Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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klausm
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Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von klausm »

Hallo,

mein Kapitel zum Stand der Forschung ließ sich gut schreiben. Es hat ca. 30 Seiten. Da die Auswertungen sehr umfangreich dokumentiert sind (Methoden und Ergebnisse und die Diskussion etwa 200 bis 300 Seiten, Diskussion länger als Stand der Forschung), ist der Anteil vom Stand der Forschung aber natürlich am Ende ziemlich klein. Seht ihr da ein Problem? Wie soll ich es beheben? Mehr Theorie reinschreiben?

Danke.

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SSCI
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von SSCI »

Chef fragen
Papierturm
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von Papierturm »

SSCI hat geschrieben: 17.02.2021, 00:19Chef fragen
... und als Ergänzung dazu, wenn der Chef sich nicht so klar äußern sollte: ich habe es bisher sowohl bei mir als auch bei Kollegen erlebt, dass eine präzise theoretische Untermauerung (also Einbettung + Forschungsstand) bei empirischen Arbeiten lieber gesehen wurde als ewig in die Länge gezogene Theorie und dann weniger eigene Arbeit.
teilchenphysik196
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von teilchenphysik196 »

30 Seiten zum Stand der Forschung finde ich völlig okay! Ist denn da auch die Hinführung auf die Forschungsfragen enthalten? Das kann auch sehr spannend sein: Dem Leser erläutern, warum man gerade so fragt und nicht anders. Ich hab grade mal nachgeschaut: Ich hatte 21 Seiten Einleitung bei 396 Seiten Gesamtskript.
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von daherrdoggda »

Ich hatte 10 Seiten Einleitung bei insgesamt 117 Seiten
Wierus
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von Wierus »

Bei einem Gesamtvolumen von 300 Seiten halte ich 30 Seiten gut ausgearbeitete Prosa zum Stand der Forschung für angebracht. Wenn man das richtig macht und die vorgestellten Perspektiven und Forschungsrichtungen (aka "Literatur") gut herausarbeitet, dann bedeutet es zwar viel eigene Arbeit, aber führt den Leser womöglich sogar auf 'spannende' Weise zur eigenen Forschungsfrage.

Man darf das - oft fälschlicherweise als bloßes literature review missverstandene - Kapitel zum Stand der Forschung nicht als "Literaturkollage" auffassen und auf diese Weise einfach runterschreiben, sondern sollte es als vielstimmige wissenschaftliche Diskussion anlegen, in welcher es auch Partei zu ergreifen gilt. Dann bildet es ein wichtiges Kapitel der eigenen wissenschaftlichen Arbeit.
johndoe
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Re: Stand der Forschung sehr knapp, Diss sehr lang

Beitrag von johndoe »

Es hängt sicher auch vom Thema ab. Ich hab kürzlich eine Masterarbeit betreut, da gabs nicht mehr als 5 Veröffentlichungen, die relevant waren. Was will man da großartig aufblähen? Insofern halte ich Seitenzahlen allein nicht für ausschlaggebend, ob es ausreichend ist.
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