Kumulativ promovieren in Geistewissenschaften?

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StalTi
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Kumulativ promovieren in Geistewissenschaften?

Beitrag von StalTi » 23.09.2019, 11:40

Hallo,
ich schreibe seit einigen Jahren an meiner Diss in einem geisteswissenschaftlichem Fach.
Nun hat mir meine Betreuungsperson vorgeschlagen, ob ich nicht doch noch kumulativ
promovieren möchte. Ich müsste dafür mehrere Artikel in Fachzeitschriften veröffentlichen
und am Ende diese mit einem Rahmentext an der Uni einreichen.

Da das für meinen Fachbereich ein (noch) sehr exotisches Verfahren ist, würde ich mich gerne mit euch
darüber austauschen. Hat jm Erfahrung mit einer kumulativen Promotion in einem geisteswissenschaftlichen Fach?
Ist dieses Vorgehen bei einem fortgeschrittenen Arbeitsstand noch sinnvoll?
Spart man sich damit Zeit gegenüber dem "klassischen" Vorgehen? Und was macht das Peer-Review-Verfahren
mit dem wissenschaftlichen Inhalten der Forschung im Vergleich zum philosophischen Ausleben in einer Monographie?

Danke für eure Antworten!

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drado
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Re: Kumulativ promovieren in Geistewissenschaften?

Beitrag von drado » 23.09.2019, 12:29

Hallo,
mal rein organisatorisch betrachtet: in einem fortgeschrittenen Arbeitsstand halte ich eine kumulative Diss nicht mehr für sinnvoll. Du nimmst Teile aus deiner Arbeit, bereitest sie als Artikel auf und musst veröffentlichen. Der Peer-Review-Prozess kann Monate dauern, bei Ablehnung geht nach Überarbeitung die Phase Einreichen - Warten - Ergebnis wieder von vorne los. Du hast nicht den geringsten Einfluss darauf, wie das Peer Review ausfallen wird. Einen Artikel 2-4mal einzureichen, ist völlig normal. Danach schließt sich je nach Journal/Konferenz eine längere Phase bis zur finalen Veröffentlichung an.
Nach meiner Einschätzung würdest du durch den Wechsel viel Zeit verlieren, aber das kommt natürlich auf den Stand und Reifegrad deiner Monographie an.

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