Themenfindung Dissertation Finanzwirtschaft

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
Neue Fragen bitte hierher.

Antworten
Daniel
Neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 11.04.2021, 18:35

Themenfindung Dissertation Finanzwirtschaft

Beitrag von Daniel »

Hallo Forum,

ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Dissertationsthema, welches ich neben meiner beruflichen Tätigkeit gerne bearbeiten möchte. Ich arbeite im Bereich Makro/Konjunktur und Finanzmarktmarktanalyse und suche zu diesem Themengebiet schon seit längerer Zeit ein passendes Thema, welches idealerweise in die Richtung Asset Allocation / Investment Strategie gehen sollte, also die Verbindung von Makro und Finanzmarkt.

In der Vergangenheit habe ich mich bei der Themenfindung u. a. mit verschiedenen Ansätzen zum Thema Smart Beta beschäftigt – leider kam dort nicht wirklich ein promotionsfähiges Thema bei heraus. Ein anderer Ansatz war die Asset Allocation anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. die Korrelation von Assets. Aber auch hier war ich nicht besonders erfolgreich. Problem: Beispielsweise sind Siemens oder VW zwar formaljuristisch deutsche Unternehmen, agieren aber weltweit. Mit welchem länderspezifischem BIP vergleicht man solche Unternehmen am besten? Gleiches gilt dann für die Korrelation von Indizes, in denen diese Unternehmen gelistet sind.

Ihr seht, je näher und länger ich mich mit interessanten Themen beschäftige, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass sie als Dissertationsthema nicht taugen :(

Daher meine Frage und Bitte zugleich: Hat jemand vielleicht den ein oder anderen Denkanstoß für meine Themenfindung)?

Vielen Dank!

Anzeige:

flip
Beiträge: 1127
Registriert: 02.11.2012, 02:50
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Themenfindung Dissertation Finanzwirtschaft

Beitrag von flip »

Na, du bist doch schon auf dem richtigen Weg. Du musst nur anfangen eine Nummer kleiner bzw. wissenschaftlicher zu denken.

Also:
In der Praxis interessiert dich die Fragestellung, was die beste Allokationsmethode von Wertpapieren ist. In der Wissenschaft überprüfst du die verschiedenen Szenarien und fundierst sie mit Theorie. Dafür muss man die Theorie allerdings kennen - und natürlich die aktuellen Entwicklungen. Was du aktuell tust ist dir aus dem Tagesgeschäft heraus Gedanken über diese Dinge zu tun. Das klappt niemals. Denn das was dir gerade vorschwebt, haben Praktiker und Theoretiker schon in den 80er Jahren mit der Etablierung der moderneren Portfoliotheorie getan.

Das heißt, du suchst dir die Literatur dazu heraus, arbeitest dich durch die letzten 30 Jahre, reduzierst alles auf die relevantesten Paper findest eine Nische(!), die noch keiner bearbeitet hat und entwickelst daraus eine Fragestellung, die man auch empirisch überprüfen kann.

In deinem Fall hast du bereits ein Problem gefunden, nämlich dass es offensichtlich unterschiedliche Gewichtungsarten für Unternehmen gibt. Ich rate jetzt mal, aber dazu gibt garantiert schon zig Untersuchungen, woran du anknüpfen kannst.
Wierus
Beiträge: 926
Registriert: 11.05.2009, 20:43
Status: Dr. phil.
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 48 Mal

Re: Themenfindung Dissertation Finanzwirtschaft

Beitrag von Wierus »

Hallo,

ich würde es mit einem Blick in die Fachzeitschriften der letzten zwei Jahre versuchen. Gibt es ein herausragendes wissenschaftliches Periodikum zur Finanzwirtschaft? Da würde ich es am ehesten versuchen. Neueste Monografien von (professoralen) Experten in den Gebieten deines Interesses sind ebenfalls ein Muss, um den Anschluss an die aktuelle Forschungsdiskussion zu finden, denn die dürfte in VWL entscheidend sein.
flip
Beiträge: 1127
Registriert: 02.11.2012, 02:50
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Themenfindung Dissertation Finanzwirtschaft

Beitrag von flip »

Wierus hat geschrieben: 12.04.2021, 17:05 Hallo,

Da würde ich es am ehesten versuchen. Neueste Monografien von (professoralen) Experten in den Gebieten deines Interesses sind ebenfalls ein Muss, um den Anschluss an die aktuelle Forschungsdiskussion zu finden, denn die dürfte in VWL entscheidend sein.
Niemand mit ernsthaften Promotionsabsichten schreibt in der VWL eine Monographie, außer er wird dazu gezwungen. Und selbst dann kommt es nur auf die Artikel an, die man nebenbei publiziert (publizieren muss). Auf dem Gebiet der Portfoliotheorie tummeln sich seit Jahrzehnten die üblichen Verdächtigen. Es reicht aus, deren Publikationen durchzusehen und man hat genügend (neuere) Autoren, die man durchforsten kann.
Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag