Mentorat bei der Promotion

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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littlescientist
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Mentorat bei der Promotion

Beitrag von littlescientist »

Guten Abend allerseits,

ich schlage mich derzeit (1 Jahr "into it", Individualpromotion in sozialwiss. Bereich zum Thema AxB) mit der Bestimmung des Mentorats herum.
Bei uns gibt es neben dem Erst- (meine Doktormutter mit Expertise in A) und Zweit- (eine befreundete Professorin mit Expertise in A) Gutachter noch eine dritte, nicht-bewertende Person, die (in meinem Falle) idealerweise Expertise in Thema B aufweist.

Laut unserer PO besteht die Aufgabe dieser drei Mentoratspersonen in der "gemeinschaftlichen oder individuellen fachlichen Beratung während der Promotion". Es geht also grundsätzlich darum, dass ich neben der 1. Betreuungsperson noch weitere Ansprechpartner mit Bezug zum Promotionsthema habe. Eine weitere wesentliche Aufgabe, die allen Mentoratspersonen gleichermaßen zukommt, ist die Durchführung der Zwischenbewertung im Hinblick auf den Fortschritt der Dissertation und das Aussprechen von Empfehlungen nach zwei Jahren. Die konkrete Ausgestaltung des Betreuungsverhältnisses obliegt mir und den Mentoratspersonen.

Nun habe ich eine Person angeschrieben, die meine beiden Gutachterinnen bereits (gut) kennt und die Expertin in Thema B ist. Sie hat sich über die Anfrage gefreut, wollte aber wissen, was genau denn eigentlich die Aufgabe sei. Von der Graduiertenakademie habe ich exakt das als Antwort bekommen, was ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe - also eher wenig Info.

Daher meine Frage, insbesondere an diejenigen, die auch unter einem solchen Mentorat promovieren:
Wie sieht eurer Verhältnis zum/zur MentorIn aus? Würdet ihr beispielsweise in Aussicht stellen, dass man gemeinsam an einem Paper arbeiten könne - oder wäre das zu viel versprochen? Ich würde ihr vorschlagen, dass sie sozusagen als Baseline zu den drei Studien der Diss jeweils einmal Feedback gibt, und sich darüber hinaus natürlich gern mehr inhaltlich einbringen kann. Da ich die erste in meinem "Kreis" bin, die unter dieser PO promoviert, kann ich mir leider kein Feedback von KollegInnen holen.

Viele liebe Grüße,
littlescientist

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daherrdoggda
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Re: Mentorat bei der Promotion

Beitrag von daherrdoggda »

Bei uns (NaWi) sollten einmal im Jahr bei den thesis committee meetings noch 2 Leute zusaetzlich zu den Betreuern dabei sein, wobei einer aus einem anderen Fachgebiet sein sollte. Diese Leute haben also nur einmal im Jahr Fragen gestellt, kritisiert, untereinander diskutiert, und empfohlen, wie es weiter gehen soll (was noch fehlt, was weitergemacht werden soll, ob es einen anderen Fokus geben soll, ob man abgeben kann). Bei der Disputation sollten dann auch 2 weitere Leute mit den Betreuern dabei sein, so dass insgesamt 3 Fachbereiche vertreten sind. Diese Leute haben vorher die Diss gekriegt, dort dann Protokoll gefuehrt, Fragen gestellt, und alle 4 mussten sich am Schluss auf die Note einigen.
littlescientist
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Re: Mentorat bei der Promotion

Beitrag von littlescientist »

Hallo,

danke für die Rückmeldung und Update dazu:
Ich habe meiner Wunschperson einfach geschrieben, dass das frei aushandelbar ist und das Mindestmaß an Einsatz lediglich darin bestehen würde, jeweils einmal Feedback zu den einzelnen Studien zu geben. Sie hat es angenommen :heart:
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