Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-Stick

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skleine
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Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-Stick

Beitrag von skleine » 30.03.2011, 17:15

Hallöchen,

ich habe mir letzte Woche die aktuelle Version von Citavi gekauft und möchte sie für meine Dissertation nutzen.
Um sicher zu gehen, dass meine Daten nicht verloren gehen, will ich mich gegen mögliche Risiken (Diebstahl, PC kaputt etc.) absichern.
Kann ich die zweie Installation auf einem USB-Stick machen? Ist das sicher?

Was passiert, wenn ich mit Citavi arbeite, meine Literatur eingebe etc. und dann mein Laptop geklaut wird/kaputt geht?
Ich habe mir auch eine Back-up CD gekauft. So kann ich ja dann wenigstens das Programm wieder installieren. Aber gibt es auch die Möglichkeit, meien eingegebenen Daten doppelt zu sichern? Schließlich arbeitet man ja nicht nur ein paar Monate der Dissertation und ein Datenverlust wäre gravierend.

Was würdet ihr mir raten?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Grüßle
skleine

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nmr_psi
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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von nmr_psi » 30.03.2011, 17:44

Hallo skleine,

aus vielen Erfahrungen, die ich bei Kollegen mitbekommen habe, halte ich die mehrfache Datensicherung an verschiedenen Orten für geeignet. Citavi erzeugt beim Schliessen automatisch eine Backupdatei der Datenbank, die auch noch ZIP-komprimiert ist. Du kannst diese Datei auf einen oder mehrere USB-Stick kopieren und sicher lagern.Dazu kann Citavi auf dem USB-Stick installiert werden, muss es aber nicht. Das Programm kann man auch schnell aus dem Internet herunterladen - die Lizenzdaten sollten dann aber griffbereit sein.

Persönlich fand ich es immer praktisch, alle Dateien mit Datumangabe aufzubewahren (nicht nur die Literatur, sondern auch alle Textdateien, Präsentationen etc.). Nicht immer macht die Technik den Fehler, oft ist es auch der Benutzer. Bei Löschaktionen ist immer schnell auch ein falscher Datensatz gelöscht und bei entsprechender Sicherungsstrategie kann dieser einfach wiederhergestellt werden. Ausserdem kann es auch vorkommen, dass eine Datenbank einmal durch einen Programmfehler korrumpiert wird. Das ist selten, aber in so einem Fall ist es immer gut, wenn man eine aktuelle Sicherung (täglich!) zur Hand hat. Heute ist der Speicherplatz in der Regel kein Problem mehr und man kann es sich leisten, die Jahre für die Dissertation recht grosszügig damit umzugehen. Danach kann man ja immer noch die Aufräumaktion starten. Meine Daten habe ich mit dieser Methode auch räumlich verteilt (Büro, Wohnung, Auto). Neben mehreren Kaffee-Überschwemmungen habe ich auch einen Hausbrand eines Kollegen während meiner Doktorarbeit erlebt, dem von seiner eigentlich vorbildlichen Datensicherung nichts blieb, weil alles ein Raub der Flammen und des Löschwassers wurde.

Vielfach empfohlen wird auch eine Art Zweit-Emailadresse z.B. bei GMX, Freemail, o.ä., anzulegen, wohin man per E-Mail den aktuellen Stand als E-Mail mit Dateianhang schickt. Im Schadenfall kann man diese E-Mails gut abrufen und hat wieder alles zur Hand. Der Vorteil des Postfaches ist auch, dass die E-Mails das Datum gleich anzeigen. Allerdings würde ich einen Anbieter wählen, der kostenlos genügend Speicherplatz bietet (bei GMX meistens ca. 1 GB). Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Freemail Bedenken sollte man eben auch bei den Speichermedien USB-Stick und Festplatten, dass diese mit der Zeit auch altern und nicht zuverlässiger werden - diesen Nachteil hat das Postfach nicht, wenn kein automatisches Löschen nach einer gewissen Zeit eingestell ist (Achtung: Voreinstellungen des Anbieters beachten). Hinzu kommt noch, dass viele Speichermedien stets im Vollzugriff sind, d.h. auf ihnen auch gelöscht werden kann. Bei sehr wichtigen Daten macht das Brennen auf DVD ab und zu sicher Sinn.

Die Diebstahlgefahr muss man individuell bedenken. Kann jemand mit den Daten wirklich etwas anfangen? Falls ja, würde Verschlüsselung in Frage kommen, die z.B. nur auf den Ordner mit den Dissertationsdaten angewandt werden könnte. Dies ist ein Punkt, den man einfach individuell beachten muss. Der Diebstahl besteht ja aus zwei Teilen: Verlust der Technik/Daten und möglicherweise ein Missbrauch der Daten durch Dritte. Wenn man hier sehr grosse Bedenken hat, wäre es vielleicht sinnvoll, die sensiblen Daten zu Hause auf einer externen Festplatte zu behalten und auf dem Laptop nur die wirklich benotigten Daten zu speichern.

Zum Schluss möchte ich Dir noch raten, ab und zu den Fortgang des Werkes einmal auszudrucken. "Was man schwarz auf weiss hat, kann man getrost nach Hause tragen." Das schadet nie.

Wünsche Dir viel Erfolg und möglichst keine Probleme mit der Technik.

Beste Grüsse

nmr

myfunnyvalentine
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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von myfunnyvalentine » 30.03.2011, 19:28

Die imho einfachste und sicherste Lösung ist ein online-backup, etwa bei dropbox.

Erfüllt alle genannten Dienste, ist kostenlos (2 GB; kostenlos erweiterbar bis 8/16 GB), lässt sich über truecript verschlüsseln, backup erfolgt automatisch… 

Alles andere ist komplizierter :)

nudelkatze
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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von nudelkatze » 30.03.2011, 20:08

Ich habe mir Citavi für meine Masterarbeit auf den Laptop und einen USB-Stick installiert. Ich habe dann täglich eine Sicherung auf dem USB-Stick angelegt. Ich habe für jeden Tag einen neuen Ordner mit Datum gemacht. Installiert habe ich mir hierfür das Synchronisationsprogramm Tucan (http://portableapps.com/ für Installationen auf dem Stick, kennst du aber wohl von Citavi schon ...). Man kann ja auch auf dem Stick arbeiten und dann den Laptop synchronisieren ...
Bei meiner Diss arbeit ich zwar mit JabRef, gehe aber ähnlich vor. Ich arbeite auf dem Laptop und habe mir eine externe Festplatte zur Datensicherung gekauft (ich benutze die Festplatte aber auch, um auf ihr zu schreiben und synchronisiere dann später den Laptop). Zusätzlich benutze ich noch die DropBox. Teilweise speichere ich 2-3 mal am Tag meine Daten - jedes Mal, wenn ich eine Pause mache. Man kann ja nie wissen wann der Laptop abkackt :wink:

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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von Sebastian » 30.03.2011, 22:47

Ich würde den Schwerpunkt nicht so sehr auf der Installation des Programms, sondern - wie die Vorredner - eher bei den Daten sehen: Das Programm kannst Du notfalls mit Geld wiederbeschaffen, die Daten tendenziell nicht.
Ich halte das Thema Datensicherung für sehr wichtig - einschließlich der schon angesprochenen räumlichen Trennung vom heimischen Arbeitsplatz.
Als Windows-Nutzer arbeite ich inzwischen gern mit Robocopy - aber für überschaubare Anzahlen von Dateien (DIss + Literaturverzeichnis) gibt es mit der vielgelobten Dropbox sicher bequemere Wege.

Die ganze Sicherei ist evtl. lästig, aber es gilt weiterhin;
Wie wichtig ein Backup ist, merkt man erst, wenn man keines hat.

Sebastian

deliliah
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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von deliliah » 31.03.2011, 10:18

myfunnyvalentine hat geschrieben:Die imho einfachste und sicherste Lösung ist ein online-backup, etwa bei dropbox.

Erfüllt alle genannten Dienste, ist kostenlos (2 GB; kostenlos erweiterbar bis 8/16 GB), lässt sich über truecript verschlüsseln, backup erfolgt automatisch… 

Alles andere ist komplizierter :)
Dropbox habe ich wieder abgeschafft. Es gibt zu viele negative Nachrichten, darüber wie unsicher der Betreiber mit diesen Daten umgeht. Da kann man den Kram auch gleich direkt ins Netz stellen.

myfunnyvalentine
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Re: Sicherung eingegebener Daten (Literaturverwaltung)/USB-S

Beitrag von myfunnyvalentine » 31.03.2011, 10:32

Dropbox habe ich wieder abgeschafft. Es gibt zu viele negative Nachrichten, darüber wie unsicher der Betreiber mit diesen Daten umgeht. Da kann man den Kram auch gleich direkt ins Netz stellen.
Halte ich erstens für ein Gerücht und zweitens, ich erwähnte es bereits, besteht die Möglichkeit einer Verschlüsselung :)

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