zb. einer PR Agentur oder ein Fernstudium mit praktischer Anwendung.

Nur Kunstgeschichte und als alternative Museum waer mir bei den beschriebenen Berufsaussichten echt auch zu riskant.

Amalia
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Re: Zukunftsangst

Beitrag von Amalia » 16.07.2012, 17:49

Liebe Baldrian,

leider nur kurz, aber trotzdem vielleicht ein paar hilfreiche Tipps von einer Historikerin mit Ziel Museum.

- Mach die Promotion, ohne wirst du kaum fachlich arbeiten können.
- Bewirb Dich um Stipendien, dass ist nicht nur wg. Geld wichtig, sondern auch wg. dem Drumherum.
- überlege Dir genau wo du hin willst (lass dich ggf. beraten) und suche Dir entsprechende Nebenjobs, in denen du schon Erfahrung sammeln kannst. z.B. Lehraufträge bei Ziel Wissenschaft; Führungen und Werkaufträge, wenn du ins Museum willst, …

Fazit: Es ist nicht leicht als GeiWi fachlich arbeiten zu können und damit auch noch seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es geht, wenn man strategisch und vor allem zielgerichtet vorgeht. Einen Plan B außerhalb des Faches solltest du dir auch zulegen, aber nicht zum Anfang der Promotion, sondern erst gegen Ende (Konzentration auf das Ziel!). Bei mir ist das z.B. eine 3-monatige Fortbildung zur Projektmanagerin.

Wenn du mit der Unsicherheit einer geisteswissenschaftlichen Kariere gar nicht leben kannst, solltest du auf keinen Fall promovieren, sondern dich jetzt um eine Alternative kümmern und ggf. die entsprechenden Fortbildungen machen.

Viel Glück!
A.

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Re: Zukunftsangst

Beitrag von Sebastian » 16.07.2012, 19:05

Amalia hat geschrieben:Es ist nicht leicht als GeiWi fachlich arbeiten zu können und damit auch noch seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es geht, wenn man strategisch und vor allem zielgerichtet vorgeht. Einen Plan B außerhalb des Faches solltest du dir auch zulegen, aber nicht zum Anfang der Promotion, sondern erst gegen Ende (Konzentration auf das Ziel!). Bei mir ist das z.B. eine 3-monatige Fortbildung zur Projektmanagerin.
Mit steigendem Lebensalter (40) ist inzwischen noch eine ganz andere Erkenntnis gereift: Schule und Studium sind Ausbildungen, die sehr gezielt einen bestimmten Idealtypus fördern, aber meist nur auf ein sehr beschränktes, ziemlich exakt definiertes Ziel im Mainstream hin.
Solange man in dem System steckt, können sie einen vielleicht noch glauben lassen, dass diese exakt definierten Ziele das einzig wahre Ideal sind, und dass alles andere mehr oder minder zweite Wahl oder gar verachtenswert ist*. Zufällig braucht man für diese Ziele immer auch die Top-Ergebnisse, und wer die nicht bringt, fliegt aus dem System heraus.
Zwischenzeitlich kann ich aber sehen, was aus den Menschen in meiner Umgebung geworden ist, die auf diese Weise vor zehn oder zwanzig Jahren aus dem Raster gefallen sind. Und mein Eindruck dabei ist: Es geht ihnen gut. Es geht ihnen sogar sehr gut. Sie sind glücklich an den Orten, an denen sie mal mit mehr, mal mit weniger Eigeninitiative gelandet sind.
Wirklich unglückliche Gestalten sind mir dabei noch nicht untergekommen. Und wenn man mal direkt vergleicht, wer summa summarum glücklicher/wohlhabender/zufriedener erscheint, dann lässt sich das jedenfalls in keiner Weise auf den Punkt reduzieren, ob einer 1:1 seine (oder gar fremde) Pläne zu Schulbildung oder Studium umgesetzt hat.
Also: Es ist gut Ziele zu haben und sie zu verfolgen.
Wenn man sie aber - aus welchen Gründen auch immer - verpasst, greif ich auf Opas Spruch zurück:
Geht ein Roggenschiff weg, kommt ein Weizenschiff wieder.

Nur Mut!
Sebastian

* Ist ja auch irgendwie logisch: Welches Berufsziel sollte denn ein Lehrer oder Universitätsprofessor einem - bewußt oder unbewußt - besser nahebringen können als den Beruf in dem System, für das er selbst sich entschieden hat, in dem er glücklich ist und in dem er sein gesamtes Leben verbracht hat?

Amalia
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Re: Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

Beitrag von Amalia » 16.07.2012, 19:46

@ Sebastian: Da hast du sehr recht!
Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass man als GeiWi auch eine ordentliche Portion Glück braucht.

Die Unsicherheit bezüglich der eigenen Zukunft ist für einen GeiWi oft schwer auszuhalten, trotzdem sollte man sich nicht entmutigen lassen. Erstmal ein klares Ziel verfolgen und zur gegebenen Zeit eben auch andere Gelegenheiten ergreifen. Mit dieser Mischung sollte es ganz gut klappen, mit dem Lebensglück.

Baldrian
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Re: Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

Beitrag von Baldrian » 16.07.2012, 22:05

Vielen Dank Amalia und Sebastian für eure lieben und dabei doch realistischen Worte! Sie haben mir wirklich geholfen, meine Situation nicht mehr ganz so schwarz zu sehen.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann kenne auch ich einige Personen, die jetzt glücklich sind in einem Beruf, der mit ihrem Studium bzw. ihrer Ausbildung vordergründig nichts zu tun hat. Es scheint mir nur recht hart, die einmal eingetretenen Pfade zu verlassen bzw. mal einen Nebenweg auszuprobieren. Aber Opas Spruch (den ich bisher noch nicht kannte) sollte ich mir dringend auf meine Pinnwand heften.

halo5
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Re: Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

Beitrag von halo5 » 17.07.2012, 15:20

Hallo,
stimmt schon, wenn Du genau weisst, dass Kunstgeschichte (hatte ich mir auch für die Studienwahl überlegt und find ich immer noch extrem spannend) dein Ding ist, dich fachlich interessiert, du ein Händchen für hast und v.a. du es in einer gewissen Weise auch als Hobby ansiehst, du mit Herz dabei bist, auf jeden Fall weiterverfolgen. A) hält man eine Diss sonst nicht durch und eien weitere Unikarriere in dem Feld macht dann kaum Sinn und B) früher oder später merkt man, dass ein reiner Brotberuf auf Dauer nicht glücklich macht. Den allerdings kann ich, als vorübergehende Lösung/Finanzierung und Neu-Erfahrung nur schwerstens empfehlen. Außerdem Spezialisierung auf Themen die nicht jeder macht und "was praktisches". Könnte mir vorstellen, dass, falls du nicht an der Uni bleibst, Projekt-, Eventmanagement, Archivwesen oder Recht oder journalistische Erfahrung gern gesehen sind.

Gerade als Geisteswissenschaftler muss man auch mal über den Tellerrand schauen. Ganz ehrlich, wenn man für sich entschieden hat, nicht an der Uni zu bleiben und spätestens im ersten bewerbungsgespräch die Frage raushört, "und was haben Sie sonst so in den x Jahren Promotion gemacht?" läuft was falsch. Auf eine Diss allein als Qualifizierung kann man nicht bauen. Jeder der, ein, zwei Jahre Berufserfahrung hat (oft völlig egal was), ist da der interessantere Kandidat. in der Praxis interessiert den Personaler weder das Thema noch die Abschlussnote. Warum auch? Du wirst nicht eingestellt weil Du Experte für xy bist, sondern anhand der Erfüllung der Kriterien, die du brauchst um Projekt yz zu machen. Ich habe manchmal den Eindruck,d ass in vielen Geisteswissenschaften eine Abneigung, Scheu oder sogar etwas Verachtung für Praktika, fachfremde, nicht-intellektuelle Nebenjobs, freie Mitarbeit, Journalismus, Consultancy und ganz besonders ehrenamtliches Engagement (Datscha-Verein bis Amnesty) vorherrscht. Es wird immer so viel von Networking gesprochen, vielleicht sollte man sich aber nicht soviel fragen, wie man das bestmöglich optimieren kann, sondern eher woher die Kontakte kommen. Vom am Schreibtisch sitzen und promovieren allein sicher nicht. Ich weiss nicht, was viele Studenten in ihren Semestern machen aber Möglichkeiten gibts genug. Das finanzielle Argument, dass man als Geisteswissenschaftler für Praktika zahlen muss, da meist für lau, zählt auch nur bedingt. Es gibt oft Stipendien und man hat nie wieder so viel Zeit zu arbeiten um sich sowas zur Not selbst zu finanzieren und es ist durchaus mal eine bereichernde Erfahrung morgens vom Arbeiten direkt in die VOrlesung zu gehen. Gehört meiner meiner nach wie Parties zum Studentenleben. Aber Ansichtssache, da hat jeder, genau wie bei Studiengebühren seine eigene Meinung.

Zudem noch die Frage, auch wenn das hart klingen mag: Warum wissen viele Promovierende um die 30 noch nicht, in welche Richtugn sie später wollen? Zum Vergleich, Auszubildende müssen diese Entscheidung mit 16 treffen, in den USA gehts direkt nach dem Bachelor ins Berufsleben und wenn auch nur kurz um dann den MA anzuschließen. Ich halt auch nichts davon, das eine - und nur das - Berufsziel vor Augen zu haben. Aber man muss doch grob wissen welche 5 Möglichkeiten für einen interessant sind, wer man ist, was realistisch ist, was man kann und welche Ziele man beruflich mittel- und langfristig hat. Um noch ehrlicher zu sein, diese 5-10 Jahre Unterschied an Erfahrung, Praxis, Reife, den viele gerade Promovierte dann am Ende haben die ausschließlich promoviert haben zu BA oder MA absolventen, kann man nur schwer wieder aufholen. Ich bin kein Befürworter von geschliffenen Lebensläufen, die mit 12 beginnen und mit 24 aufhören, dazwischen nur abgehandelte "Stationen". Aber man kann durchaus Turbo einschalten und damit viel mitnehmen, über den CV hinaus, auch als unwiderrufliche Lebenserfahrung. So gesehen gehört eine gute Portion Glück dazu, aber der Großteil ist schon Vorarbeit und Planung. Noch ein letzter Punkt zu Zukunfsängsten: Mal ganz allgemein gesehen, ist der Arbeitsmarkt seit ca. letztem Jahr, in vielen Bereichen, gerade für Geisteswissenschaftler der beste der letzten 10 Jahre...

Ich will damit nicht kritisieren o.ä. aber dir im Gegenteil Mut zusprechen, das Kunstgeschichte-Ding zu machen, allerdings mit offenen Augen und gesunder Neugier für völlig andere Bereiche!

holladiewaldfee
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Re: Zukunftsangst: Thema + Perspektiven (Kunstgeschichte)

Beitrag von holladiewaldfee » 17.07.2012, 17:35

halo5 hat geschrieben:Warum wissen viele Promovierende um die 30 noch nicht, in welche Richtugn sie später wollen?
Vielleicht gerade, WEIL sie in die unterschiedlichsten Bereiche hineingeschnuppert haben und vielseitig interessiert sind.
halo5 hat geschrieben:diese 5-10 Jahre Unterschied an Erfahrung, Praxis, Reife, den viele gerade Promovierte dann am Ende haben die ausschließlich promoviert haben zu BA oder MA absolventen, kann man nur schwer wieder aufholen
Ich hoffe, ich verstehe Dich da nicht richtig, dass Promovierte grds. weniger Reife haben als Nicht-Promovierte. :roll:
Baldrian hat geschrieben:Vielleicht, aber leider liegen meine Talente nunmal hier und nicht im mathematischen, technischen, wirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich, was ich mit jedem Tag mehr bedauere.
Das solltest Du aber nicht bedauern. Stell Dir mal vor, es gaebe in Deutschland keine Geisteswissenschafter, keine Kultur, keine Kunst, keine Literatur, keine Musik... Dann waeren wir irgendwo zwischen 1984 und Brave New World.

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